Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
menschlich Adj. (283 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und anders niht ezzent. /Auch sint ander läut, die ezzent menschleich flaisch und volgent der menschen fuoztriten sô lang, unz daz | |
| in gotes willen, als verre als gotes wille ist, daz menschlîche natûre den gebresten habe sunderlîche von gotes gerehticheit von des | |
| dingen. Ouch sol man wizzen, daz âne zwîvel ouch natiurlîchiu menschlîchiu tugent sô edel und sô kreftic ist, daz ir kein | |
| in dem geiste’, daz ist: die niht enhânt eigens und menschlîches geistes und blôz koment ze gote. Und sant Paulus sprichet: | |
| gotes geistes ledic sint und niht enhânt, nâch irm groben menschlîchen sinne wellent urteilen, daz sie hœrent oder lesent in der | |
| selben, daz ez got wil, sô ist ez guot. Wærlîche, menschlîche ze sprechenne: mir wære lieber, daz mich ein rîcher, gewaltiger | |
| lîp oder geist. Dar umbe sprichet diu geschrift von dem menschlîchen, daz in uns ist ein mensche ûzerlich und ein ander | |
| mensche niht in disem lebene mac gesîn âne werk, diu menschlich sint, der vil ist, dar umbe sô lerne der mensche | |
| dêmüeticheit got dâ zuo brâhte, daz er sich neigete in menschlîche natûre, und stuont abegescheidenheit $t unbewegelich in ir selber, dô | |
| er niht an sich einen menschen, er nam an sich menschlîche natûre. Dâ von sô ganc ûz aller dinge, sô blîbet | |
| er sich dâ nider/ zuo der frouwen het geleit,/ nâch menschlicher gewonheit/ wart sie swanger und enphie./ dô diu naht hine | |
| finsternisse/ Sines gotes gestelte1nnisse,/ Nich volle1n gotliche,/ We1n ein teil me1nsliche./ Benider der gotheit,/ Vber der menscheit,/ Da enzwische1n was ez | |
| uns des lihtes unte des tages zerinnet./ //Swie wir so mennischlichen/ chomen in gotes riche,/ wir sculen iedoch samet puen/ $p/ | |
| allen den ſuhtin die der mugin irwahſſin. in allen dem menniſclichem libe. Ad capitiſ dolorem. Nim wormatun. rutam. ebehoͮe. daz an | |
| ich in alsô sêre/ sam diu tier, ode mêre./ sîn menneschlîch bilde/ was anders harte wilde:/ er was einem môre gelîch,/ | |
| tât,/ du triugest zuoversiht./ dîn wildez welzen wunderlich/ verr ûz menschlich gedenken ist gestrichen./ mit sinnen unbegrîfeclich/ ist der ursprunc ûz | |
| dem kriuze hât/ dîn güetlich houbet sich gen uns geneiget./ //Menschlich vernunft gar sunder vâr prîs ich, sît sî erkennen kan/ | |
| Diſ%>i wort d%>i waren ie vil verre verborgen vor allen menſchlichen herzen, d%>i %<wrden da vor nie me vernomen $t von | |
| d%>i %<wrden da vor nie me vernomen $t von deheins menſchlichen mvnde, $t wan da angenget der gvͦt ſant Johannes $t | |
| ʒ%:u dem alter niht chomen waren, das ſi von %:ir menſl%:icher blode dehein ſchulde iht heten. Do enwaʒ iͤr ſchulde anders | |
| ſegene wehſet diͤr der gotes ſame vnter dinen bruſten ʒe menniſcleichen bilde, vone diu den du gebiͤrſt von dem heiligen geiſt, | |
| das er von der heren maide, vnſer froͮwen ſant Marien, menniſclich pilde an ſich neme vnd die armen menniſche ledigote, do | |
| ſin magencraft, diu enmag dehain ʒung furpringen, diu vbertrifet allen menſchlichen ſin; das man in ſihte, das iſt der ewige leip. | |
| in allen gâhen/ daz si mitten under in sâhen/ in menschlîcher persône/ unsern herren, der si schône/ gruozte und trôste sîne | |
| und erscheinte ez dâ mite,/ daz er nâch menschen site/ menschlîche spîse nôz/ unz an den tac daz sich entslôz/ der | |
