Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schilhen swV. (29 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| da vor/ Gesaget, die hette ector,/ An daz eine:/ Er schilwete ein cleine./ Daz missestu1nt im niet./ Also sauget vo1n im | |
| hi kein zil.’/ //__Wizzet daz Elyphas velet/ Und ſine rede ſchelet./ Alleine den unſchuldegen/ Got quelet und den geduldegen,/ Daz geſchit | |
| man hy pinet unde quelt./ Di rede doch gar ſere ſchelt./ Wan hy vil manche lyden not/ Von unſchulden und den | |
| rîche vertriben./ ainen anderen sazten si dô,/ der hiez der scilhende Ottô,/ mit helfe der Bêhaime./ iz wart in allen ze | |
| erst ist ain aufgereht, deu ander ain krumme oder ain schilhend rundengrozze. Die leut habent ain aufgereht rundengroͤzze, die da wonend | |
| winkellein, $f:(3ra)$f. die rundengroͤzzig sein. Aber die leut habend ain schilhend rundengrozze, die neben dem ebennehter wonend oder verre daruͤber. Und | |
| zaichen tregt. Und haizzt in Aristotiles den krummen oder den schilhenden kraiz in dem andern puch von der gepurt, so er | |
| dez halphimels oder der halpwerld. Der augenender ist zwaierlai: der schilhende und der aufgereht. $t Die leut haben den aufgerehten augenender, | |
| rundengroͤzzigeu winkelein; und daruͤmb haizzet er der aufgereht augenender. Den schilhenden oder den genaigten augenender haben die leut, den ain himelspitzze | |
| den ebennehter, also, daz von dem schrenken komen ungleicheu und schilhendeu winkelein oder eklein; und davon haizzet er der schilhend oder | |
| und schilhendeu winkelein oder eklein; und davon haizzet er der schilhend oder der genaigt augenender. Du scholt auch wizzen, daz unser | |
| ist dir offenpar, daz die derhoͤhung der himelspitzzen uͤber den schilhenden augenender als groz ist, als groz die lengen unsers haubtpuncts | |
| in Fastis, so er sprichet: ’der wazzerer undersaz mit dem schilhendem aimer’, und maint daz himelzaichen, $t daz der kruk haizzet. | |
| dem ain groͤzzer stuͤkke dez ebennehters aufget. Aber daz haizt schilhend aufgen, daz mit dem ainen clainen stuͤkke des ebennehters aufget. | |
| uͤber den augenender wanne des andern. @n:SCHIEFE AUFSTEIGUNG.@n. In der schilhenden oder in der genaigten rundengroͤzze sint die zwu mittel des | |
| widern get piz an daz ende der juncfraun in der schilhenden rundengroͤzze, klaint sein aufgeng $t uͤber die aufgeng der selben | |
| an daz end der visch, merent ir aufgenge in der schilhenden rundengroͤzze uͤber die aufgenge der selben pogen in der gerehten | |
| ie zwen geleich pogen gegen ain ander sehent in der schilhenden rundengrozze habent ir geselten aufgenge geleich den gesamten aufgengen der | |
| als offenbar ist in der gerehten rundengroͤzze und in der schilhenden rundengroͤzze, und die natuͤrleichen tag gepruͤft werden nach den zusetzen | |
| sach: daz ist deu schelchait des tyrkraizzes. Aber in der schilhenden rundengroͤzze geschiht ez von zwain $f:(20ra)$f. sachen: deu erst sach | |
| deu schelchait des tyrkraizzes, $t deu ander sach ist daz schilhen des schilhenden augenenders. Die dritten sach pfligt man darzu ze | |
| des tyrkraizzes, $t deu ander sach ist daz schilhen des schilhenden augenenders. Die dritten sach pfligt man darzu ze ton, und | |
| himelzaichen leuft. Aber in der genaigten rundengrozze so tailt der schilhend augenender den ebennehter in zwai geleicheu stuͤkke alain und niht | |
| so ist auch ebennaht uͤber al daz ertreich. Aber der schilhend augenender tailt all die andern kraizze in ungeleicheu stuͤkke, also, | |
| haizzent die vorgenanten sehs himelzaichen reht aufgende, und die andern schilhend oder $f:(21rb)$f. schelch. Und davon sprichet Lucanus: ’deu zaichen gend | |
| es lidet ungemach./ der mande ist ein ware sach,/ ab schilende der mensche wirt./ sin adem smecket sam ein demphig erde./ | |
| mut auch wollent han/ Die augen sere zu getan./ Nach schilhenden augen daz hertze schilcht,/ Als uns der kuͤnste lere bevilcht./ | |
| Die augen sere zu getan./ Nach schilhenden augen daz hertze schilcht,/ Als uns der kuͤnste lere bevilcht./ Augen geberde stete/ Hant | |
| sloger fúr,/ so du gast zerkilchen!/ nit la dú ogen schilhen/ und vliegen úber al,/ wiltu nit ainen spital/ us dinem |