Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sorclich Adj., Adv. (81 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| vie./ er gehiez ir ouch diu dinc,/ diu einem wîbe sorclîch sint,/ wan ez niemer enwirt,/ swâ ein wîb chint gebirt,/ | |
| guten zu angesichte/ Zum lesten gerichte,/ Dem argen wirt her sorclich./ Also irouget her ouch sich,/ Als her wir thuen danne,/ | |
| der aljungesten vrist/ Daz komen sal Antecrist,/ Des kumft wirt sorclich gesen,/ Swaz da zwischen sal geschen/ Biz daz sin valsch | |
| siner suzen angesicht/ Daz her im darf irvorchten nicht/ Daz sorclich hellepinen,/ Der sicht von golde schinen/ Jherusalem die nuwen/ Durch | |
| sich dar zu ze swach,/ Und jach ez were zu soͤrclich./ Sie retde reht dem glich/ Als der sich der eren | |
| lueket $s ir friundes gedanc./ //Fröide uns behuote $s vor sorclîchen dingen: slîchendem muote $s ’z gevider lânt swingen./ nieman sol | |
| daz sî mit rehter güete hôhen muot sô tiefe in sorclîch trûren mir versenket./ //Ir sældebernder hôher muot hât vil reinez | |
| ruort$’ im sîne hant./ Gunther sîne liste $s vil harte sorclîch ervant./ »Waz hât mich gerüeret?« $s dâhte der küene man./ | |
| alsam ê./ dâ von wart manigem degene $s sît vil sorclîchen wê./ Hie stuont vor dem münster $s daz Guntheres wîp./ | |
| bî unsern vînden hie,/ so geriten hovereise $s noch helde sorclîcher nie.«/ »Ir sult âne sorge $s got bevolhen varn./ man | |
| sprach aber Îrinc/ »ich hân ouch ê versuochet $s sam sorclîchiu dinc./ jâ wil ich mit dem swerte $s eine dich | |
| hon, daz ist un ein hindirnisse. dise lude habin ein sorclich lebin. alleine hait di beschedinheit ubirhant genomen, doch ist un | |
| er selbe tuot?/ ’weste mîn lêrære/ ’daz daz huor sô sorchlîch wære,/ ’ich geloube wol daz erz verbære’./ Sie sprechent si | |
| wære komn./ sus wart im der slâf benomn/ und sîn sorclîchez sorgen./ dô kam der ander morgen,/ ûf stuont Alexander,/ sînen | |
| mit jamer dan,/ Gen dem her si wider rittent./ Mit sorclichem zwivels sitten/ Was der Franzoýser schar./ Si sprachent alle ,herre, | |
| sinen geritten/ Da si haten sin gebiten/ Ain tail vil sorgeliche./ Der edel fúrste riche/ Hies si do gahen balde/ Von | |
| und gewan einen starken riten; dar zů erhůb sich ein sorklich geswer inwendig nah bi dem herzen. Und also, baidú von | |
| was spate an dem tage. Der wald waz gross und sorklich, wan vil menschen dar inne ermordet wurden. Er stůnd stille | |
| er in an kem, da woͤlt er ir toͤden. Dis sorglich vientschaft kond nieman understan, wie dik es versůcht ward, er | |
| unser armen dúrftigen, die so jemerlich noch wallent in dem sorklichen ellende! __Eya nu, ein vrow himelriches und ertriches, nu stand | |
| punct haltet sich mit der heiligen schrift. Anders dunket mich sorgklich ze tuͤnne, wan der sich hier inne versummet, der verget | |
| sprechen, von dem wir vil gesprochen haben? Das were eyn sorglich dinck. Neyn wir, in treuwen! Dan geen wir zu im | |
| êwige lêbin.’ Nu merchet durch got, mine vil liebin, ein ſorchlich dinch. Unſer herre der ſprichet, daz wir nimir in ſin | |
| toͮgen unſerſ herren, bezeichent $t oͮch die tiefen urteile, die ſorclichen urtaile deſ almahtigen goteſ. Dannan ſprach der wiſe Salemon: Magna | |
| er gesiht daz geware lieht niemer, und wurt dis vil soͤrglicher und vil schedelicher hiemitte vermúschet wan das man nút enpruͤffet | |
