Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lâʒen stV. (5249 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| rede tæte/ und sî des alle bæte/ daz sî ez liezen âne zorn:/ sî het ir disen man erkorn./ sî sprâchen, | |
| er niht enmohte komen./ durch got ir sult die rede lân,’/ her Keiî sprach ‘daz sî getân:/ ich wând ich redte | |
| bû den ich hân./ ich vürhte ich müeze daz hûs lân./ etewie ernert ich den lîp,/ wan daz ich sorge um | |
| benamen ode ê,/ ode ichn warte iuwer niht mê./ unde lât diz vingerlîn/ einen geziuc der rede sîn./ ichn wart nie | |
| daz der künec Artûs/ hern Îweinen vuort ze hûs/ und liez sîn wîp wider varn?’/ done kund ich mich niht baz | |
| waz ich iu gedienet hân?/ und het sî mîn genozzen lân:/ ze welhen staten ich iu kam,/ dô ich iuch von | |
| der guote,/ der in ûz sîner huote/ dannoch niht volleclîchen liez,/ daz im ein garzûn widerstiez,/ der einen guoten bogen truoc:/ | |
| dô bedâhter sich/ ‘ich wil im mînes brôtes geben:/ sô lât er mich vil lîhte leben.’/ hie gienc ein venster durch | |
| ‘rîter, daz sî getân./ ich wil mîn reise durch iuch lân:/ mich hete mîn vrouwe gesant./ diu ist ouch vrouwe über | |
| sâhen nû alle ûf in/ und geviengen manlîchen sin./ //Dô liez er sîne vrouwen/ ab der were schouwen/ daz ofte kumet | |
| muosen unstätelîchen/ von dem vurte entwîchen/ und in den sige lâzen./ die der vluht vergâzen,/ die wurden âne zagen/ alle meisteil | |
| wurbe/ von dem sî niht verdurbe,/ dan sî sich den lieze erwerben/ von dem sî müese verderben./ si bat in mit | |
| zeict im unsprechende gruoz/ mit gebærde und mit stimme./ hie liez er sîne grimme/ und erzeict im sîne minne/ als er | |
| grôzen kumber als ich hân?/ ir muget wol iuwer clage lân:/ wan der vervluochte daz bin ich.’/ sî sprach ‘daz ist | |
| so enist ouch niemen der mich ner.’/ //Er sprach ‘sô lâze ich iu den strît,/ daz ir angesthafter sît/ dan ich, | |
| nâch wâne wol gezam/ und sî dar nâch niht wol enlie,/ dô begâben sî mich nie/ mit tägelîcher arbeit,/ sine zigen | |
| sî dô nâch:/ wand mir was gewesen ze gâch:/ man liez mich ir niht wandel hân,/ und enwart ouch des niht | |
| mir selben habe getân,/ ir sult iedoch gewis hân,/ ichn lâze iuch niht under wegen./ wan dô ich tôt wære gelegen,/ | |
| ich dar kam durch clagen,/ her Gâwein nâch gestrichen./ ich liez dâ wærlichen/ umb die vrouwen grôz clagen,/ unde ouch umb | |
| kan erwenden./ diu rede sol sich enden:/ sî müezen iuch lâzen vrî,/ od ich erslahe sî alle drî.’/ nû was ir | |
| ab er mit vrîer kür/ den kampf wolde bestân,/ sô lie sîz sîn und muosez lân./ //Nû entwelter dâ niht mê/ | |
| den kampf wolde bestân,/ sô lie sîz sîn und muosez lân./ //Nû entwelter dâ niht mê/ (sîn lewe volget im als | |
| iender umbe got,/ wold er daz rihten über mich/ unde lieze den gerich/ über mîniu unschuldigen kint,/ diu biderbe unde guot | |
| ir betelîchen gert.’/ //Er sprach ‘daz sult ir an mich lân./ als ich von iu vernomen hân,/ sô müese iu daz | |
| nû sî des ich bite,/ dâ êret mich mite/ und lât die bete her ze mir,/ wand ich ir anders gar | |
