Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
recken swV. (86 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| von dem futir czu unrechte wirt, daz bleyt sich unde reckit alle vire von ym. deme stos seyfe in den lyͤp: | |
| lon./ Daz criuce si gestahten, $s sine hende si im gerahten./ da wurden vier nagele $s durch Cristen geslagene;/ durch sine | |
| daz auf daz wazzer, dar auf setzet ez sich und recket den sterz gegen perg als ainen segel, sô treibt ez | |
| engen munt und hât klain halsâdern. wenn er gêt, sô reckt er sein zungen für den munt. er greint und ginet | |
| – Ain mensch, daz auf ainem fuozschamel sitzt gekrœnt und reckt sein hend gegen himel und vier menschen under im, sam | |
| von sînem bruoder an der stat./ sîn hende scholt er recken drât/ und scholt vallen an diu knie./ dâ mit diu | |
| daz lant enphie/ und kniet nider ûf diu knie/ und raht im sîn hende./ dô nam der zorn ein ende./ __Der | |
| unde hût,/ wan ich mit grôzen stecken/ wil iuwer hût recken.’/ __Dâ mit kom Noê gegân/ hin für sîn snur stân,/ | |
| erwant sînen zorn,/ sît doch diu werlt wær verlorn./ er ract im sîn hende./ alrêrst nam ez ende./ dannoch was ez | |
| unversunnen./ daz geschach bî einem brunnen./ er hêt sich ouch gerecket,/ daz im der lîp blecket./ ze den zîten was ouch | |
| er den vater sach blecken/ und an der sunn sich recken/ dô sprach er: ‘lieber bruoder mîn,/ schou wie wir geschant | |
| von gotes zorn:/ ‘mit samt in wird ich verlorn!’/ er ract gên got sîn hende./ dô nam der slac ein ende,/ | |
| dem buoch las,/ dô sprach er: ‘herr ân ende,/ ich recke dir mîn hende/ ûf die genâde dîn!/ nû tuo mir | |
| allez wider hêt,/ als an dem buoch geschriben stêt,/ dô ract er die hend gegen got;/ er sprach: ‘dîn heilic gebot/ | |
| nam der künic wol war:/ die stangen er gên himel raht,/ dâ von daz âs allez blaht./ dô fuorten in die | |
| bild/ geleit ûf den bûch wild;/ der ander arm stuont geraht,/ des maniger dick lacht./ daz bilde dâ zeigen began/ mit | |
| berc umbe,/ der wîse und der tumbe./ sîn vinger im gereckt was/ gegen dem berg, als ich ez las./ der ander | |
| almusen/ iz kumet dir wider zu buͤsen./ den krummen vinger recke,/ den nackten bedecke,/ den blinden den wise,/ den hungerigen spise./ | |
| sich daz houbt geneiget hat/ unde wie sin lip ist gerecket,/ sin arm witen gestrecket/ von einander zu tan,/ als ob | |
| er ime die ahselun, $s file gelîche gescaffen./ fon den rechent sich $s zwêne arme gelîch./ den stênt an deme ente | |
| an deme beine stânt die waden:/ sô sich daz bein recche $s daz iz niene stêt sam ein stecche./ /Under der | |
| die junger du./ nu tuͤ mir, herre, ouch also/ unt rek mir helflichen din hant/ unt tuͤ mir din helfe bechant./ | |
| gebôt./ er wart an daz chriuce gestrackt/ unt also pitterlich gerackt/ daz man siniu lid gar/ het wol gezalt sunderbar./ ez | |
| an dich immer mer.’/ si spoten sein manigen ende,/ si rakten gegen im die hende,/ vaste si sich rachen;/ si chnieten | |
| Ez was an der vinstern nacht./ Do quam in|gein in geraht/ Ein ritter snelliche,/ Hubisch vnd riche;/ Dolon was er genant./ | |
