Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schrîn stM. (135 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| abent reyn/ Nicht einen, ſunder manchen ſeyn/ Hat in ſines ſcrines ſlozze,/ Ja, mit der genaden vlozze/ Beide uſerhab und ynne/ | |
| quale./ #s+Wer#s- doch #s+vur dem vrunde ſin#s-/ #s+Verſluzet#s- der #s+barmunge#s- ſchrin,/ Der #s+let#s- gentzlich #s+under weyn#s-/ #s+Gotes vorchte#s- und ſynen ſeyn./ | |
| Und #s+kumit#s- mit den gnaden ſin/ #s+Zu mir#s- inmyns herzen ſcrin,/ So #s+kan ich nicht den#s- ſuzen gaſt/ #s+Geſen#s- in ſynes | |
| bewache,/ Sophor, mit den geſellen din/ Daz ouch ander lute ſchrin/ Mit was kunſten iſt geblumet,/ Von den ir uch hat | |
| an alles ungeberde./ Set, #s+diſe hoffenunge min#s-/ #s+Iſt inmines buſmes#s- ſeryn/ #s+Behalden#s- als eyn libes ding./ Dorumme wil ich nicht weſen | |
| #s+Wirt in uz ſinem buche czyn,#s-/ Daz iſt uz deme ſeryne ſin,/ Da er den ſchatz geſammet in/ Hatte und her | |
| der reyne/ Dort dy himel ding alleyne/ Irkenne mit vernumphten ſchrin?/ #s+Daz ſprichſtu#s- in dem herzen din:/ «#s+Waz weyz Got#s- von | |
| Das ich die sam das gold/ Verparc in meins herczen schrein;/ Mich hetten die chrankchen synne mein/ Also vast in sunden | |
| und legete sie lieplîch hin în/ in sînes herzen inren schrîn,/ aldâ sîn geist sîns lebens pflac./ dâ lac sîns herzen | |
| gethan:/ Lucina, die dochter mein,/ Der eren fund, der salden schrein,/ Die ist ew von hertzen hold./ Nu nemet silber und | |
| an das leben mein./ Ir seyt mein augen wayde,/ Mein schrein vor hertzen laide./ Deß muß ich sicherlichen jehen:/ Wann ich | |
| gedachte ’das soll misse zemen̄/ Mir das ich der salden schrein,/ Lucinam, dy frauwen mein/ Auß meinem hertzen lassen./ Es war | |
| im grossen ungemach./ Lucina di kunigein/ Und Tarsia di setden schein/ Gesegenten im di wunden:/ Di ward in kurtzen stunden/ Von | |
| den slüzzel selbe treist!/ dû bist daz sloz und daz schrîn/ dâ êre unt tiu vreude mîn/ inne beslozzen lît.’/ nû | |
| spehen./ hât $s ein frouwe missetât/ iender in ir herzen schrîn,/ die tuont mir bekant diu ougen mîn./ //Manger frouwen schœne | |
| dem fröuwet si sîn herze:/ mit crâme füllet man ir schrîn,/ des wirt vil cleine ir smerze./ si sitzet als ein | |
| bluot./ ir edel herze, alsam diu sunne lûterlich,/ wart ein schrîn, $s dâ slôz sich în/ sun vater unde geist, doch | |
| pîn,/ unde clage dîn/ selbes trûren michel unde starc./ tugende schrîn/ umb den Rîn/ stât vor dir beslozzen în;/ des dorr | |
| wider bejage./ /Der Mîssenær hât sanges hort in sînes herzen schrîne,/ sîn dôn ob allen ræzen dœnen vert in êren schîne,/ | |
| ritterschafft hörte, beyde ritterscleyder und hovecleyder, die waren in eim schryn, daroff lag ein halßberg und zwo yseren hosen. Nach den | |
| lag ein halßberg und zwo yseren hosen. Nach den zwein schrinen off den seumern kamen zwen knappen uff zweyn wißen pferden; | |
| man entschließen mit dem großen schlußel, und darinn stet ein schryn, den entschlußet man mit dem cleynen schlußel.’ Er nam den | |
| großen schlußel und entschloß die súl; da sah er den schryn und hort so groß gerúff das die sul alle bibent. | |
| die sul alle bibent. Er segent sich und entschloß den schryn, darinn stunden wol drißig pfiffen; und ygliche gab ein grúweliche | |
