Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schêtîs stM. (29 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| nu vernim/ durch dinen hochgelobten pris:/ ich pin ein armer shetis./ herre, mich hant die heiden/ von gůte gar gesheiden,/ minen | |
| sie ir triwe an im behielt/ der was der vræuden shetis./ __Willehalm, der vil hohen pris/ hete an rittershefte genomen,/ der | |
| gesaget./ da von mag din richer pris/ werden des prises tshetis./ da von solt du dich huͤten,/ daz uͤbel vil gerne | |
| han/ mines heiles berndes ris;/ nu han ich vil armer tsheitis/ verlorn gar mine reise./ nu můz ich des trostes weise/ | |
| markys./ ‘nu bedenke got sin selbes pris/ an mir armen tsheytise!/ awe! swester kint Alyse,/ daz du mir ie erstuͤrbe!/ waz | |
| ich grozen shaden hæte./ jo, bin ich nu nit ein tsheytis./ ich bin der riche markis/ Willehelm, der vreche punjur./ ez | |
| din ere/ an mir mit helfe prise:/ hilf mir gevangenn tshetise,/ daz mich die heiden iht toͤten!/ kum ich von disen | |
| art vil swache:/ in vil manigem ungemache/ můst ich edeler tshetis leben/ und aller wirde mich begeben:/ zu den kochen ich | |
| sweher lit.’/ ‘wir biten gar ze lange zit,’/ sprach der tsheitis Heymrich./ ‘wir gebaren niender dem gelich/ als wir den glauben | |
| der cristen shar./ des wart Heymrich gewar,/ der hoch gewirde shetis./ er sprach: ‘er wil der cristen pris,/ mag er, vil | |
| ershal./ __Nu sach Willehelm der markis/ und sin brůder der shetis,/ daz sie ummes leben striten./ do wart langer nit gebiten,/ | |
| bete gewer/ Loys und der werde markys./ Tybalt der pofer tshetis,/ ob der den lip hie verluͤr,/ daz truͤge sie vil | |
| nit der breiten erden./ wir muͤzen beide werden/ zwen pofer tshetise/ an eren und an prise./ lieber sun Gamelerot,/ ich wil | |
| erwirbe/ werde wib und hohen pris./ ich bin der eren tschetis,/ sit ich gotes ritter wart.’/ da mit fůrn sie ir | |
| gen uz keinem munde,/ herre, in langer stunde.’_–/ ‘bon mey, tsheitis, nu sage an/ hast du funden den werden man,/ so | |
| an prise hoch,/ Willehelm, werder markis!’_–/ ‘bin ich worden ein tscheitis,/ daz duldet gerne mir der lip./ do ich verlos min | |
| dem streich er durh sînen prîs./ ez was Heimrîch der schêtîs./ sîne manheit moht erbarmen/ daz man in hiez den armen:/ | |
| Heimrîch/ daz im sô rehte manlîch/ was komen der pôver schêtîs,/ des kurziu jâr sô manegen prîs/ het mit rîterschaft bezalt./ | |
| schîn.’/ er reit hin abe zuo dem vater sîn./ den scêtîs er mit vröude enphienc,/ der sich anders niht begienc,/ schilt | |
| sînem palas./ daz lobt der künic von Tandarnas,/ den der scêtîs, sîn bruoder, brâhte./ den enphienc er in der ahte/ als | |
| palas,/ diu gein der künegîn über stuont./ er tet dem scêtîse kunt,/ er solte dem künege sitzen bî,/ und Buove von | |
| Gybert und Bertram./ wer der vümften schar herre was?/ der schêtîs und der von Tandarnas:/ die selben heten sich bewegen,/ si | |
| minne gît ellenthaften rât./ diu vümfte schar rief Tandarnas:/ der schêtîs âne lant noch was./ //Nû kom geloufen Rennwart,/ ê daz | |
| sich der strît./ die tjostiure ûz vünf scharn/ und der schêtîs kom gevarn,/ und der künec von Tandarnas,/ und swer dâ | |
| ir herren Thalimônen;/ sine kunden niemens schônen./ dô enphienc des scêtîses her/ von den gesten über mer/ grôzen kumber schiere:/ der | |
| was./ nûne dorfte der künec von Tandarnas/ und der pôver scêtîs/ niht vür gâhen durh ir prîs:/ swen ie sîn herze | |
| ie verkôs,/ der wart eteswenne ouch sigelôs./ daz in der scêtîs eine sluoc,/ daz kom dâ von: daz ors in truoc/ | |
| zoumes niht getragen./ des wart er umbe gewant/ von des scêtîses hant,/ daz er den rücke kêrte/ dem der in sterben | |
| des alten Heimrîch,/ und dem vanen von Tandarnas,/ dâ der scêtîs under was,/ den vünf vanen wol gelanc/ gein mangem kumber |