Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schantlich Adj. (68 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| gerichte,/ wur in an wareit vil rechte./ iz stet dir schentlichen,/ sprichistu daz lugenin gliche./ en machtu nicht irvaren di wareit,/ | |
| mere schamen sol/ dan iz im hochvart mache,/ ein so schandick sache/ die zu gedenken ist ungeneme/ und zu reden wider | |
| slet in der meiste/ Mit sines mundes geiste,/ Daz her schentlichen vortirbet/ Und eins gaen todes stirbet/ Und sich beunreinet als | |
| czu ſtreuwet wite./ #s+Her vurt ir phaffen,#s- ſet wunder an,/ Schentlich unde #s+unerlich#s- dan./ Gevangen myt den andern/ In das gevengnis | |
| in din hertze schrib an:/ Nakt ist er gestanden/ In schentlichen banden,/ Sin hůt durch geselt und geslagen:/ Sele min, daz soltu | |
| laide wolte stôren/ und elliu rômiskiu rîche./ er muose selbe scantlîche/ leben iemer mêre,/ er newolte sich von der trugehait kêren./ | |
| liste:/ wirt er uberwunden,/ er muoz an den stunden/ resterben scantlîche,/ ich zerstôre elliu rômiskiu rîche’./ $sDiu chunigîn hiez îlen/ ir | |
| und iz di haiden an uns versuochent,/ si nemegen uns scentlîche entrinnen,/ ir nechumet niemer nehainer hinnen./ und chôme engegen uns | |
| $s‘Nû sich, wie dâ gescriben stêt:/ iwer wurste Kôrêp,/ wie scentlîche er den ende genam,/ mit im manich tûsent man’./ $sDô | |
| gote wol uberwant./ der Hûne wart vil reslagen,/ si muosen scentlîche wider varn./ $sDer chunich vuor dô ze Rôme./ der bâbes | |
| iuwer lant/ und ir si dô dâ zehant/ durch die schantlichen schande/ niht tribent von iuwerm lande,/ wan si daʒ grôʒe | |
| wann eyns koniges kint enterbet mocht lieber dot syn dann schentlich leben.’ //‘Eya lieber herre, durch gottes gnade’, sprach Phariens, ‘des | |
| sin umb eins mannes dot, den ich mit verretery und schentlich töte, und mynselbes sele ummer darumb in der helle múst | |
| beßer were das er mit eren dott verliebe dann er schentlich begúnd zu leben. Er warff das roß wiedder umb und | |
| dort nyeden dot weren beliben dann sie ein ritter so schentlich gejagt hett. Zuhant da im die jungfrauw den schilt umb | |
| da enmochten die andern nit geweren und begunden das felt schentlich zu rumen. Diß sah Galahot, und můt yn ußermaßen sere; | |
| zu allererst $t were der ritter sy den ich so schentlich verlorn han; er ist ein der best ritter der nu | |
| als gut ritter als er were nymer synen lip als schentlich verlúre da er were und im gehelffen $t möcht; und | |
| darinn kement, wann unser herre got den man beschirmet vor schentlichem tode, so dúncket mich das er yn minnet und das | |
| mit eren, das mag dir lieber sin dann ob du schantlichen lebest!’ ‘So helff mir got’, sprach er, ‘ir hant mir | |
| herren Gawan, den sie so schedlich verlorn hetten und so schentlich, das er gedacht, weren im vierczig ritter zu komen, er | |
| du werdeſt von dinen ſúnden an der ſtete geſchendet? Wie ſchentlich dine ſúnden ſint, heſtu [72#’v] ſi gebihtet vnde mit ruwen | |
| mit aller ir schulde nakent fúr in gan. Owe, wie schentlich werdent si von im enphangen! Er gruͤsset si grúwelich und | |
| sie ez sagten;/ Dez kindes gesinde sie jagten/ Gein Mynnenburg schentlich gar./ __Dez byspels sol der nemen war/ In hertzen und | |
| goten/ nicht sin opfer brechte,/ er muste an leider echte/ schentlichen tot erkiesen/ und sinen lib verliesen./ Johannem, den erwelten gotes,/ | |