| du wære grîs:/ nu zieret dich ein brûner vahs./ dô menschlich wart $s dîn bilde zart,/ dô war sich under sîden | |
| niht sîn spitzec sahs./ /Uns sol helfen alremeist/ daz <dû> menschlîchiu zeichen treist:/ dir wab ein cleit der frône geist/ mit | |
| allen starken risen übergrôz!/ in dîn herze er sich beslôz/ menschlichen hie besunder,/ und was ze himel samenthaft sîn gotheit ie | |
| willicliche zu sterben/ é dv kindis mutir woldis werde/ nah mennislichen siten./ wi rehte wole dv sin irbite,/ der dinis mutis | |
| durh glut,/ daz er in dime herzen hate uerbrut/ den rost mennislicher gelust./ er machit dih wirdic der reinen brust/ da ufe | |
| ſprach der iunger: Nu ſeit vnſ die ſhrift, daʒ alleʒ menſlich kunne von adame vnde uon euen komen ſi. Wie ſint | |
| meiſter: Daʒ iſt alſe geſprochen, daʒ er ab im leit menſlich bilde vnde ʒeiget ſich ſinen lieben in der ere ſineſ | |
| saffe dicke se bestrichet, si werden nicht groser. Is vertribet menschlich gelust, swer sich mit dem saffe umme di brust bestrichet. | |
| dir dranc gaf bit der spisen;/ ich enthiͤlt dir din menschlich leven/ bit miner milch, diͤ du mir wolds geven./ wal | |
| rein reinicheit so groʒ,/ dat alle engelsch creature/ wundert, dat menschelich nature/ iͤ an menschen so reine wart./ de rein Cherubin | |
| kint zůr werld enbrechten./ //Ouch verb#;iudet diͤ nature,/ dat einich menschlich creature/ bit dem magtdům kint müg brengen./ diͤ natur enwilt | |
| he mich minde, mind ich in,/ unser beider minn$’ üvergeit menschlichen sin,/ doch nimt üverhant sine minne,/ wand si is miner | |
| din liͤve kint hat geven,/ de van dir nam uns menschlich leven./ //Ich siͤn, als ich mach, wiͤ he dir lone,/ | |
| grimmin tot,/ den er leit dur die menischeit,/ sehe an meniscliche not./ //Unde daz er dur die namin drie/ sinir cristenlichir | |
| verslozzen gebære/ die sunne der warheit/ mit maidelicher reinecheit,/ mit mennesklicher nature/ got ce dirre werlte bræhte./ //Maget aller magede,/ schone | |
| lie./ //Do den schepfære sin gnade ermante,/ daz er die mennesliche brode erchante,/ den engel Gabriel mit niwer boteschafte zu dir | |
| got von dem himelrich getriben und han ime benomen sin moͤnschlich leben und han in mit eren sinem vatter wider gegeben, | |
| gegeben, das ist anders nút denne ein vristunge in dis moͤnschlich leben. Swenne aber kumt din ostertag und din lichame enpfat | |
| vliessen, din sele muͤsse stigen, din licham muͤsse bliben, dine moͤnschliche sinne muͤssin vergan, din geist muͤsse vor der heligen drivaltekeit | |
| das der moͤnsche sich selber twinge in gotte ane alle menschliche meisterschaft und die gottes gnade heliklich behalte und willekliche trage | |
| nienar legen denne in min goͤtlich herze und an min mensclich <FOLIO>(12#’v)</FOLIO> brust. Da alleine wirst du getroͤst und mit minem | |
| der bekantnisse in die gebruchunge, von der gebruchunge úber alle moͤnschliche sinne. Da wil ich bliben und wil doch fúrbas crisen.» | |
| ist alles geflossen usser sinem goͤtlichem ateme und von sinem menschlichen munde von dem rate des heligen geistes. Wie machtu da | |
| <INHALT><N>I</N>. Die minne machet hohe in der sele nit umbe menschlich arbeit; das kumt von eigenem willen <N>II</N>. Von zwein leiden | |
| got der minnenden sele vroͤmde si;/ das ist pine úber mensclichen tot/ und úber alle hellesche pine, das gloͮbent mir!/ Die | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 4 5 6 >> |