Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rüefen stN. (17 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| diu hûsfrou sîn/ und sach den jæmerlîchen val/ und daz rüefen âne zal./ dô wart si stênt stille./ daz selb was | |
| mer,/ dô si erhôrten daz starc her/ rüefen jæmerlîchen./ ir rüefen kund niht gelîchen,/ daz si tâten gemein./ ez möht erbarmen | |
| iu daz sagen kan./ dô Davit erhôrt disen schal,/ daz rüefen allez über al,/ dô wolt er ûf der vert heim./ | |
| meiner trewe!’/ Do gie zu fraw Rewe/ Und horte das rueffen./ Sy fraget was sy schueffen/ Und das man ir sagte/ | |
| prinnen als ein fewr,/ Mir wart die red tewer,/ Mit rueffen ich mich gar zeprach./ Wie oft mir vil we geschach/ | |
| leicht ubersach,/ Vil oft ich zornikleichen sprach/ Das er sein ruefen lies sein./ Das vergib mir, suesser herre mein!’/ __Sus getane | |
| eine:/ Pilatus hôrte di gemeine,/ der juden ludem und ir rûfen,/ ûz gînc er und wolde verstûfen,/ dar zû stillen iren | |
| dû hin disen man/ und lâz uns ledic Barraban.»/ daz rûfen si dâ tâten/ durch der vursten râten/ (als uns di | |
| bewêrt sand Augustin:/ Christ mit grôzer stimme sîn/ tet daz rûfen, als ich weiz,/ zû der zît der vurhanc reiz./ aber | |
| diz:/ hî geschach der selbe riz,/ ê daz Christ daz rûfen tet./ doch di rede nicht bestêt,/ wan in vorsatz wîse | |
| daz êrste, dô der geist gebrochen/ von Jesu was mit rûfen grôz,/ daz ander, als er in kôs/ wesen einen gerechten | |
| ir herzen minne allein ze mir keren. Aber daz ellend ruͤffen, daz du hortest, daz ist, daz min toͮd hie an | |
| so solt du enkein gesůch vroͤmdes trostes haben. Din ellendes ruͤffen sol uf sehen zů dem himelschen vatter mit einem verzihenne | |
| troste gelazen! __II. Du hattest ze dinem vatter ein ellendes ruͤffen, __III. Dines willen mit dem sinen ein ganzes vereinen; __IV. | |
| und nement Gotz und sins liebsten willen war und des ruͤffendes mit welicheme úch Got geruͤffet habe, daz ir dem volgent; | |
| wider brechte in sich. Und alles ist dis ein luter ruͤffen zů unserm beginne. ___Ein meister sprach: ‘alles das Got ie | |
| alleine súllen sin warten und im allein leben. ___Kinder, disem ruͤffen súllen wir volgen mit allen trúwen und andacht. ___Lieben kinder, |