| munde/ ‘herre, ir habet missetân,/ welt ir den rîter alsus lân./ wem habt ir ouch iht verseit?/ lât ez an sîne | |
| den rîter alsus lân./ wem habt ir ouch iht verseit?/ lât ez an sîne hövescheit./ er gelîchet sich wol einem man/ | |
| gerîte/ deste drâter umb ein hâr.’/ nû muose der künec lâzen wâr/ daz er gelobete wider in:/ er vuorte die küneginne | |
| an dem verliuse,/ ich enmöht ir beider gepflegen,/ ode beidiu lâzen under wegen,/ ode doch daz eine:/ sô wær mîn angest | |
| mag ichs beidiu niht bestân/ und getar doch ir dewederz lân./ nû gebe mir got guoten rât,/ der mich unz her | |
| sô daz ich rehte gevar./ ichn wil benamen die niht lân/ der ich mich ê geheizen hân/ und diu ir angest | |
| angest und ir leit/ niuwan von mînen schulden treit:/ wan liez ich die danne,/ wie zæme daz guotem manne?/ doch wære | |
| daz im ze dienste gestê./ muoz ich sî under wegen lân,/ sô habent sî des immer wân/ daz ich des lîbes | |
| daz ers ir geburt unde ir namen/ niht enkan geniezen lân,/ swaz sî im joch hæten getân./ ichn sol kein rîter | |
| antwurt im her Îwein sô/ ‘rîter, waz touc disiu drô?/ lât bœse rede und tuot diu werc:/ ode ich entsitze ein | |
| ode ich entsitze ein getwerc/ harter dan iuwern grôzen lîp./ lât schelten ungezogeniu wîp:/ dien mugen niht gevehten./ und wil sîn | |
| dô sprach mîn her Îwein/ ‘welt ir mich des geniezen lân/ ob ich iu iht gedienet hân,/ sô tuot ein dinc | |
| sprach/ ‘mîn rîten daz ist mislich./ ich kume iu gerne, lânt sî mich/ mit ten ich dâ strîten sol:/ ich getrûwe | |
| abe in des wol,/ mugen sî mirz an erstrîten,/ sine lânt mich niender rîten.’/ dô bat dâ man unde wîp/ daz | |
| verlorn,/ wær er iht langer gewesen./ er rief und sprach ‘lât genesen,/ übeliu diet, dise maget./ swaz man über sî hie | |
| dâ kumbernt, sint sî hie:/ und heizet iuch drâte ledec lân,/ ode sî müezen von mir hân/ den strît den ich | |
| wæret ir niht ein kint,/ ir möhtet wol die rede lân/ diu iu an den lîp muoz gân.’/ //Dô sprach der | |
| harte vil gedreun:/ ir müezet mich bestân/ ode die juncvrouwen lân./ mir hât diu unschuldige maget/ bî dem eide gesaget/ daz | |
| gereit./ sî wâren alle viere/ ze orse komen schiere/ und liezen von ein ander gân,/ dazs ir puneiz möhten hân,/ und | |
| wand ezn mohte her Îwein/ den lewen niht vertrîben:/ dô liez erz ouch belîben./ er hete sîner helfe wol enborn,/ und | |
| erz ouch belîben./ er hete sîner helfe wol enborn,/ und lie ez ouch ân grôzen zorn/ daz er in sîne helfe | |
| weiz wol daz ir/ und iuwer lewe sît starke wunt:/ lât mich iuch machen gesunt.’/ //Sus sprach der namelôse dô/ ‘ichn | |
| dâ gelobet sî wider in/ daz sî sît allez wâr liez:/ mit ir triuwen si im gehiez/ daz sî sîn wol | |
| und sîn leben,/ der dannoch lebendige hie/ zwô schœne juncvrouwen lie./ //Nû wolde diu alte/ die jungen mit gewalte/ von dem | |
| beschirme mich vor dir./ swester, dû muost mir/ mînen erbeteil lân/ ode einen kempfen hân./ ich suoche den künec Artûs/ und | |
Ergebnis-Seite: << 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 >> |