Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schranne F. (28 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| dir punden/ unt fûrten dich gevangen/ mit schalle gegen der schrangen./ Peter volget dir verre nach/ untz er rechte besach/ was | |
| erden/ unt hiez dar uf den werden/ gen in die schrangen werdechlichen,/ den hohen chunich reichen./ do daz die juden sahen,/ | |
| erschricte, du er daz horte./ do giengen si ouz der schrangen dan/ unt erwelten zwelf ebraisch man,/ die sterchisten die si | |
| mit redlichen sachen/ schuldik mocht gemachen.’/ damit er uz der schrangen/ mit zorn wolt sein gegangen./ daz was den juden ungemach,/ | |
| in daz ir ie wart gedacht!’/ die juden uz der schrangen/ waren do gegangen,/ daz si iht wurden gemeilet/ so Jesu | |
| Sust gieng er mit den mannen/ Zu gericht in di schrannen./ Tarsia gie mit im dar,/ Di was so mynniklich gevar./ | |
| Hie kamphes hat gesprochen an.’/ Der kunig gie zw der schrannen/ Mit des reyches mannen/ Und mit im manig furst reich:/ | |
| Mort, diepheit und verheln./ Unreht geriht, meineit/ Maniger uz der schrannen dreit./ Ettelich mensche hat den muͤt:/ Ez neme nach sinem | |
| Pylâtum den rihtære/ daz er fruo bereit wære,/ zuo der schrangen quæme/ und ir rede vernæme./ si wolden einen bringen dar/ | |
| und si irretuom gelêret./ dô diz Pylâtus vernam,/ zuo der schrangen er balde quam,/ ir willen er geschehen liez./ nâch sînem | |
| grisgrammen und limmen./ mit griulîchen stimmen/ drungen si in der schrangen entwer./ ‘wâ ist nû sîn vater? ob er/ in vor | |
| e uns des fluches igel/ für bündig in des todes schrann./ Unsers heils jegerin, / das eingehürne uß der zinn / | |
| er gerben hieß/ und zoch sie über den stul der schrann./ daruf satzt er den sun und im bedüte/ (er sprach): | |
| den Valben/ iht wurden an gevangen/ zuo Veltkirchen in der schrangen,/ swie strenge daz gerihte wære./ dô kunic Ruodolf die gevære/ | |
| sô vil was bluotes gegangen/ ûf den wec von der schrangen,/ unz dâ man dich voltôt,/ dâ was der wec aller | |
| herzog unverzeit./ er schuof, daz man bereit/ datz Veltkirchen eine schrangen/ wît unde langen,/ und gebôt zuo dem mâl,/ daz man | |
| êrsten man began/ der lantteidinge./ maniger nâch gelingen/ in die schranne kam,/ der darinne schaden nam./ wie si diu teidinc triben,/ | |
| ans ander was/ Das wol ains akers lenge swain./ Ain schranne was ie enzúschen zwain/ Da hundert schilte an hiengen./ In | |
| binen gebent./ och ainhalb an dem berg enebent/ in ainer srannen ist ain valtz,/ da gat ain brunn da man saltz/ | |
| kumet der man dem dâ für geboten ist an die schranne, unde hœret wol daz im für geboten ist, unde wil | |
| drittem gebote fuͤmf phunde. Geschiht der unzuht einiu in den schrannen oder hinder der schrannen oder swa si ouf dem house | |
| Geschiht der unzuht einiu in den schrannen oder hinder der schrannen oder swa si ouf dem house geschiht, di sol man | |
| sol dez ersten fursprechen <a>245</a> nemen ainen der in der schranne ist, und sol in dez nieman irren; und iener der | |
| sol der sol darnach ainen nemen ouch der in der schranne ist. #.! 3. Swer sich ze ainem eide biutet, nimt | |
| got niht enwelle, so sol ain burgermaister komen in die schranne und der ander uf den berlaych $t und sol allermenclich | |
| sach daz waer, der sol in darumb fuͤrtagen#h:b#g:, als der schrannen recht ist, und sol er diu ansprach benennen. Chuͤmpt der | |
| hat oder ze chlagen, dem sol man fuͤrpieten von der schrann, als recht ist. Ez ist auch recht, daz im fronbot | |
| vrawen/ daz sie uz giengen schawen/ mit im in die schrannen./ von vrawen und von mannen/ wart im gevolget on urdrutz:/ |