Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
leie swM. (105 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| herren/ die in deme lande waren,/ die heithaften lute,/ manic leige gůte./ der herre in des antwurte gab./ her sprach ’wie | |
| haizet ez ze latein uvula, daz spricht weinper; aber die laien haizent ez daz plat und ist kain ander dinch. Aristotiles | |
| der môn hât in im swarz flecken, und sprechent die laien, ez sitz ain man mit ainer dornpürd in dem mônen. | |
| etsleichez vert alz ain langer wispaum, und haizent ez die laien den trachen. etsleichez prinnet auch als ain kerz, etsleichez hupft | |
| sam si vall von ainem stern, und haizent ez die laien die sternfürb. daz geschiht dâ von, daz ain langer klainer | |
| reht sam ain klâreu strâz. der kraiz haizt von den laien die herstrâz. dâ von habent die weisen mangerlai geschriben. iedoch | |
| die sunnen oder umb den mônen und haizent in die laien der sunnen oder des mônen hof. der kraiz kümt dâ | |
| ist diu nâtûr ring, rain und sauber. daz wizzent wênig laien, dar umb ist der frawen mêr wenne der man. dû | |
| in seinem pistuom, daz sint ketzer, wuochrær und alle übeltætige laien und pfaffen, vertreiben mit seinem geschrai, daz ist mit gaistleichen | |
| panden. /Auz dem gelauben tretent etleich ketzer, die sich in laien$/ weis ân all weih an nement peiht ze hœren und | |
| zwaihundert oder mêr oder minner ainen maister, der ain lauter lai was. der selb hôrt ir peiht und satzt in puoz. | |
| dâ verstumment si. pfui dich, dû Schanden ritter, dû seist lai oder pfaff, wie tregst dû der Êren krôn in valschait | |
| geir verstên ich die geitigen zucker und geniezer, si sein laien oder pfaffen, die sich anderr läut schaden fräuwent, dar umb, | |
| ain iegleicher mit dem andern muotwillens pfligt. wærleich, ez sein laien oder pfaffen, si müezent verderben. daz hab wir gesehen an | |
| ze latein haizt ain korn, dar umb haizent si die laien malgranöpfel. die süezen malgran sint mæzicleichen warm an der kraft | |
| siehtum, der ze latein ignis_persicus haizt und haizent in etleich laien daz hellisch feur, und ist guot für die gemaineu waichung | |
| began und werte aht tage/ ze îngênden meien./ phaffen unde leien/ freuten sich der hôchzît./ zorn, schelten unde strît/ daz was | |
| dir! ach!/ Die tufel hort man schreien/ Beide pfaffen und leyen./ Mit dem lesterlichen fuͤre/ Von unkusche und von huͤre/ Werden | |
| man den wirt begruop, dô schiet/ sich diu riuwige diet./ leien unde pfaffen/ die vuoren ir dinc schaffen:/ diu vrouwe beleip | |
| fröide ein ende hân./ //Ir vil wunnenclîchen wîp, ir wolgemuoten leien, wünschet daz mîs herzen trût mich von den senelîchen sorgen | |
| alsus enpfâhen wir den süezen meien!/ wol ûf, ir hübschen leien!/ wir suln die fröide heien,/ vil frœlîch tanzen reien. ahî, | |
| derst niht ze kranc/ hin gen dem meigen. $s megde leigen, $s wir sun reigen $s nû den sumer lanc. //Des | |
| hât/ dâ bî des rihters hulde./ ir pfaffen unde ir leien,/ wâ vindent ir ein sicherheit/ vor den gerihten zweien?/ die | |
| des meien, vîol lilien rôsen rôt/ wol verklagt, ir stolzen leien,/ merkent waz ie fröide bôt./ seht an reiner wîbe güete/ | |
| schône ûf dringen/ liehte bluomen und den klê./ //Êregernden stolzen leien, fröit iuch gen dem süezen meien,/ gen der fröidebernden zît./ | |
