Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schëlten stV. (146 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| trew helt und ist gedultig mit allen weipleichen zühten. si schilt sich mit niemant, hœrt aber si oder siht ain unzuht | |
| tieren, en beiden.’/ Sulche richter mit leiden/ [9#’v#’b] Danyel alsus schildet:/ ‘Din aldir ist verwildet,/ Richter, wand du hast din zit/ | |
| zu banen/ Ein holz da her sich mite irstach,/ Daz in alles ysens gebrach/ In sinem urbreiten riche./ Sus castiget Got | |
| gnuoc liep,/ müeste ich sîn sêre engelten./ waz hilfet iuwer schelten?/ ir fluochet mir allez âne nôt./ daz iu der keiser | |
| liep,/ ir mugt in ze dicke heizen diep,/ âne schulde schelten unde slân,/ mac erz tuon, er sol iuch lân/ und | |
| bewarn,/ daz ich des iht engelte,/ man lobe mich oder schelte./ ich sol ir alsô heizen phlegen,/ wær ich fünf jâr | |
| îngênden meien./ phaffen unde leien/ freuten sich der hôchzît./ zorn, schelten unde strît/ daz was dâ verbannen/ beide wîben unde mannen./ | |
| daz hus ge,/ so engruͤzze in niht so schire/ dunen scheltest e wol viere,/ daz ez der gast vil wol vernem./ | |
| werdikeit/ danne uns allez ewer gut si./ daz man euch schildet da bî,/ daz muͤt uns vil sere.’/ ‘ir ratet mir | |
| seht sümlich von den schribern di sprachen in sich. dirr schiltet. vnd do ihesus gesehen het ir gedenchvnge er sprach. waz | |
| do raiz der fürst der priester siniv chleider sprechend. er schiltet got. waz bedürfen wir noch mer gezivgen. ir habt gehört | |
| si gedahten in irn herzen. waz redet dirr also. er schiltet got. wer mack di sünde vergeben dann alein got. do | |
| der zit tete;/ Hie recht, da gewalt,/ Dirre flehete, der schalt,/ Dirre gebot, der bat,/ Vnz sie die schif hette1n bestat./ | |
| ere,/ Swa sie hine kere."/ Doch hette die maget/ Mer gescholde1n vnd geclaget,/ Ob man ez ir hette gestat./ Ir mvter | |
| harte schone vare/ Also sere wart verstalt,/ Daz in helena schalt,/ Vn2de nam in mit der hant/ V3nde leitte in danne1n | |
| her./ Ayax satzte sich zv wer/ Vf der walstat./ Er schalt v1nn bat/ Sine, daz sie sich werte1n./ Do fluhe1n sine | |
| wolde1n alle vberein/ Achille1n hole mit gewalt./ Ir iegelich parisen schalt/ Durch die vntruwe:/ "Got wolle, daz ez in geruwe/ In | |
| miner wase1n, svn./ Des bin ich vngewon,/ Daz mich der schelde./ Wol her zv felde!/ Ich wil, als du wilt."/ Sie | |
| trage1n,/ Die hant dich leider geualt."/ Sie klagete vil vn2de schalt./ Idoch bat sie eneam,/ Daz er pollixena1n/ Neme an sine | |
| undirwisete/ Wor an sie Got prisete,/ Waz ouch an ir schulde,/ Daz sie des nicht entkulde./ «#s+Diz sprichet der allermeiste,#s-/ #s+Der | |
| dises liedes./ vile harte vorhte ih mir des,/ daz eteliche scelten:/ von den himelen rede wir selten./ //Ze duten ist uns | |
| ungeduld, von triegen,/ Von trakeit, von fluechen, von liegen,/ Von schelten, von trinchen, von uberessen,/ Hastu deines gepetz vergessen/ Oder glassen | |
| du habst petrogen,/ Wie ofte schedleichen gelogen,/ Wie ofte hastu gescholten/ Und guet mit ubel vergolten?/ Als ich von disem gesprochen | |
| im so gar wol gelten/ Das er mich nicht mag schelten./ Chan ich da mit ledich sein,/ So volle ich wol | |
| ass unm#;aer./ Solhen lon geit dew welt!/ Enruech wer dich schelt/ Ob du durich ruem nicht wellest geben!/ Gib den di | |
