Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scherge swM. (30 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wellent. Pei dem tier verstên ich die geitigen amtläut, rihter, scherigen und ander abreizer, die nümmer vol werdent, unz in die | |
| mawren sold,/ Holcz slahen oder kalich prennen,/ Do must ir scherig rennen/ Und das folkch dar twingen;/ Dar zu musten sy | |
| der potestât/ und ist nieman bî im dâ/ wan sîne schergen, und iesâ,/ swenne der künic kumt gerant,/ sô wirt mîn | |
| zungen hin zu tal./ inredes ouch Kurvenal/ zu tôde zwêne schergen sluoc./ dâ was gesamentes bovels gnuoc,/ daz lief hin dan | |
| schalle:/ ’Der pulian soll alzehant/ Werden lebendig verprant.’/ Zehant di schergen giengen,/ Den pulian sy viengen./ Es nahent seinem ende./ Si | |
| trôste/ ze der vrouwen heimverte./ ir winchel er beherte./ die schergen vluhen von ir phlege,/ si burgen sich ab dem wege/ | |
| unz dû gereist./ ich hœre gerne waz dû seist.’/ den schergen hiez er schrîen;/ eigen unde frîen/ juden unde heiden/ hiez | |
| er stœren wolde,/ dô bat der alte vîent ê/ sîne schergen dannoch mê/ wîze bereiten,/ ir chomîn glüen und eiten/ und | |
| buße tror, in unsers herzen wende./ ab uns des todes scherge/ wil nemen sunder ruwe,/ so bis der sele ferge,/ sie | |
| der Karlot gekomen/ selp ze Napels in die stat./ ein scherge hôch ûf trat,/ daz man in hôrte dester baz,/ mit | |
| sîn erstorben.’/ dô er daz het geworben,/ zehant gie der scherge hin./ zwô scharlachkappen brâhte in/ von der stat ein burgære,/ | |
| dan die kêre./ als bald er von dan gereit,/ der scherge niht lenger beit,/ er tet im als den andern/ nû | |
| zehant diu kuniginne rach/ irn vater unde kunic Kuonrâten./ zwêne schergen ûf trâten,/ als man ze Napels het getân,/ si riefen: | |
| grôz oder kleine,/ zuo in in diu schef liefen./ vil schergen stuonden unde riefen:/ ‘ir sult si al ze tôde slahen/ | |
| nu jehts im niht ze schanden,/ daz er sich âne schergen hienc./ mit den fuozen er gevienc/ undr im des velses | |
| virlorn./ __ Der kúnig in sinim zorne do/ hiez sine schergin also/ das si die ewarten/ niht langir fúrbas sparten/ und | |
| wol gesagen. /Swâ ein gerihte ist, dâ sol sîn ein scherge oder mêr danne einer. Der sol gebieten vogtes dinc. Etwâ | |
| der rihter erlauben; unde wil er ze lange sprâchen, der scherge sol im gebieten, daz si wider für den rihter komen. | |
| kint allir manni ſûne dir hêriſte, ebinglich den engilin, ain ſcherige deſ heiligin Criſtiſ, ein vronir bote deſ gotiſ ſuniſ, ein | |
| sol chain richter noch amptman niemant pfentten noch noͤtten haizzen scherigen oder ander ir diener, ez sey dann ertailt und mit | |
| pracht. Wie man dem schergen fuͤrpewt. //[24] Swer hintz einem scheregen icht ze chlagen hat, dem sol der richter oder sein | |
| habent gelait fuͤr alliu guͤlt. [Schergenamt.] //[244] Und swer daz schergenampt inne hat, der sol dem richter chainen pfenning geben davon; | |
| mit den naechsten und mit den pesten, also daz der scherg vor gericht aufste und mit lauter stimm nenn 21, ân | |
| noch recht hab. //[274] Wir wellen und setzen, daz die schergen und vorsprechen chainer schidung gewaltig sein, und swaz si verschaident, | |
| wisen git man ahzehn hvͦnre vnde zwæi hvndert æier. //Der schierge ze Ardingen der git von sehs hovesteten siben schillinge. //Von | |
| man ahzehn mvtte habern vnde ain halben, der hat der scherge zwene mvtt habern. //Ampir ain hof der giltit vier mvtt | |
| div giltet siben mvtte rocken, zwæne mvtte gersten. //Von des schærgen ampet in dem selben dorf git man drizic scheffine frischinge. | |
| bedarf ze sime ampete. //In dem selben dorf hat der schierge ain lehn vnde ain wenigen acker. //Ze Rietenburc sint dri | |
| wolte hân./ der sich <des> wolte werjen,/ den ersluogen die scherjen,/ die daz gelt enpfiengen/ unt fur die fursten giengen/ mit | |
| den ir rât./ die sich des wellent werjen,/ die tievellîchen scherjen/ <die> benement in daz leben:/ sô mahten wir gerner geben/ |