Springe zur Referenz:

SM:Tr 1: 1, 1 //Ob in einem walde ein linde

trüege rôsen liehtgevar,

Der schœne und ir süezzen winde

zierten al den walt vil gar:

SM:Tr 1: 1, 5 Rehte alsame $s diu frowe mîn

hât die tugende; der wîbes name

muoz vil hôhe gêret sîn.

SM:Tr 1: 2, 1 //Sô si ir ougen nâch ir grüezzen

gegen mir wendet dur ir zuht,

siufte ich nach der vil süezzen,

reinen, minneklichen fruht.

SM:Tr 1: 2, 5 Wan got hât $s an geleit

gar der sældenwunsche rât

und wîbliche werdekeit.

SM:Tr 1: 3, 1 //Ich clage ûf die sælderîchen,

diu mich twinget alle stunt,

Ich klage ûf der minneklichen

ir wolstênden rôten munt.

SM:Tr 1: 3, 5 Sôst mîn klage, $s ir schœne an sehen

gît mir jâmer alle tage,

dâvon mir mag geschehen.