Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rœseleht Adj. (38 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die man ie beschouwen/ dorfte ûf erden oder gesehen./ ir rœselechter wangen brehen/ gap dem rôsen widerglast./ Kâedîn, des landes gast,/ | |
| springen und mit tantzen./ Man sach da schone schwantzen/ Manigen rosolatten mund./ Das was maniger freuden fund./ Mit trincken und mit | |
| das?’/ Er sprach ’auff erden nie nicht paß:/ Dann ewr rosenlötter munt,/ Der ist schoner tausent stundt.’/ Das gewelbe was ze$~massen | |
| neinâ, rôter munt, sô lache mir durch dîne güete/ lachelîche, rœselehte: wes bedörfte ich mê?/ //Minnenclîch gedinge fröit mich mange stunde,/ | |
| ouge erkôs die süezen, dô wart mir ein lieplîch grüezen, rœseleht ein rôter gruoz./ dô dâht ich ‘diu ougen müezen/ dir | |
| der sô suoze $s fröite mir daz sende herze mîn./ rœselehter rôter munt,/ nu scheit den strît $s und hilf enzît, | |
| und der künc, dar zuo ir triutelehter lôser lîp./ //Owê rœselehter gruoz, wie du lachest, $s sô du herzeliebe lachen wilt; | |
| gerœter munt, ir liehten ougen, ir kel, ir kinne, ir rœselehtiu wangen/ diu hânt daz sende herze mîn betwungen./ dô sie | |
| diner wirde ſchäpelin/ ſol blüemen unde flehten,/ daz er mit rœſelehten/ ſprüchen ez floriere,/ und allenthalben ʒiere/ mit violinen worten,/ ſo | |
| mahte wunt./ ouch maʒ er dicke sînen munt/ z’ir munde rœselehte,/ ob er im stüende rehte/ und alsô minneclîche als ir./ | |
| iz der ruten gelich an den bleter, di blumen wiz rosenlecht var. Si ist gůt getrunken mit wine den riteschin e | |
| pflegen/ mit ir der aller liepsten stunnd,/ und sie mit roseletem munnd/ in trulich wurd an lachen/ und sy mit solichen | |
| dú sú iez besessen hein in got, also bezeichent der roͤselohte ring menigvaltikeit dez lidens, daz die lieben gotesfrúnde muͤssent tragen, | |
| da er waz, und si erkand in balde bi dem roͤselohten ringe, den er umb sin hobt hate. __In dem selben | |
| «ach zarter herr, weri min gestalt und min mund als roͤsloht als aller roter rosen schin, daz woͤlti din diener dir | |
| daz zit, daz er sin geischliches liep, die zarten gebluͤmten roͤselochten magd, gotes můter, dez ersten gemeindi mit sinen ersten blůmen. | |
| ufbrechender morgenrot, ob allen kreaturen, und gesegnet si der gebluͤmte roͤselochter anger dines schoͤnen antlútes, daz da gezieret ist mit dem | |
| und trurekeit mins hertzen und salb es mit den selben roͤselechten tropfen, daz es in aller trurekeit und widerwertikeit von dir | |
| in im habent aller gn#;vaden volheit, wie daz von den roͤselechten tropfen rotet, die da flussen von dem himelschen paradis, sinem | |
| da von gewund du an dinem hertzen unmessig hertzleid, o roͤslechter blům; dar nach mornent frů, do din kint von her | |
| da was gemeit sam ein pfiler einer schoͤnen mur, sin roͤselechten wangen, die da brunnen als die rosen, sint nů von | |
| butter blúte wengel rich/ dem kint bietten minneclich/ und mengen róselohten kuss./ hab fród mit in beden sus,/ betraht ir beder | |
| swas tugenthafter herren was,/ dú tatent liehtú ogen nas/ und róselohtú wengel blaich./ der bitterkait dú fród waich,/ dem ungemach daz | |
| boshait und an súnden./ so wol den roten múnden/ bi rosenlohten wangen,/ crus, goltvar loken langen/ bi wunnenclichen ogen:/ Got wil | |
| die zungen streken/ sol, biegen oder vehten,/ das ich die roselehten/ den selden richen mache kunt,/ mich dunket des ze der | |
| muglich und billich./ __Ich enwais ob ich gesagen dar/ wie róseloht, wie gilien var,/ wa rain rot, wa rain wis/ si | |
| Gottes dirnen/ so wunneclich zierte,/ wie zuhteclich smierte/ der rot roͤseleht munt,/ so lacheclich ir wol kunt/ mit súesser rede machen./ | |
| schain/ und stůnt enzwúschent eben sleht/ zwen húfeln, die wan roseleht./ dú ogen luter und clar/ wand viol und karwunkel var/ | |
| bot./ si duht billich und reht/ daz si dú wengel roselleht/ och nider zů den fúessen bug,/ ob der munt von | |
| muot, ein furste one scham?/ Waz sol ein munt so röselecht, $s dar ynn ein falsche zunge,/ die got auch nit | |
| mit ir willen frô,/ Daz fröit ûf vons herzen grunt./ rœselehter munt,/ tuo mih noh von sorgen erlôst!/ an ir willen | |
| wîblich zuht?/ Wer kan trûren baz verswachen/ danne ir zartez, rœselehtez lachen?/ wer tuot senden man von sorge erlôst,/ wan ir | |
| in liebe erlache/ $p ir munt so rôt./ //Solt ir rœselehtir munt/ und ir minneklichez grüezzen/ lachelîchen meinen mich,/ Sô vunt | |
| dir hân,/ daz dîn zarter lîp/ zerfliezze, sælde mîn./ //Hey, rôselechter munt,/ wanne wilt erfrischen mich?/ Mirst elliu fröid unkunt,/ sol | |
| ich verlus/ von dem houbt untz ûf den fuoz./ //Neinâ, rœselechter munt,/ nicht verzag an mir, tuo mich gesunt,/ sô wirt | |
| kindes spil./ Der Nîfer lobt die frowen sîn/ und ir rœselehtez mündelîn,/ so singent alle ir tugende schrîn./ //Da hânt si | |
| magdlich sit/ mit jamer in irs hertzen grunt:/ durch ir roselohten munt/ die suͤftz ergiengen timmer./ si sprach: ‘ey tot, du | |
| trahen haiz gesaltzen,/ die man uz augen waltzen/ sah uͤber roͤselohtiu vel:/ manic liehtiu varwe hel/ wart vor jamer missevar;/ do |