Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schûr#’2 stM. (99 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wůterich sa vůr Augespurc fůer/ mit roube tet er grozen schůer;/ er vienc der rittere ein michel teil./ Sine sele vmbe | |
| dem reifen. diu körnlein haizent ze latein granula. //VON DEM SCHAWR. /Der schaur haizt in anderr däutsch der hagel, und kümt | |
| diu körnlein haizent ze latein granula. //VON DEM SCHAWR. /Der schaur haizt in anderr däutsch der hagel, und kümt dâ von, | |
| daz wazzer tuot hie niden winterzeiten. dar umb sint des schaurn körner gestalt sam die cristallen und sint sinbel, dar umb, | |
| enden. ez kümt auch oft, daz regentropfen vallent mit dem schaurn; daz ist dâ von, daz der schaur her nider paz | |
| vallent mit dem schaurn; daz ist dâ von, daz der schaur her nider paz in seinem vallen linden luft begreift: dar | |
| häuschricken und die vogel und die schedleichen nebel und den schaurn und die pœsen wint von den erdfrüchten. und sô man | |
| /Gelasius ist ain stain snêweiz sam ains hagels oder ains schaurn korn und ist auz der mâzen hert sam der adamas. | |
| sîn/ von der geburt natouwer./ nû müez si dir ein schouwer/ werden und allen wîben./ diu müezen vertrîben/ ir geburt mit | |
| mir mîn guot ab erlogen!/ über mîn guot gie der schouwer./ ez müez dir werden souwer./ als liep mir ist die | |
| offenbâr/ der zehent slac wart swær./ er schuof, daz ein schouwer/ sluoc schâf, rinder unde swîn,/ korn, vich unde wîn,/ und | |
| er allez nider./ man sach sît noch sider/ nie einen schour sô grôz,/ als dô von himel schôz./ daz volc was | |
| ez wirt iu sour,/ über di sêl gêt iu ein schour./ und ist, daz ir daz niht gemein/ behalt, sô werdet | |
| sô daz si mit gedrenge/ vielen über mûre/ gelîch einem schûre,/ wan si diu grimme vorhte treip./ Lîmors liutlôs beleip./ vliehens | |
| wahsentes und lebentes werde,/ dem newerre hitze noch frost, $s scûr noch suht./ /Liute jouch vihe $s beren dir wuochere vile./ | |
| Daz ich den rat engen,/ [2#’r#’b] Den din sin irdachte,/ Din junger uz brachte,/ Johannes ewangelist,/ Von dir einburtiger Crist,/ Daz | |
| hertz gertt/ Wer gegen dir enbertt sin schwertt,/ Dem wirstu schur und hagel./ Uss helme du noch mangen nagel/ Schlechst der | |
| Der aller tugend ain adamas/ Was und rechter vigend ain schur./ Der miltte ain senfter nachgebur/ Thedalus von Arlas,/ Raitt hain | |
| fl%:ichen möchte,/ Gar lützell es döchtte./ __Des vil grimen donners schur/ Gelich der fraissen nachgebur/ Die uff der wilden hayde/ Ze | |
| stritt an in ger%:itt,/ Dem was er ain vil wilder schur./ Der Erren kampfes nachgebur/ [351#’v] Eleander nitt vermaid/ Den ungetrüwen | |
| die tuvel selber inne wiezzen/ In heisen vegevuren/ Mit manicvalden schuren/ Die sele dort also vaste,/ Glicher wiz als imme taste/ | |
| zitt/ Ermanett waz ain taill sin mütt:/ Er kertte do er den helden gütt/ [112#’v] Mit sige ob den verlornen sach./ | |
| der win ist suer –,/ Dar uber enge nicht din schuer –’/ ‘Und dem olei nicht enschade’/ Daz quit: die mit | |
| Der in der alden e was;/ Uf in viel wol schures regen/ Do sie in mit hulzinen segen/ Entzwei zu tale | |
| Job an underlaz/ Gepineget was von Sathanam,/ Der mit grozem ſchure quam/ Und im verſtorte ſinen hof./ Er nam im rynder | |