| troylo zv leide./ Diomedes mit sulcher macht/ Quam vf troylu1n geracht,/ Daz er in vf die erde1n stach/ Vn2de begreif daz | |
| ros nam./ Troylus versuchte sine macht:/ Vf diomede1n quam er geracht/ Also zornic als ein bere./ Vo1n dem orse mit dem | |
| gerite1n,/ Daz er versuchte sine macht./ Als er zv quam geraht,/ Hector enphinc de1n iungelinc:/ An sime houbet er ane=vinc/ Vn2de | |
| ros er mit den sporn nam/ V3nde quam vf in geraht./ Sin ros was verdacht/ Mit einer kouerture./ Glich eime vure/ | |
| geistleich,/ Und lonet in geleiche/ Vil gar jamerleiche,/ So sy rechent den fues/ Und leip und sel sich schaiden mues/ Mit | |
| blos/ Der chinde mit hore bedechen/ Und yr chleines gebeine rechen/ Und nach seinem willen schaffen,/ Wil er gros oder chlein | |
| wilden mer/ An helff und an wer./ Der arm ellende/ Raicht zu Got sein hende./ Er sprach ’laß dich erparmen,/ Got | |
| di ritter ger:/ Yeglicher hette hundert sper/ Fur das gezelt gerecket,/ Sein panyr da pey gestecket:/ Das waren tausent scheffe./ Ros | |
| leben.’/ hie gienc ein venster durch die want:/ dâ durch rahter die hant/ und leit im ûf ein bret ein brôt:/ | |
| nefristen/ dâ si sînen willen westen./ in dehainen enden./ des racten si alle ir hende/ unt lobeten, swaz sô er si | |
| in vor dem tische/ nider solte strechen,/ mit den staben rechen,/ ê man in dô nider braite,/ dô saget er, waz | |
| gelîch/ als nû bî unsern zîten ein lîch/ gerêwet und gerecket,/ diu lîhte unsuoze smecket./ die liute verhabent ir nasen dâ/ | |
| Guoter rede geschach dâ vil,/ der ich ensol noch enwil/ recken alle besunder./ mac ich der besten drunder/ etelîche geschrîben,/ ich | |
| die heiligen die in den kirchen rasten’ - und $t recket sin hant zu der kirchen wert -, ‘ich wil dir | |
| die schand nymer.’ Er ging zu eim fenster wert und rackt die hant gein eyner kirchen die er sah, und sprach | |
| all die heiligen die in der capellen sint!’ – und rackt sin hant darwert gein der capellen – ‘thút ir mich | |
| sturb yczunt. Da leit der einsiedel @@s@sin hende zuhauff und reckte sie zu hymmel und sprach: ‘Vater von hymelrich, gelobet mústu | |
| fur und kert yn zu. Die trachen stunden uff und regten sich und spinnen sich als einen bogen und schußen off | |
| geerte,/ swer daz rechte gesmekit,/ da dv iobis scrift has gereckit,/ ich weniz jemer were uerborgen/ biz an den jungistin morgen,/ | |
| quot:/ hoc est preceptum meum,/ minnet ein ander alsih tun./ daz recket sanctus gregorius allir beste./ er sprichet, daz allir guter werche este/ | |
| niͤman deit im zů/ sine lifliche ougen!/ //Wande he is gerecket,/ jemerlich getrecket./ owi, wat wir dougen!/ //Mins liͤven not/ si | |
| geleid, schön leidesterre!/ //Din milde hant al zit zů in recke,/ diͤ tragen ind diͤ muͤden trecke,/ diͤ slafrige juncvroun guͤtlich | |
| dir enwar!/ //Darümbe wers du al ane strit/ zů god gerecket alle zit,/ de vint enwan gein ursachen,/ dat he dich | |
| gesehen, das si bekennen, wie ich si erwelt habe.» Do reckete únser herre sine hant und gab in sinen segen und | |
| leyde slinger werpt so wyde,/ wair ich vlien, ich wairde geracht.’/ doe sprach zy: ‘sitz hier by mynre zyde/ und sich | |
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