| Crist,/ Von dir mir angesiget ist!»/ Der die cristen vor schalt/ Und uber sy was worden pald,/ Des gewalt ist worden | |
| der welt spot/ Oder ob sy dew welte/ Lobe oder schelte./ Nu merche besunder/ Dicz gros wunder:/ Wie wol und wie | |
| prennen und rauben,/ Chirchen auf brechen,/ Stelen, slachen, stechen,/ Wuchern, schelten, liegen,/ Spoten, valschait, triegen,/ Hochvart, traueren, vrashait,/ Czorn, trachait, geittichait,/ | |
| und suech/ Wie wol das ist vergolten!/ Sy wirt nicht gescholten/ Darumb nymmermer,/ Sy galt es mit meiner ler./ Wirf ab | |
| nye/ Von der selen wart vergolten,/ Darumb sy hat genueg gescholten.’/ __Do sprach fraw Puesse zue:/ ‘Sy galt vil wol dieselben | |
| Erwalldung gepirt untreu; untreu gepirt schehenntzen. Schehenntzen gepirt schelltenn; von schelltenn chumpt väncknüsß; die verlaittet pis in die minnerung der Ee | |
| ächter worden,/ Deß musset ir en$~gelten.’ –/ ’Ey, lasset ewr schelten!’/ Sprach von Troye Jamodan/ ’Ich hab gar recht an im | |
| alle erlâst/ und niuwan haz ze den vrumen hâst./ dîn schelten ist ein prîsen/ wider alle die wîsen./ dune hetest diz | |
| kraft:/ ouch enwil ich niht engelten/ swaz ir mich muget schelten./ war umbe solt ir michs erlân?/ ir hât ez tiurerm | |
| sî sô dicke brechent/ diu dinc diu sî versprechent,/ dâ schiltet sî vil maneger mite:/ sô dunketz mich ein guot site./ | |
| sî sô sêre engalt,/ wand sî ir vluochet und sî schalt./ si gedâhte ‘waz hân ich getân!/ ich solde sî geniezen | |
| got sô gêrte/ daz er im solte gelten/ sîn ungevüegez schelten/ und sînen tägelîchen spot./ des lobete er got./ ouch sag | |
| swaz sî im joch hæten getân./ ichn sol kein rîter schelten:/ iedoch muoz er engelten/ sîner ungewizzenheit./ deiswâr, mac ich, ez | |
| ich entsitze ein getwerc/ harter dan iuwern grôzen lîp./ lât schelten ungezogeniu wîp:/ dien mugen niht gevehten./ und wil sîn unser | |
| vernomen,/ dô sprach der rîter mittem leun/ ‘waz touc diz schelten unde dreun,/ ode war an verschult ich daz?/ verdient ich | |
| lobe niht engalt./ sî muosen vaste gelten/ vür des tôdes schelten/ und vür die scheltære/ bœser geltære./ si entlihen bêde ûz | |
| $s lîden $s muoz diu reine dur ir minneclîchen lîp./ schelten $s gelten $s kan si kleine,/ sît ir weder man | |
| diz leben mac im füegen wol/ daz in kein biderber schelte./ swer guot für êre minnet,/ sîn guot ân êre gar | |
| understunden;/ des entuot diu liebe niht./ //Ich wil prîsen unde schelten an der lieben frouwen mîn/ einez des ich muoz engelten/ | |
| mîn/ einez des ich muoz engelten/ unde dulden jâmers pîn./ schilte ich daz mir kumber mêret,/ doch prîs ich des sî | |
| der vogel ungezalt/ dîn engalt/ und der walt;/ des dich schalt/ spruch der werlte manicvalt./ nûst dîn runs verswalt./ wol ûf, | |
| bî den ist beschehen,/ mit argem ende man si beide schildet./ mac guot urhap guot mittel hân,/ ist nâch den zwein | |
| er, wie/ als ob gerne von dannen wolden sie./ daz schilde ich mit nihte, wande in/ zu starc wâren die Sarrazîn./ | |
| ist swære alsam ein blî/ diu Kunst, die ich niht schilte,/ swaz ir von dir wont leides bî,/ vil schiere ich | |
| $s niht geniezen kan./ /Gernder man die cleinen $s gâbe schelte niht,/ die der milte biete,/ der vil grôzer miete $s | |
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