Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
magettuom stM. (111 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die mit gote sint!/ si behuotent ir chiuske unde ir magetuom, $s des habent si ewichlichen ruom./ den hat er al | |
| magit wart vil wol geret, $s ir chiuske gemeret,/ ir magtuom gehalten $s mit gnaden manichvalten./ do der da geherbergote $s | |
| der hôchzît wol hete enborn,/ wande sie hete verlorn/ den magetuom vor maneger zît,/ der maneger kurze freude gît./ ir was | |
| wîpheit mohte des wol hân ruom./ sie hete wol ir magetuom/ unz an den tac behalden./ sie wolde kiusche walden/ die | |
| vnd was gelebt mit irm mann siben iar von irm magtvm. vnd disiv was witibe biz zv virvndahzich iaren. div niht | |
| er aller brinnet $s unz er daz wîb gewinnet./ den magettuom er fliuset, $s daz engeliske leben er verchiuset./ sô hât | |
| uberwintent./ /Sô in der glust gedwinget $s daz er sînen magtuom zebrichet/ unt er denne verstât $s wie lutzel guotes er | |
| /Diu liebe in genôte $s daz er sie inzuchte./ den magtuom er ire nam, $s des ingalt vile manich man./ si | |
| munt.)/ Daz ist warer minnen bunt,/ Wenne kus ist vrunde zeichen;/ Her sal dikeinen veichen/ Tragen, swen her gevromet wirt,/ Und | |
| frünttschaft./ Owe hoche mine über craft,/ Ritter, mich entwinget nicht:/ Magtum daz ist min züversicht./ Ir söllend üwern heren sagen/ [86#’v] | |
| Vor pruften, als die wissagen/ Unde die patriarke/ Mit des sinnes marke,/ Die sprochen daz her were/ Geweldic schepfere/ [41#’r#’a] Got | |
| mit der werden fruchtt:/ Doch waz ir raine genuchtt/ Des magtums ir nit genomen./ Were aber ir da nit enkomen/ Ain | |
| waz/ Do sie des Gotes sune genaz/ Durch einen ganzen magetuem,/ Daz waz ere, tugent und ruem/ Kegen uns blinden, touben,/ | |
| Ist in nötten bekomen,/ Waz ich des schaden han genomen,/ Daz wige ich hartte ringe./ Gold, silber und pfeninge/ Wig ich | |
| in Marien schoz,/ Daz die gotheit sich besloz/ In irem magetueme;/ [76#’r#’b] Do wart zu blumen blume/ Geleit mit kuschlicher zucht,/ | |
| wib und ouch den man/ Fürtt er do baide von dan/ Zü ainem tempell gewiss,/ Der hiess palatium Veniss,/ Der wunnen | |
| ire nôt/ umb ir megetlîchen ruom/ und um ir blüenden magettuom./ zwô kerzen ob ir brunnen:/ Isôt die maget der sunnen/ | |
| vaste dar în;/ sie wolde daz blüende blüemelîn/ irs blüenden magettuomes wern,/ eine wîle vor Tristande nern./ ir beide diech, ir | |
| gedrücket/ und minneclîch gesmücket/ in megetlîchem ruome./ sie hête ir magettuome/ gebûwet eine vesten/ ûz geziuge dem besten,/ als ir muoter | |
| den liuten gên.»/ __Swie vil sie der gedanken treip,/ irs magettuoms sie maget bleip./ ob sie des willen wêre ein brût,/ | |
| in nicht fur ainen zagen):/ Si gicht es sey ir magtum./ Behaltet ir nu hie den rüm,/ So seyt ir so | |
| wolgetan/ Fur den pösen pulian:/ ’Nym hin, schanden flins,/ Meines magtummes zins!’/ Was welt ir mer das ich sage?/ Recht an | |
| ʒvͦ ir chomen mohte. Si was div erſt, diu ir magetvͤm dem almehtigen got gehies, ſwie ſi den fluͤch der e | |
| chuͤſh belibent; ſo iſt das aller maiſte, der den heiligen magtům behaltet. Als ir nu vernomen habet, vnſer herre ſait ſinen | |
| ſiu die liute heilic haiʒʒen vnd ſi loben vmb iren magtum. Die fliſent da mit gotes hulde. Si verlieſent auch das | |
