Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
âventiure stF. (518 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| beid allen den tag, so das yn beiden nye keyn abenture begeinde da man abe sprechen möge, und den andern tag | |
| und Lancelot sprach das sie úmmer guten tag und gute abenture haben must. ‘Nu ist mir leit’, sprach sie, ‘das ich | |
| ‘Ich fragens darumb, herre’, sprach der meister, ‘wir han ein abentur in dißem closter, der die zu ende bringen mocht, er | |
| sargk von dem understen steyn geheben kan, der sol die abenture enden die ir suchent.’ Lancelot tast den sarck ane zum | |
| da were. ‘Herre’, sprach der meister, ‘es ist ein freischlich abenture; man sagt uns furware, welch man den sarck off mag | |
| stůl erfullen sol von der tavelrunden, und das er die abenture von dem gral zu ende bringen sol.’ ‘Den sarck wil | |
| mögent yn wol sehen, herre’, sprach der meister, ‘wann die abentúr ist uwer nit, wann sie ein man beide nit enden | |
| uß dem grabe das er dar naher nit enqwem, die abenture wer sin nicht. Lancelot bleib stan da er die stim | |
| bekenne dich baß und din macht dann duselber tůst. Diße abentur und alle die starcken abenture die der gut ritter enden | |
| macht dann duselber tůst. Diße abentur und alle die starcken abenture die der gut ritter enden sol die hettestu alle zu | |
| uch nit zurnen, herre’, sprach er, ‘ein man mag die abenture uberein nit enden beide. Ir hant so vil darzu gethan | |
| der best sol sin der ie geburn wart, der diße abentur enden sol.’ @@s@//Biß das sie also stunden und sprachen, kompt | |
| lang verschwiegen hant und unser groß freud von den starcken abenturen die uch begeynt synt.’ ‘Noch hut ist mir leyt das | |
| han ich vil bejaget, mer dann eren, an der schönsten abenturen die ie funden wart, die mir entwichen ist zu enden.’ | |
| enden.’ ‘Nein herre’, sprach der ritter, ‘durch gott gnade, die abenturen beide enmag ein man nicht geenden; ir hant mir die | |
| von alten ziten herre komen ist, wie das man die abenture enden sol; anders enwißen wir darumb nit.’ ‘Ir mögent wol | |
| kúne sy der im anders icht thú dann als die abenture in sim land stet.’ ‘Bekennestu des ritters schilt, ob du | |
| den gedanck gewann her zu lande zu komen, so starck abenture zu enden als hie zu enden sint!’ ‘Herre ritter’, sprach | |
| hat vil mit den wapen gethan, ee dann er die abenture geenden möcht die er von Entergalesche biß herre geendet hatt; | |
| nit das im anders icht geschehe dann als die recht abenture in uwerm land stet, er sy es oder ein ander.’ | |
| ‘wann ich bin bereit das zu thun das off der abenture stet, das ist das ich noch mit eim ritter fechten | |
| haben, ob ich des gluckes nit enhett das ich die abenture geenden mocht. Darumb thut den ritter fur komen und laßt | |
| dich, $s sin wirt din schade melden./ Welch man durch aventür in fremde lande stafft, / der prüfe den gesellen und | |
| 1. ÂVENTIURE/ Uns ist in alten mæren $s wunders vil geseit/ von | |
| sîn eines sterben $s starp vil maneger muoter kint./ 2. ÂVENTIURE/ Dô wuohs in Niderlanden $s eins edelen küneges kint,/ des | |
