Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
menschheit stF. (212 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dir antwürd diner arebeide,/ diͤ du im deds in siner menscheide./ //Dit hat geschriven de reinste man,/ dem din sun dich | |
| schön du bis,/ engein creatur so schön enis,/ an diͤ menscheit dines kindes,/ wand du bis diͤ schönest al $’s gesindes,/ | |
| er dur den grimmin tot,/ den er leit dur die menischeit,/ sehe an meniscliche not./ //Unde daz er dur die namin | |
| ere! Du bist ein lust miner gotheit, ein turst miner moͤnschheit, ein bach miner hitze! <KAP><N>XX</N>. Dú sele widerlobet got an | |
| cleinoͤter heisse</KAP> «O ein bilde miner gotheit, gehert mit miner menscheit, gezieret mit minem heligen geiste, sage mir, wie heisset din | |
| der min vatter ist von nature, min brůder von siner moͤnscheit, min brútegoͮm von minnen und ich sin brut ane anegenge. | |
| der gotheit schússet si mit einem unbegriffenlichem liehte, die minnende moͤnscheit gruͤsset si mit bruͤderlicher geselleschaft, der helig geist ruͤret si | |
| ir satzunge blibent unvermischet, und wie dú gotheit clinget, dú moͤnscheit singet, der helig geist die liren des himelriches vingeret, das | |
| noͤte, ellende, selten getroͤstet</KAP> Bitterkeit des herzen kumt von der moͤnscheit, swarheit des lichamen kumt von dem vleisch alleine, swinde gemuͤt | |
| So brichestu denne die gruͤnen, wissen, roten oͤppfel miner saffigen menscheit/ und so beschirmet dich der schatte mines heligen geistes/ vor | |
| bermit, das hie umbe gat, bezeichent min reine, wisse, gerehte menscheit, die dur dich den tot leit. Dú wort bezeichent mine | |
| throne siht man den spiegel der gotheit, das bilde der menscheit, das lieht des heligen geistes und bekennet, wie die drie | |
| din bůch der gotheit, du hast mich gemalet an diner moͤnscheit, du hast mich gegraben an diner siten, an henden und | |
| pine múhtist liden ane súnde und das oͮch dine blůmende menscheit in der sunnen der creftigen gotheit nit verswunde. In dem | |
| Wiltu mir dinen segen geben, ich wil gerne die bluͤtigen menscheit an mich nemen und ich wil des menschen wunden salben | |
| reine juncfroͮwen zů einer můter geben, das du die unedel menscheit dest erlicher maht getragen.» Do gieng dú schoͤne processio mit | |
| waffen úber mich, der gewaltige got enpfieng mich, sin reinú menscheit vereinete sich mit mir, sin heiliger geist troste mich. Do | |
| ich mit miner selen oͮgen in himmelscher wunne die schoͤnen menscheit <FOLIO>(53#’v)</FOLIO> únsers herren Jhesu_Christi, und ich bekante an sinem heren | |
| Eya lieber Jhesu_Christe, nu sende mir den suͤssen regen diner menscheit und die heisse sunnen diner lebendiger gotheit und den milten | |
| die gotheit mit únser unschuldigen sele und mischet sich gottes menscheit mit únserm grúwelichen lichame, und so machet der helig geist | |
| lebendiger gotheit schinet dur das clare wasser der vroͤlichen $t menscheit und die suͤsse lust des heligen geistes, der us in | |
| des, das ich die hitze miner gotheit, die gerunge miner moͤnscheit und den lust mines heiligen geistes mit dir kuͤlen múge.» | |
| persone das was ie der ewige sun. Alleine #.[der die menscheit noch nit hette#.] angezogen, $t #.[was er#.] ie únser und | |
| Die selbe ander persone was ein nature worden mit Adames menscheit, e er sich verboͤsete mit den súnden. Alleine #.[Adames nature | |
| gotheit und wirt enpfangen $t in siner můter, der gottes menscheit, so ist sin materie der heilige geist, der sine súntliche | |