| von dem gelouben gotes/ und von der liebe sines gebotes/ schentlich abtrunnec were/ und durch die selben mere/ solde er billich | |
| trvch; der tot deſ galgen waʒ bi den ʒiten alſo ſchantliche, daʒ man chein Romær bi den ʒiten getorſt getoten deſ | |
| tiufels schar sein. wir schuͤln uns huͤten vor soͤlicher urchuͤnt schantlicher wort, muͤzziger wort, wan aller der muͤzzigen wort die wir | |
| und der in daz ewig heil pot, dem erbuten si schæntlicheu wort und scheltwort. von den gie unser herre und chom | |
| chruͤtz sahen die augen die schande und laster und die schæntlichen witz, si enstunden auch die vinster des todes; die oren | |
| enstunden auch die vinster des todes; die oren horten die schæntlichen itewizen, der munt der tranch ezzich und gallen, die hente | |
| an dem jungisten urteil den verteilten juden zaig wie mit schæntlicher marter si in toten, daz er auch den christen zaige | |
| sehet, ir verworchten, wie ir mich an disem chruͤtze vil schæntlich als einen schachær under andern schachærn ertoͤtet, do ich durch | |
| auch diu neun zungen: alle diu weil der arm mensch schæntlicheu wort und unnuͤtziu red nicht læt, so ret er die | |
| sich daz er nach dem tode, da in die verworchten schæntlich zů brachten, in der ewigen magenchreft, aller der werlt herre | |
| daz dritte ist: swer sinen bruder mit scheltworten und mit schæntlichen worten offenlichen vor den læuten schiltet und in tump oder | |
| unser herre die sæligen ze sinen genaden enphacht, daz ist schæntlich, so er spricht: ‘vart, ir verfluchten, in daz ewig fiur | |
| hat so taugenlich suͤnt getan, swie groz si ist, swie schæntlich si ist, si sei des selben tages offen aller der | |
| we wart,/ daz si ie geboren wurden:/ si muzen alle scantlichen ersterben.’/ Do erfulte Genelun sinen rat,/ der unter dem pinboume | |
| barn./ der chunc uerlos sinen zesewen arm;/ er floch uil scantliche/ in sinem aigen riche/ mit uil ummanigem manne,/ idoch lebet | |
| ‘nu helue dir Teruagant,/ want du an in gihest!/ wi scantliche du geligest!/ din boser geselle/ brenget dich hiute zu der | |
| von dem lande sâ,/ ob er niht wolte ersterben/ und schäntlîche verderben./ nû hâter einen râtgeben,/ der was im allez sîn | |
| in bereit/ von ir schulden grôziu nôt,/ wan sie den schantlîchen tôt/ mit ir rede gehiezen/ got, und des niht enliezen./ | |
| dîn zorn./ ich sol von schulden sîn verlorn/ und lîden schäntlîchen tôt,/ wan mîn unsælde mir gebôt,/ daz ich des missehüetet | |
| die kristen lât gesigen,/ sô müezet ir verderben/ und vil schäntlîcher sterben/ dan iemen ie verdurbe,/ der lesterlîche sturbe./ als ir | |
| lasterlîche/ Alexander wolde vâhen/ und ûf einen ast hân/ und scantlîche nemen in daz leben/ und wolde ouh sîn fleisc geben/ | |
| stat,/ alse der kuninc hîz und bat,/ er hîz si schentlîchen hân/ und sprah: ‘hôret alle mîne man:/ uher iteslîch hât | |
| also: «halt uf, halt uf, tů dir selb nit den schantlichen tod an! Sůch einen bredier!» Und namte im den diener | |
| und daz reht vertilgete. Dâ von gap er süntlîch unde schäntlîche sîn guot, dô nam ez der rihter als übel, dâ | |
| werchen vil herwez lôn, uon ubileme werche ubil #;owcher, uon ſchantlicher rîterſchefte ſchantlichiv corona. Div %<vͦre der ſuntin, alſo $.s$. Pauluſ | |
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