| den landen vorhte $s der degen küen$’ unde balt./ 3. ÂVENTIURE/ Den herren muoten selten $s deheiniu herzen leit./ er hôrte | |
| sît vil liebe $s und ouch vil leide gescach./ 4. ÂVENTIURE/ Nu nâhten vremdiu mære $s in Guntheres lant/ von boten, | |
| hiez si vil den vremden $s prüeven hêrlîch gewant./ 5. ÂVENTIURE/ Man sach si tägelîchen $s nu rîten an den Rîn,/ | |
| umbe sît der küene $s lac vil jæmerlîche tôt./ 6. ÂVENTIURE/ Iteniuwe mære $s sich huoben über Rîn./ man sagte, daz | |
| daz gerne dienen, $s daz si werde mîn wîp.«/ 7. ÂVENTIURE/ In der selben zîte $s dô was ir scif gegân/ | |
| mich habt gesendet, $s daz sult ir Prünhilde sagen.«/ 8. ÂVENTIURE/ Dannen gie dô Sîfrit $s zer porten ûf den sant/ | |
| vil vreuden rîche $s kômen mit ir helden sît./ 9. ÂVENTIURE/ Dô si gevarn wâren $s volle niwen tage,/ dô sprach | |
| ouch dar mit schilden $s vil manigen eschînen schaft./ 10. ÂVENTIURE/ Anderthalp des Rînes $s sach man mit manigen scharn/ den | |
| sich diu hôhzît: $s daz wolde Gunther der degen./ 11. ÂVENTIURE/ Dô die geste wâren $s alle dan gevarn,/ dô sprach | |
| vorhte sîne sterke $s unt tet vil billîche daz./ 12. ÂVENTIURE/ Nu gedâht$’ ouch alle zîte $s daz Guntheres wîp:/ »wie | |
| den spîse, $s die dâ kômen in daz lant./ 13. ÂVENTIURE/ Alle ir unmuoze $s die lâzen wir nu sîn/ und | |
| dâ zer hôhgezîte $s unz an den einleften tac./ 14. ÂVENTIURE/ Vor einer vesperzîte $s huop sich grôz ungemach,/ daz von | |
| zweier vrouwen bâgen $s wart vil manic helt verlorn./ 15. ÂVENTIURE/ An dem vierden morgen $s zwên$’ unt drîzec man/ sach | |
| degen./ sus grôzer untriuwe $s solde nimmer man gepflegen./ 16. ÂVENTIURE/ Gunther und Hagene, $s die recken vil balt,/ lobten mit | |
| ahtet mich vil ringe, $s swaz si weinens getuot.«/ 17. ÂVENTIURE/ Do %..erbiten si der nahte $s und fuoren über Rîn./ | |
| nerten sich nâch sorgen, $s sô noch genuogen geschiht./ 18. ÂVENTIURE/ Der sweher Kriemhilde $s gie, dâ er si vant./ er | |
| ouch ir vrou Kriemhilt $s diu vil herzenlîchen leit./ 19. ÂVENTIURE/ Dô diu edel Kriemhilt $s alsô verwitwet wart,/ bî ir | |
| im getriuwe, $s des ir diu meiste menige giht./ 20. ÂVENTIURE/ Daz was in einen zîten, $s dô vrou Helche erstarp,/ | |
| ze wîbe het$’ erworben $s die edeln küneginne hêr./ 21. ÂVENTIURE/ Die boten lâzen rîten: $s wir suln iu tuon bekant,/ | |
| küniges milte, $s daz man in allen gap genuoc./ 22. ÂVENTIURE/ Si was ze Zeizenmûre $s unz an den vierden tac./ | |
| durch des küneges liebe $s unt die küneginne guot./ 23. ÂVENTIURE/ Mit vil grôzen êren, $s daz ist alwâr,/ wonten si | |
| was von guoter wæte $s wol gezieret der lîp./ 24. ÂVENTIURE/ Dô Etzel zuo dem Rîne $s sîne boten sande,/ dô | |
| von in dem künege $s vil michel wünne benomen./ 25. ÂVENTIURE/ Nu lâze wir daz belîben, $s wie si gebâren hie./ | |
| sînen füezen $s hin wider zuo dem Rîne gân./ 26. ÂVENTIURE/ Dô si nu wâren alle $s komen ûf den sant,/ | |
| niht vrou Gotelint, $s diu in ir kemenâten saz./ 27. ÂVENTIURE/ Dô gie der marcgrâve, $s dâ er die vrouwen vant,/ | |
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