Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scherpfen swV. (16 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sein aigen fäuhten und verleust die. wizz, öl wol geläutert scherpft minner und peizt denn kain ander erznei, wan tuot man | |
| man sein saf in diu ôrn trauft mit honig, daz scherpft daz gehœrn und rainigt die ôrn von iren unsauberkaiten und | |
| trucken, sam Platearius spricht. daz kraut rainigt daz haupt und scherpfet daz gesiht. Isidorus spricht, daz daz kraut der swalben kraut | |
| si den namen ze däutsch. wer si mæzicleichen nützet, dem scherpft si und sterkt im daz gesiht, aber ir übermâz ist | |
| in in wazzer wescht, sô klært er diu augen und scherpft daz gesiht. wenn man in in ainem gelben tuoch tregt, | |
| minnenzæm und hailt den tägleichen riten und die wazzersuht. er scherpft den sin und macht sicher und wolgespræch. /An dem stain | |
| daz er kraft gewint über daz eisen, und dar mit scherpft man wâpen und andreu dinch. ez ist auch ainer lai | |
| sie daz bedechten/ Daz sie menschen weren,/ Vordampnet vleisch vorberen/ Und guzzen nicht irs nesten blut;/ Ouch were in daz zur | |
| Geworchtt von maniger syden./ Sines hertzen schniden/ Von ir mine gescherppfett ward,/ Das schüff ir rotter mund so zartt./ Nach wone | |
| wort so tichten/ Daz sie iz den weichen lichten/ Und scherfens den vlinsharten,/ Swenne sie des nicht warten,/ Und des libes | |
| ʒuo ſin gemahele,/ dich hant der tugende ſtahele/ ſo wol geſcherphet an dem ſnite/ daz du der nature ſite/ verſchriete mit | |
| vîent wirt gevalt;/ und als daz swert itwedir sît/ ist gescherfit unde snît,/ sust dî gûtin werc gewêr/ beschirmen irin wirkêr/ | |
| klingen/ von swerten unde kolben swære,/ als dâ tûsent mâdære/ scherphent iriu segensîsen./ man sol si bêdenthalben prîsen,/ daz verdienten si | |
| gancz blebin ist, das schele bis an das gelit, vnde scherfe is sam eynen kil mit eyme messir an der sitin | |
| ane kerne, so nym eyn pfropris vnd boge is vnd scherfe beyde ende vnd stoz di beyde ende in den stam. | |
| mit dem scharphen scharsach eines heiligen flisses; den sol man scherphen und wetzen an die starke bibende verborgene urteil Gotz und | |
| gescherphet sin als ein scharph scharsach und sol gewetzet und gescherphet sin an die gros gerechtekeit Gotz, die enkein woͤrtelin noch |