Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swærmüetecheit stF. (15 Belege) Findeb.
| ist dir so unkunt, wie es umb ein súndig, geladen, sw#;earmuͤtig, herz stat! Owe ich armes wip, wie waz mir so | |
| vergessen, so enkan dir weder úbermuͤtikeit in der gegenwúrtikeit, noch swarmuͤtikeit in gelazenheit geschaden. Enmaht du von diner kleinheit dich noh | |
| ein bredier in sinem anvang ein bitterliches liden von ungeordneter swermuͤtikeit, dú in ze etlichen ziten also úberladen hate, daz es | |
| und erlichtere sin liden, daz die boͤsen geiste vertribe, daz swarmuͤtkeit verswende, als vroͤlich lop. Got der ist inen [132#’r] nahe | |
| dú goͤtliche warheit ie richlicher stat. __#s+Ein frage:#s- Wannen kumet swarmuͤtikeit? __#s+Entwúrt:#s- So soͤlich ding nit kumet wan von natúrlichen sachen, | |
| gelestet und gebunden waren mit stehlinen reifen in trurkeit und swermůtekeit der strafenden gewússne, owe, milter herr, sich, die swingent nu | |
| und gebunden waren mit stehelinen reiffen in trurekeit und in swermuͤtikeit, owe, milter herre, sich, die swingent sich nu frilich und | |
| noch gen der welt nútz sint, und habent ein arbeitselig, swermuͤtig, verirrtes leben! __Ich bit got, das er din jung hertz | |
| vaste engent. Der eine ist unbescheidene trurekeit, der ander ungeordente swermuͤtikeit, der dritte ungestuͤme zwifelheit. __Von dem #s+ersten#s- sollent ir wissen, | |
| enging ime do. __Der #s+ander#s- inre gebreste daz ist ungeordente swermuͤtikeit, und ist underscheiden von dem ersten; wanne der disen gebresten | |
| nach gottes willen geordent, und dar umbe heisset es ungeordente swermuͤtikeit. Und kummet die do von, daz antweder ein mensche ime | |
| alles verlorn, und wurt entsast. Dis kummet underwilen von natúrlicher swermuͤtekeit und von dem himmel oder von dem wetter oder ouch | |
| wúrklicheit und ander hofartkeit und eigenwillikeit und gůtdunklicheit, ungelossenheit und swarmuͤtikeit, abgúnstikeit und ander manig unreine trophen, die der vijent her | |
| einer versmehunge din selbes in einer gelossenheit, nút in einer swermuͤtikeit, ob allein der mensche das in ime vindet das er | |
| uf. ‘#s+Spera in eo#s-’: er sols tůn. ___Iemer enla keine swermuͤtikeit in dich komen; wan die hindert dich alles gůtes. Wirst |