| oben durch das liet. Da er das liet von dem schryn uff hub, da kam ein so freischlich wint ußgeslagen, das | |
| ir und sprach: ‘Get hinweg und bringet mir den cleyn schryn, den helffenbeinen!’ Die jungfrau holt den schrin, und die frau | |
| mir den cleyn schryn, den helffenbeinen!’ Die jungfrau holt den schrin, und die frau entschloß yn und nam einen herlichen gúrtel | |
| und ging dieff in einen kelre; da fant sie einen schryn der mit ysen durchbunden was. Er det im ein fuer | |
| ouch din wisheit schin,/ dat din herze wart der wisheit schrin,/ dů du al diͤ werc darin bewiͤldes/ ind al diͤ | |
| gesacht,/ du hads si alein in din herz gelacht;/ dat schrin was beide vast ind reine,/ niͤman was din vröud gemeine,/ | |
| niͤmen noch lof noch rům;/ du hiͤlds besloʒʒen dins herzen schrin,/ du hiͤlds enbinnen der vröuden win, –/ bitz du diͤ | |
| dem leffel sußer werk./ Leg ez dann in dines hertzen schrin/ In ein vil heimlich buchselin./ Wann dich senung dann wil | |
| gieng kreftig uß und in),/ des magetums und der küsche schrin,/ er ewig hieß versperret sin./ sus wart der alde grise | |
| grunte/ nie sinnes maß noch lobes sprieß./ Wer aller witze schrin / verslossen in das herze min / und daruß schüsse | |
| du rettst das erbe din/ von schult. uß solcher witze schrin/ sint wir die erste sache sin,/ die dir din wirde | |
| lob si der maget immer,/ der salden spring und gotes schrin./ Durch diner küsche stam / wuchs adelar, louw unde lamm, | |
| drück unde flicht des louwen art./ Slüß uf der tugende schrin, / die milde si die stimme din; / in der | |
| das ist theologien ler./ der lere stet behalt in herzen schrine;/ in iren sprüchen folge Augustine./ wiltu vermiden pine,/ mit ir | |
| $s hin ze hove solde gân./ Dô wart ûz den schrînen $s gesuochet guot gewant./ swaz man in der valde $s | |
| Guntheres lant.«/ Mit edelem gesteine $s ladete man ir diu schrîn./ ir selber kamerære $s dâ mite muosen sîn./ sine woldes | |
| unt druht$’ in ungefuoge $s zwischen die want und ein schrîn./ »Owê«, dâht$’ der recke, $s »sol ich nu mînen lîp/ | |
| hêrlîchen stât.«/ Dâ vor in aller wîle $s gefüllet zwelf schrîn/ des aller besten goldes, $s daz inder mohte sîn,/ heten | |
| diu mære lât iu kurzen./ die kneht begunden sturzen/ manic schrîn unde kisten./ ob si der sluzzel vermisten,/ des enahten si | |
| was ir meiste pîn,/ daz si die kasten und die schrîn/ elliu lær dâ funden./ vor zorne si an zunden,/ daz | |
| lobesamen,/ Jesu Cristi, des herren min,/ daz du der mildekeite schrin/ kein mir uf entsliezest/ und in min herze giezest/ der | |
| tugende willekur,/ daz er vergezlich icht verlur/ uz siner gehugde schrine/ di ummezigen pine,/ di man mit alzu grozer not/ sime | |
| sie mit werde/ in uf gewiheter erde/ in der cristenheite schrin./ des si gelobet di kunigin./ Noch sult ir horen hi | |
| den cranken mezzen/ diner trostunge win./ tu uf der genaden schrin,/ den du hast erlich vunden/ in den ersten stunden,/ als | |
| heim von im gesunt./ dô hiez der künic schiere/ machen schrîne viere/ durch sînen wîslîchen muot./ zwêne hiez er machen guot/ | |
| von gesteine/ mit edelem werke reine./ er hiez ûf ietwedern schrîn/ vil grôze spangen güldîn/ und slôz von golde rîche/ würken | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 >> |