| siner lebendiger gotheit, er eret si uswendig mit siner almehtigen menscheit, $t er zieret si mit sines heligen geistes miltekeit, er | |
| nehste ist wis und das oberste rot nach der reinen menscheit únsers herren und nach sinem heligen tode. Ir har und | |
| albrimmende $t dur die krankheit der lúten, und alse min menscheit sprach albibende durch die valscheit der welte, wan si lonete | |
| vriem můtwillen die ist úns alleine schedelicher denne alle únser menscheit. Dis ist menschlich: hunger, turst, hitze, vrost, pine, jamer, bekorunge, | |
| der gewalt der gotheit und mit dem gůten willen der menscheit und mit der edelen gevůgheit des heligen geistes dur den | |
| mere ungescheiden sin. Min gotheit ist din crone, <FOLIO>(95#’v)</FOLIO> din moͤnscheit ist min sůne, únser beder geist das ist ein wille, | |
| sag dir mit miner brennenden gotheit und mit miner lebenden menscheit, das sin nature tot ist eines heiligen todes, also das | |
| antwúrt únser herre alsus: «Min gotheit kam in ertrich, min menscheit $t tet die arbeit, min gotheit trat an das crúze, | |
| tet die arbeit, min gotheit trat an das crúze, min menscheit leit den tot, min gotheit stůnt uf von dem tode | |
| min gotheit stůnt uf von dem tode und vorte die menscheit in den himmel. Alle die mich von in tribent, die | |
| selber? [Niht mere denne súnde.] Sit dem male das min menscheit nie niht vollebrahte, wan alleine das min gotheit vor bedahte.» | |
| blos und barfůs von allen irdenschen dingen. Wer mag die menscheit so sanfte betwingen, wer mag die sele so snelle ufrukken, | |
| zů des menschen sele treit. Ich gruͤsse oͮch mine gotlichen menscheit und danken ime miner selekeit und manen in siner geselleschaft, | |
| alle dine not ane súnde úberkomen. Alsus manen ich gottes menscheit zů sunderlicher erbarmherzekeit und das er des gedenke, wie krank | |
| dem doch sinú oͮgen verbunden sint; das ist ir vinstrú menscheit, da mit si gebunden sint. Gedenke, edler gottes sun, wie jemerliche | |
| alsus bin ich gezieret: Dú gotheit ist min crone, sine menscheit han ich ze lone, der helig geist hat mich umbevangen | |
| ich us von der heligen gotheit kam in ires sunes menscheit, dú jungfroͮwe ist ein beschirmerin aller kúscheit und ein klagerin | |
| gotheit nach ir langen trurekeit; und ein geistlich bilde miner menscheit das swebet ie sunder beginne in miner ewigen gotheit.» <KAP><N>XXV</N>. | |
| allen dingen.» Got sprichet: «Min gotheit hat dich verbrant, min moͤnscheit hat dich bekant, min heliger geist hat dich geheliget in | |
| und sehe und smeke, wie dú gotheit vlússet, wie dú menscheit gússet, wie der helig geist ringet und manig herze twinget, | |
| dritte boge der crone wirt gebildet allerschonost mit der edelen menscheit $t únsers herren Jhesu_Christi und bi ime sin erlichú můter | |
| wirt disú crone geoffenbart und swebet uf dem hoͮbet der menscheit únsers herren, der heligen drivaltekeit ze eren und ze lobe | |
| ze lobe und allen seligen ze vroͤde iemer mere. Die menscheit únsers herren ist ein begriffenlich bilde siner ewigen gotheit, also | |
| gotheit, also das wir die gotheit begriffen moͤgen mit der menscheit, gebruchen geliche der heligen drivaltekeit, <FOLIO>(132#’r)</FOLIO> halsen und kússen und | |
| sich vroͤwent ane arbeit und lebent iemer ane herzeleit. Die menscheit únsers herren gruͤsset, vroͤwet und minnet ane underlas sin vleisch | |
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