| fröide ein anevanc/ und aller wunne ein wunder./ //Ir jungen leien wolgemuot, wesent fruot:/ gen der bluot/ schôn stêt daz gevilde./ | |
| ie vant,/ mîdent schanden bant./ //Helfent mir, $s ir $s leien, $s meien $s kl%-agen! tr%-agen $s sun wir gen den | |
| $s lêren hôhen muot von schulden hân./ //Fröit iuch, stolzen leien! der anger und diu heide breit/ bî dem liehten meien/ | |
| ane diu nehein menniſch geneſen mach: das iſt der gůten laigen leben, die minem trehtin dienent von iren arebeiten vnd behaltent | |
| leben iſt heilich vnd gůt. Mit dem leben, das den laigen geſecʒet iſt, ſo chumet man her ʒe diſem lebene. Diu | |
| die den ſtuͤl vmbegriffen, das ſint ʒwei leben: der rehten leyen leben vnd der geiſtlichen lvͤite leben, die noh nie niemen | |
| Ettleiche haimleiche mer./ Der kayser lat die läwt klaffen,/ Paide layen und pfaffen,/ Und wais er doch das sein darinn./ In | |
| sihent e vndersteigen$] die stern pei der himelspitzen, di manik lay den wagen haizzet, uͤmbwaltzen und daz wir sie nimmer verlisen. | |
| Uon gote geturre wir nith ʒe uerre gereden, wan die leigen kemint lithe in einen groʒen ʒuiuel, ſo ſie ʒe tiefe | |
| da begat. //Der iunger ſprach: Wie ſtat eʒ vnbe die leigen, die ſich der groʒen beʒeich[32#’r]enunge niht verſtan encúnnent noch enmugent? | |
| <N>IX</N>. Von vier hande oppfer der priestern <N>X</N>. Von der leien oppfer na ir statten <N>XI</N>. Wie die cristan gegen den | |
| tůn, verlieren und gewinnen. In dirre wisheit wonent vil verkerter leien und valscher pfaffen und swinder geistlicher lúten. Es wirt niemer | |
| enpfan von gnaden und nit von rehte. <KAP><N>X</N>. Von der leien oppfer nach iren statten</KAP> Die leien, die da oppfernt, die | |
| rehte. <KAP><N>X</N>. Von der leien oppfer nach iren statten</KAP> Die leien, die da oppfernt, die soͤllent sich in irem oppfer also | |
| geswinden girekeit. Das ist úns beiden vil not, wan der leie sol oppfern mit grosser liebi und mit einer lachenden sele | |
| oͮch Sante Franziscum ze botten den girigen pfaffen und homuͤtigen leien. Mere <FOLIO>(99#’v)</FOLIO> Sant Peter, der núwe marterer, der ist min | |
| luten. Min pharisei sprach uf die rede, Johannes_Baptista were ein leie. Das allerheligoste, $t das in der messe ist, das ist | |
| denne alleine mit únsrem unsinnelichem cristanem geloͮben. Was dis ein leie? Berihtent mich, ir blinden; úwer luginen und úwer has wirt | |
| sinem adel nuwes lobes sang./ ich wen, uß solchem fließe leie nie getrank,/ der stete flüßt uß mines herzen lache./ was | |
| der stete flüßt uß mines herzen lache./ was weiß ein leie, welcher maß/ got – ane stat, naturen ungebunden –/ der | |
| einem ding wurm, vogel, fisch, $s hunt, esel und der leie?/ O werder man, sint das so kleinen underscheit / von | |
| zu den esten blüte fitze meie),/ die doch ich wüster leie/ uf aldes tichtes anger fant./ Her Salomon der spricht, / | |
| slüß mir uf der künste tor,/ das ich dir, künsteloser lei,/ Maria, lob uß blünder zungen webe/ und girdig in dins | |
| dem, haß wir dem andern tragen. / merk, du wiser lei, / wie gar fründig, $s bündig/ sint durch liebe zwei,/ | |
| iht klagt./ sîn helfe ist immer unverzagt./ ___doch ich ein leie wære,/ der wâren buoche mære/ kund ich lesen unde schrîben,/ | |
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