| nieder in den grunt vallen. Dise lúte sint tusent werbe soͤrglicher dran wanne die gemeinen weltlichen lúte, die hant sich fúr | |
| sint rehte die boͤsen juden. Und es ist ein sunderlich soͤrglich ding und es ist der aller woresten zeichen eins under | |
| bekennest und dich dovon schuldig gebest, enwerent dir nút also soͤrglich noch also schedelich alse ein einiger des du nút enwoltest | |
| also wol gevellet und ander lúte tůn úbel, daz sint soͤrgliche gebresten, und us den wurt niemer nút. – Nu dan | |
| weinen und ist in so wol. Die lúte sint vil soͤrglich daran, und tůt in der vigant umb daz er sú | |
| trúget denne den menschen, und ist der mensche in grossen soͤrglichen bekorungen, und wer ime vil besser daz er nút enbettete | |
| in trurikeit, er wurde vil e los und lidig des soͤrglichen schedelichen gefengnisses; wan, wurt er dinne funden, er blibet sicherliche | |
| man jomer daran sihet in aller der welte wie unbegriffenlich sorglich menglich dem andern daz sine abebrichet in unrechten wisen und | |
| in keiner totsúnde, kinder, wustent ir wie engestlichen und wie soͤrglichen es umb dise lúte stot, uwer hertzen moͤhtent úch darvon | |
| in den lichamen unsers herren verbúttent und in seitent wie soͤrgliche es umb sú stúnde; der nu tapfere lerer unde bichter | |
| si sint minner irs selbs. ___Kinder, dis sint och gar soͤrgkliche wege di si gont, die Gotte gar wider sint, und | |
| si dis grúwelichen angstes in dem si lebent, und wie soͤrgklichen si sterben súllent, des spottetin si und sprechent denne: ‘er | |
| nieman verurteilen. ___Kinder, von disem sinne sprach ich gester, wie soͤrgklich und wie engstlich es ist das ein mensche den andern | |
| grossem wunderlichen engstlichen [20v] schaden und lebent in selber also soͤrgklichen, und verlúrt der mensche sin edel zit und verdienet unmessig | |
| inwendig, und sine meinunge. ___Dis schif das vert in disem soͤrgklichen wuͤtenden mere diser engstlichen welt, die alwegent in eime uͤbent | |
| ist: nu liep nu leit, nu sus nu so. Wie soͤrgklichen es umb alle die stot der herze in diser wuͤtunge | |
| neme sich der mensche dis eins an, das were der sorglicheste val vor allen vellen. ___Das uns nu allen der minnekliche | |
| heilig geist der enist in in nút, und lebent vil sorgklicher denne si geloͮben múgen. Ital ere, das ist alles do | |
| gon. Do mag gros ding versumet werden. Es ist vil soͤrgklich mit disen lúten umbe gon die in disem vinsteren wege | |
| gunst und minnen der creaturen, das leider richset in diser soͤrgklicher zit under geistlichen lúten, das die herze werdent verlorn mit | |
| minnekliche uͤbunge nút ab enneme noch nút enslaffe in diser sorgklicher zit; wan die nature enwil nút nu ston als ein | |
| nu grosses kreftiges enthaltes, das si werden behůt vor disem soͤrgklichen valle. Und enwenent nút das man dis súlle tůn durch | |
| sime grun[94r]de enkeine, so sol er wissen das es gar soͤrgklichen und engstlichen umbe in stot, und die múgent wol weinen | |
| wesen úber alle die mosse wunneklich. Aber es ist gar soͤrgklich und als soͤrgklich als das wildeste mensche in der welte | |
| die mosse wunneklich. Aber es ist gar soͤrgklich und als soͤrgklich als das wildeste mensche in der welte nach siner wise, | |
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