Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
bekantnisse, bekentnisse stFN. (102 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die drei kreft der sêl die behaltent den schatz aller bekantnüss. Diu êrst wirt swanger, wenne si zuo gevæht diu pild | |
| schol in uns gesellet sein vernunft und begir und gotes bekantnüss und unser selbes. Aristotiles spricht: ain iegleich tier, daz ainen | |
| blôz bekennent, die bekennent ouch mit im die crêatûre; wan bekantnisse ist ein lieht der sêle, und alle menschen begernt von | |
| ein lieht der sêle, und alle menschen begernt von natûre bekantnisse, wan joch bœser dinge bekantnisse ist guot. Nû sprechent die | |
| alle menschen begernt von natûre bekantnisse, wan joch bœser dinge bekantnisse ist guot. Nû sprechent die meister, daz, sô man bekennet | |
| gar gelouplich, daz bluome und kerne der sælicheit lige in bekantnisse, dâ der geist bekennet, daz er got bekennet; wan, daz | |
| ûf daz der mensche dar nâch kome ze einer grôzen bekantnisse sîner minne und umbe daz sîn minne und sîn danknæmicheit | |
| wann von dem selbenn das si künftig sind in meiner bekantnüsse, werdent si fürsichtigklichen enpfangen unnd verfarent weschaidenlich an schwäre groß | |
| von siechtum oder von übelm rate der ärtzt. Von der wekantnüß der essenn Der essenn sind ettlich klain speis, ettlich groß | |
| du ain michel tail geschriben von diser materi. Von der wekantnüß der wasser Du sollt wissenn das die wasser nütz sind | |
| von dem mere. Hie von han ich gemachet ain offenbar wekantnüsse. Noch mer solltu wissen das die wasser sind rinnger, pesser | |
| allso tzimt dir auch daz er sei treu unnd getreuer wekantnüsß in deinenn willen. Ain rat von den potenn Du sollt | |
| sachenn ist aineu, die dir getzimt ze wissenn, das ist bekanntnüsse, die vorschet unnd bekennet dein sele durch das edel zaichenn, | |
| Got wil weichen/ Die hertzen die versteint sint/ Und an bekantnisse blint./ Ez schribt sant Jeronimus,/ Der vant sie geschriben sus/ | |
| nieman anders ist gemain./ Hylarius betzewgt mir das:/ In kain bekantnüss nie gesaz/ Diser grunt und das gepeu./ Wer irret da, | |
| das durkift./ Es malent maler und die geschrift,/ Das kain bekantnüzz nie umbslos./ Ist das nicht ain wunder gros?/ Es sitzt | |
| haizzet der vernuͤnftig $t lauf, daruͤmb, daz er dem vernunftigen bekantnuͤsse der klainen werlt geleich ist. Die klain werlt ist der | |
| seinen gotlichen gewalt, so haizzet daz bekennen daz vernuͤnftig $t bekantnuͤsse, davon, daz ez von dem werk get an die sache | |
| er der vernunftig $t lauf. Ez ist auch ain ander bekantnuͤsse in dem menschen, daz get von dem schepfer an die | |
| die creatur und beleibt da. Und daz haizzet daz unvernunftig bekantnusse, daruͤmb, daz ez auz got růr und sitzt. Und dem | |
| allen vrowen!/ //Erl#;iucht min herz an allen sinnen,/ dat ich bekentnis müg gewinnen,/ wes din geist vuͤld bit dim lichamen,/ dů | |
| deit./ //De uns heren wort wilt verstan,/ he mach daran bekentnis entfan,/ dat Petrus bit siner einveldcheide/ gewan $’n schatz der | |
| ich besiͤn ind pruͤven dich,/ dat in zwein so groʒ bekentnis quam,/ dů ir ein din gruͤʒ vernam./ //Wal si, dat | |
| van allen dingen wande/ ind den liͤven alein bekande./ //Sin bekentnis is so suͤʒe,/ engein dinc mir der suͤʒcheit buͤʒe./ so | |
| Die sele widerlobet got an sehs dingen <N>XXI</N>. Von der bekantnússe und gebruchunge <N>XXII</N>. Von Sante Marien botschaft und wie ein | |