| trûret/ zu jungest an des endes zagel./ dîn sunnenglast des schûres hagel/ bringet mit ir schîne:/ daz wol an Rîwalîne/ wart | |
| nicht wie? er ist verloren.’/ Do antwort im der eren schawr/ Und der schonden gepawr,/ Anthioch der helle$~hund:/ ’Er mag wol | |
| Do sprach der arme gepawr/ ’So mueß mich schlahen der schawr,/ Ob ichs umb dise ding/ Name kainen pfennyng!’/ Hin gieng | |
| wil,/ So macht er wasser also vil,/ Paide hagel und schawr,/ Das sturm wetter wirt so saur/ Das da niemant peleyben kan,/ | |
| Greynen ward er sawr./ Er fur vor im als der schawr./ Mit der grossen stangen/ Slug er zu den wangen/ An | |
| man,/ Der vil ungetrewe pawr,/ Deß tievels knecht, der salden schawr./ Er vieng sy an alle vare/ Pey irem gelben hare./ | |
| nu verderben?’/ Do sprach der wilde gepawr,/ Der salden verfluchter schaur/ ’Du hast niemand nichtz getan;/ Dein vater der ist schuldig | |
| auff den plan/ Rech in der gepäre/ Als er der schawr wäre./ Er furt ain ungefuges sper./ Claudius rayt gegen im | |
| vallen. noch me sie siht:/ Wie der hagel und der schůr,/ Wo der frost, der riffe sur,/ Wo der duͤnre und | |
| Vil dann er e gewesen si./ Ez wirt niht nebel, schuͤr noch blik,/ Noch von duͤnre slegen strik./ Ez wirt nit wint | |
| (mich müet daz ichz iu muoz clagen):/ mir hât der schûr erslagen/ den besten bû den ich hân./ ich vürhte ich | |
| spricht, ein wârer helt,/ milde, wîse, wârhaft;/ er wart ein schûr der heidenschaft,/ der er sît vil von lîbe tet./ zwêne | |
| argem willen,/ herren kan ich villen, $s sam der wilde schûr/ boume velwet unde si betrüebet ir genühte:/ jô wîs ich | |
| mir werden hie ze sûr./ diu minne ist hôher fröuden schûr,/ swâ man si lîdet âne trôst./ wird ich noch hînaht | |
| was er ein übel nâchgebûr./ alsam der hagel und der schûr/ daʒ obeʒ und der boume fruht/ dâ nidervellent mit genuht,/ | |
| rêrte er nider âne wer,/ alsam diu fruht der wilde schûr./ Achilles truoc ein herze sûr/ und argen muot dâ wider | |
| weil.’ und so zehant/ Got ein ertpidem sant/ und einen schawer auf die erden/ daz grozzer mag nimmer werden;/ und lostenn | |
| nüzze dar,/ den frawen da zü leipnar./ __Lucrecius der christen schawer/ was der frawen nach gepawer/ und hiet %:ir aigen gern | |
| ersten art. wann unsers heiles mure/ was von des fluches schure/ zerfallen und zerzerret gar./ Über alles rises blat / der | |
| reine meit, zu diner tugende reben/ uns bint, laß sünden schur uns widerstreben,/ e das wir uns ergeben/ und fallen in | |
| flamm/ und in das für nicht schaden ließ./ der flammen schur er uß dem oven sante/ lang vierzig eln, die heißer | |
| figure, / got in Egipten land / tet vor des todes schure / groß Israhel bekant./ wo mit des lammes blute/ zu | |
| in dem zil/ sî mûhinde unmâzin vil/ mit manchim swindin schuire./ Îdoch ir nâkebuire,/ ich meine dî Samaiten,/ daz leit nicht | |
| sundir sî voljageten/ in unsirs hêrren namen/ und bin der schuire quâmen/ dem vorburge zu Gartin în,/ daz dennoch in der | |
| in enggiste/ und joch al ir henggiste/ wurdin von der schûre/ sô gar ungestûre,/ daz sî sich intzuktin,/ dî halftrin gar | |
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