Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwic Adj. (59 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mich tôtit er der zit?/ Ich weiz wol daz ir ruwic sit/ Míns leidis: daz ist mir leit/ Und zwíualdit mín | |
| gemischt mit andern dingen. die aigenchait sint all an ainer rewigen bekêrten sêl, die geleich selber ain weiser mensch! /Daz löbleich | |
| Christi, der dâ spricht durch des weissagen munt: ‘ir sült rewig sein in ewern ruokämerleinne,’ und spricht in dem êwangeli: ‘wenn | |
| ware schrift da seit,/ wen her mit siner wisheit/ di ruwige sele irluchtet,/ daz si an siner genade irvuchtet/ und lezet | |
| vierzic, die er hât verlorn, sô blîbet er ungetrôst und riuwic. Wie möhte der getrœstet sîn und âne leit, der sich | |
| betrüeben noch leidic gemachen, als wênic möhte den menschen iht riuwic oder leidic gemachen. Und dar umbe: daz unser herre sprichet: | |
| an den meie kum ich dare.#.’/ /Pylose wart do/ beide ruwich unde vro:/ Vro daz er vorkos,/ und dar umbe vroͮweden los,/ | |
| vliesen $s sô wir uns mit sunden bewellen./ / die riuwigen zahire $s gebent uns die touffe widere,/ daz si daz | |
| liezzenne, des phlig ich mich.’/ /Judas sprach duo $s mit riuwigem muote:/ /‘Waz mege wir dâ widere? $s uns ist geskehen | |
| arme dan,/ Daz ich selbe werde min?/ Die rede mag rvwic sin./ Wie ist mir armer sus?/ Weste ich, wa frauwe | |
| iz sich waschen/ Mit lougen riber aschen/ (Daz ist die ruwige bicht),/ Sin wandel enwerde licht./ Ein wiz tuch vellet in | |
| ensulle wir nicht vorharten/ Und sullen zu den ewarten/ Vil ruwiges herzen loufen/ Und den innern menschen toufen/ Mit ruwiger bichte | |
| Vil ruwiges herzen loufen/ Und den innern menschen toufen/ Mit ruwiger bichte tropfen,/ Die zu Gotes gnade clopfen/ Und den nie | |
| und ane koln:/ Daz wir den geist betruben/ [37#’r#’b] Und ruwic jamer uben/ Und unse sunde Gote clagen/ Und geduldige gedult | |
| spricht: ‘irbarme dich!/ Mit ysope mich besprenge/ Daz min herze ruwic brenge,/ Daz iz von trenen uber vlize,/ Daz iz den | |
| twach mich anderweide.’/ Daz spricht: vorlich mir beide,/ So du ruwic mich irvreisches,/ Lutterunge mines vleisches/ Von dem alden ubertrite/ Da | |
| sene./ Daz spricht sus: dine trene/ Mit bitterlichen smerzen/ Dines ruwigen herzen/ Endarftu nicht lazen,/ Wiltu dich sunden mazen,/ Und kus | |
| also gemeinet:/ Swelch mensche sich unreinet/ Mit houbethaften sunden/ Und ruwic wirt des vunden/ Und buzet daz getane,/ Der wirt glich | |
| mit irn herlichen gebeten/ Kegen irn schepfere vortreten/ Und die ruwigen entbinden,/ Daz sie dort gnade vinden?/ __Ouch werden die mein | |
| selben vor uns gab/ Vrikur an des vronen cruces stab,/ Ruwic vor unse ruwe./ [127#’v#’a] Die sechte tugent #s+truwe#s-/ Den edelen | |
| maniger wis vorwirken#s-/ #s+Sich;#s- waz touk der genant?/ #s+Der wirdet#s- ruwic #s+gesant#s-/ #s+In daz brinnende pech,#s-/ Daz als ein gluende sech/ | |
| kêren./ //Dô man den wirt begruop, dô schiet/ sich diu riuwige diet./ leien unde pfaffen/ die vuoren ir dinc schaffen:/ diu | |
| undervienc,/ daz iuwer ende niht ergienc,/ des wil ich iemer riuwec sîn:/ wan diu schult ist älliu mîn;/ wan daz ichz | |
| sîn lant/ hete verlorn und sîn wîp./ des wart sô riuwec sîn lîp,/ von jâmer wart im alsô wê,/ daz er | |
| ist war, liebe frauw, das ich wol mag heißen die Ruwig Koniginn.’ $t Dannen von, das sie irselber dißen namen gab, | |