| in die armen, dúrren sele ze allen ziten mit núwer bekantnússe und an núwer beschowunge und an sunderlicher gebruchunge der núwer | |
| ein verzihunge miner gewalt, min hoͤhste sicherheit! <KAP><N>XXI</N>. Von der bekantnisse und von der gebruchunge</KAP> Minne ane bekantnisse dunket die wisen | |
| <KAP><N>XXI</N>. Von der bekantnisse und von der gebruchunge</KAP> Minne ane bekantnisse dunket die wisen sele ein vinsternisse, bekantnisse ane gebruchunge dunket | |
| gebruchunge</KAP> Minne ane bekantnisse dunket die wisen sele ein vinsternisse, bekantnisse ane gebruchunge dunket si ein hellepin, gebruchunge ane mort kan | |
| suͤsse stimme hoͤrt si da von den vogeln der heiligen bekantnússe. Noch kam der jungeling nút. Nu sendet si botten us, | |
| springe ich in die minne, von der minne in die bekantnisse, von der bekantnisse in die gebruchunge, von der gebruchunge úber | |
| die minne, von der minne in die bekantnisse, von der bekantnisse in die gebruchunge, von der gebruchunge úber alle moͤnschliche sinne. | |
| sele betútet gottes vriheit in aht dingen <N>XIX</N>. Wie die bekantnisse und dú sele sprechent zesamene und sprechent, das si drivaltig | |
| und sprechent, das si drivaltig si. Von drin himeln. Die bekantnisse sprichet allererste <N>XX</N>. Wie swester Hildegunt ist gezieret in himmelriche | |
| genuͤgekeit uf das hoͤhste und die grossen zuht in der bekantnisse, die gebruchunge mit der abebre<FOLIO>(18#’r)</FOLIO>chunge $t nach der maht der | |
| ie langer ich in dir můs sweben. <KAP><N>XIX</N>. Wie dú bekantnisse und dú sele sprechent zesamne und wie si sprichet, das | |
| si sprichet, das si drivaltig si. Von drien himmelen</KAP> Die bekantnisse sprichet allererst: «O minnendú sele, ich sach dich an, du | |
| stast gezieret vor dinem herren, wielich ist din ere?» «Vroͮwe bekantnisse, ir sint wiser denne ich si, warumbe vragent ir mich?» | |
| allen dingen, ir sint min vroͮwe und min kúneginne.» «Vroͮwe bekantnisse, ich bin edel #.[geborn und vri#.], ich můs nit ungeerot | |
| der unsprechlicher heimlicheit, die zwúschent gotte und úch lit?» «Vroͮwe bekantnisse, das tůn ich nit. Die brúte muͤssent alles nit sagen, | |
| si von můtwillen gedaht und in valscher helikeit vúrbraht.» «Vroͮwe bekantnisse, man vindet also geschriben, das Sant Paulus wart gefuͤret in | |
| waren gottes lieben. Si verblendent úns oͮch dú oͮgen der heligen bekantnisse und leitent úns verblendet in die siben hoͮbtsúnde. War gat | |
| irdenschen gewalt, also das er hette in volkomner minne ware bekantnisse und helige sinne, und das er gebieten mohte allen irdenschen | |
| den sol ein sunderlich strale schinen in das oͮge ir bekantnisse von dem liehte.» Do vragete dú sele mit grosser undertenekeit | |
| vinsternisse, $t do gab in got in dem schulenne ware bekantnisse. O, wie enge ist da der weg zů dem himmelriche! | |
| creature so edele, die si moͤge hindern. Dis hat dú bekantnisse us dem ewigen bůche geschriben: Das golt wirt dikke mit | |
| enpfallen in das grundelose tal.» Hie zů antwúrt dú helige bekantnisse, das úns got gegeben hat drierleige gabe an der waren | |
| in grosser ere. Ich sach mit waren <FOLIO>(56#’r)</FOLIO> oͮgen miner bekantnisse in suͤsser wunne sunder arbeit einen stein, der was gelich | |
| wol, wenne wir wellen gan in die blůmen der heligen bekantnisse, und ich bitte in vil gerne, das er mir ufscliesse | |
| <FOLIO>(61#’v)</FOLIO> und lip in so grosse vinsternisse, das ich die bekantnisse verlor und das lieht, und umb gottes heimlicheit wiste ich | |
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