| wünneclichen brehen./ ez schînet sam ein lieht juncfrouwe in kiuschem magetuome,/ sîn varwe glestet sam der liehte morgensterne in ruome;/ sam | |
| blumen behielt und die nye verlose, das was ir reiner magthum. Von irme lib wart die heilig frucht gebůrn die alle | |
| ich, die hatt gesworn das sie nymer anderm man irn magthum gegebe dann uch. Min vatter hat nit me kinder dann | |
| vnde ir frowede njemer zvste,/ carens omni tempore./ Liechte magit, magitumis gimme,/ der engele furstinne,/ palenze des himelis,/ gemale des ewigin | |
| di bezeichinit dih unde din svn,/ di dir den ewiclichen magitum/ behilt nah siner geburte alsam é./ dv bist uze der | |
| bistu war megede sun./ dv uor allen guten dingen/ den magetum has zu minnen./ des tete dv bezeichen,/ do dv uon | |
| di dv herre zu einer mutir irkure/ vnde ir den magit tum nit ne uerlure/ nah diner geburte noh da uore./ si | |
| bewellent/ vnde di ir nah uolgen wellent/ mit dem reine magittume:/ di ist allir dinge ein war blume/ di da bezeichenot | |
| sis dv geladit./ dv di werlt fru lieze/ unde dinen magittum gehieze/ deme himelischen brutegume./ da uon newoldistu nje chome,/ do | |
| Munche vnde Megede, die mit ir martele vnde mit ir magetůme der welte widerſeit hant. Daʒ ſint nith die gotiſ gebot, | |
| mir. Der meiſter ſprach: Sante peter frowet ſich ſancte Johanneſ magetůmeſ, Sanctuſ iohanneſ frowet ſich ſancte petriſ martile. Alſo wirt iegelicheſ | |
| Ezechias sin reinsam witzicheit./ minn$’ des ewen siͤt Josias,/ sinen magtdům Jheremias,/ Job siͤt sin verdoldicheit,/ Tobias sin barmherzicheit,/ Daniel sin | |
| gemuͤde,/ diͤ wil din Jhesus dötlich was,/ sint dat din magtdům sin genas;/ wand al dat dinem Jhesu geschach,/ dat was | |
| min erlösere;/ he wart nachet, als he was,/ dů din magtdům sin genas./ nachet quam he in dit lant,/ he vůr | |
| de himelsch hof./ wunderlich in zů můde was,/ dat din magetdům des kinds genas,/ dat $’t kind lach in einem stalle,/ | |
| vröud verstan,/ diͤ in dinem suͤʒem herzen was,/ dů din magtdům unses hern genas,/ dů du in allererest aneseges,/ dů du | |
| als he werlich godes sun was,/ dů sin din reine magtdům genas/ in der stat zů Bethlehem/ ind als du in | |
| wand got niͤ mere wunder $’n begiͤnc,/ wan dat din magtdům Christum entfiͤnc,/ got ind mensch in dinem live,/ ei gebenedide | |
| dat du godes můder soldes sin/ ind niͤt verliͤsen des magtdůms schin,/ du vergeʒs zůhant der werdicheide/ ind sprechs alsus bit | |
| dat si godes můder hiͤʒ ind were/ ind doch des magtdůms niͤt enbere?/ //Dit sold ind mocht dir einer geschiͤn,/ got | |
| din sinne,/ du bis der reincheit aneginne./ ich mein den magtdům, de üvergeit/ ver al ander reinicheit./ //Du brechts dat leven | |
| ein n#;iue kerze,/ diͤ hat entfengt so manich herze./ den magtdům minnent beid man ind wif,/ diͤ anschount dinen megtlichen lif./ | |
| beid man ind wif,/ diͤ anschount dinen megtlichen lif./ ////Den magtdům erent alle l#;iude,/ in minnent <al> diͤ overste brüde,/ diͤ | |
| darin de brüdgum rast entfeit./ //Vrow, diͤ da dregs des magtdůms vane,/ bit dinen duvenougen sich ane/ diͤ reine düfchen, diͤ | |
| reine,/ niͤman was din vröud gemeine,/ wand din vil otmuͤdich magetdům/ ensůcht an niͤmen noch lof noch rům;/ du hiͤlds besloʒʒen | |
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