| und wurden wunt da ich bestanden wart. Anderhalb bin ich ruwig das ich zu mym tag nicht bezitt enkomen mag zu | |
| uch aber ere das ir mit schanden lebet, ir geent ruwig und unfro und wißent selb nit wie ir lebent, das | |
| daz ih je uerwarf/ dine helfe heiliger man,/ des wir ruwiger uor dih stan./ dv hast dine gnedicheit/ vbir mennischen armicheit/ | |
| liͤfsten $’t lest gescheit./ engein herze niͤt $’n versteit/ dins r#;iugen herzen bittercheit./ //Wan gif uns self bit dinem munde/ dines | |
| tage hundert venien und zwoͤlf disciplinen und vil trehnen mit rúwigem herzen us reinen oͮgen gebe, das solte min bůsse sin | |
| mensche die wile keiner gůter dingen rehte kan gebruchen. Die rúwige trehne sint also helig: moͤhte ein grosser súnder einen rúwigen | |
| rúwige trehne sint also helig: moͤhte ein grosser súnder einen rúwigen trehen umb alle sine súnde weinen, er keme niemer zů | |
| sîn/ gît im ze himel liehten schîn,/ und ouch sîn riwic pîhte./ der valsch was an im sîhte./ ___In sînen helm, | |
| sân/ unt zal der massenîe./ des fürsten jâmers drîe/ was riwic an daz quater komn:/ die vierden flust het er genomn./ | |
| zageheit noch manlîch list/ füegentz anders niht wan sô,/ hiute riwec, morgen vrô./ ez ist iu lîhte unbekant:/ gar âventiure ist | |
| in minen tagen/ han vordient, als ich muz clagen/ in ruwigez herzen lere./ lob, werdekeit unde ere/ sal dir alleine sin | |
| in zu clostere quam,/ da munchten sie sich beide./ in ruwiger leide/ umb die alden missetrite/ bleib vil tugenthaft ir site,/ | |
| brust und sin houbet./ mit leide was er betoubet/ in ruwigem smerzen./ der burne sines herzen/ also ho uf erdoz,/ daz | |
| begeinet was./ so vil si des zu samne las/ in ruwiges herzen lere,/ daz si unmazen sere/ ersufzte in rechter swere./ | |
| antwurten muͤzzent? Nu chomen gemainlichen fuͤr den almæchtigen got mit riwigem hertzen, mit unsern zæhern die von riwigem hertzen gen, und | |
| almæchtigen got mit riwigem hertzen, mit unsern zæhern die von riwigem hertzen gen, und suchen sein genad, daz er genædichlich alles | |
| mit der uͤberhur und mit der manslecht, dem gabe er riwiges hertz und erreinigt in von allen schulden. in haizzet der | |
| Verlivsest dv, herre, dinen lip,/ so mvz ich sin ein ruͤwic wip/ Vnd vmberaten immer mer./ mir tvt min herze vil | |
| mit leides laste/ beladen, daz sol da von zergan,/ wanne riwig herze daz sol han/ zu allen ziten gůten win./ da | |
| ist der gewalt/ ze verlazen die sunde manichfalt,/ der die riwegen Marien troste,/ dor sie von den siben tiufelen loiste./ | |
| wirt, du lâ dîn sorgen sîn,/ wâfen!/ joch muoz ein riuwig herze trœsten wîn./ //Swaz dû uns gîst, daz wurze uns | |
| Antlaz aller iwer ſunden, vriſtmal iwerſ lebeneſ, bezzerunge iwer werche, riwigiz herze, ſtaticheit gvͦtiſ lebeneſ rvͦch iv ze verlihen $t mit | |
| uiant verre widerſtên ſchulin unde ſchulin unſich got nâhen mit riwigem herzin, mit allir ſlahte gůte. Dannin hat geſchriben $.s$. Paulus: | |
| ân mit iwern zahern, daz er unſ ruche ze gebin riwigiz herzi unde unſ uon ſineme grozzin gewalte alle unſir ſunte | |
| zwene gewalte uerlihen, daz wir die ſundigen binten unde die riwegen zerloſen. Von diu, min uil lieben, wan ir mineſ trohtineſ | |
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