Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
trûtgeselle swM. (36 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ie wart geborn!/ ouwê wie hân ich dich verlorn?/ ouwê, trûtgeselle./ got versperre dir die helle/ und gebe dir durch sîne | |
| dar nâch/ swie lange sô er welle./ nû liebe imz, trûtgeselle.’/ //Sî sprach ‘vrouwe, daz sî getân./ ouch sult ir ein | |
| wîs verlorn:/ er duldet schaden und vriunde zorn.’/ sî sprach ‘trûtgeselle, ouwê,/ ich vürht ez mir niht wol ergê:/ ezn ist | |
| diu welt muoz ê verscheiden/ ê daz wir uns scheiden, trûtgeselle guot."/ //Willekomen sî uns diu wunne die der meie bringet, | |
| mich ein wort enbunde, ob si spræche ûz rôtem munde/ ‘trûtgeselle, est lônes zît, fröi dich’./ //Mir mac sorge ûz herzen | |
| jungisten chint/ dem vater aller liebest sint./ nû ervar uns, trûtgeselle,/ waz unser herre welle.’/ des antwurte in alsus/ der niugeborn | |
| vernomen,/ daz er mich flœhen wil von dir./ nû volge, trûtgeselle, mir/ durch dîner hôhen sælden art/ unde erwende dise vart,/ | |
| geschach,/ dô sprach er zuo dem cnehte sîn:/ ‘vernim mich, trûtgeselle mîn;/ ich bevinde leider wol/ daz ich benamen sterben sol/ | |
| gnuoc gewinne,/ die zuo dir in der nœte traben./ ein trûtgeselle ist bezzer danne vil unholder mâge;/ dâvon du flîzeclichen des | |
| komen râten."/ al die werden des dâ bâten./ ___Artûs sprach "trûtgeselle mîn,/ trac disen brief der künegîn,/ lâz si dran lesen | |
| wil hie teidingen/ zwischen im und der herzogîn./ nu werbetz, trûtgeselle mîn,/ mit fuog: des habt ir êre./ ich sol iu | |
| solt/ sus wolde güetlîche/ koufen daz himelrîche./ ich würde ir trûtgeselle,/ möhtich sie von der helle/ sus erlœsen, dêst mîn muot./ | |
| Do sprach vil trurecliche/ Dú edel tugenriche/ ,Nu sage mir, trut geselle min,/ Wenne sol ich warten din?’ –/ ,Vroͮwe, des enwais | |
| Vil sere si erwainde,/ Si sprach ,oͤwe ich armes wip,/ Trut geselle, s#;ealig lip,/ Wem wiltu nu lassen mich?’ –/ ,Gotte dem | |
| ir iht vernomen/ Wen sol her wider komen/ Min toter trut geselle/ Und wen man in welle/ Legen, das solt ir mir | |
| gehabet han an dir,/ Da von ich din ungern enbir./ Trut geselle, s#;ealic lip,/ Wem hastu mich armes wip/ In wernden sorgen | |
| der iemer werender not/ Und von der laiden helle./ Owe, trut geselle,/ Wie rehte min ungemuͤte mir/ Saite und das gehiez von | |
| fragender sin/ Mit rede hette braht an in./ Si sprach ,trut geselle,/ Des ich fragen welle,/ Des solt du bewisen mich.’ –/ | |
| mir nu!/ Ich bin Amalýe,/ Din gespil und din amýe,/ Trut geselle, sich an mich,/ Din Amalýe gruͤzet dich,/ Din herzeliebú trut gespil,/ | |
| Dú im sin gemůte bant,/ Si sprach hainlichen zů im/ ,Trut geselle min, vernim!/ Swas min garzun Pitipas,/ Der ie mit zúchten | |
| mins herzen gir,/ Herze$~lieb, getrúwen dir/ Und dinen userwelten sitten./ Trut geselle, ich wil dich biten/ Das du dich min niht bewegest/ | |
| Dú schoͤne tugende riche/ Clegte sere das si niht/ Ir trut gesellen die geschiht/ Mohte in also kurzer stunt/ Enbieten alde machen | |
| wir./ Owe laider und oͮwe,/ Das ist geschaiden iemerme!/ Herre trut geselle min,/ Das wort geselle můs nu sin/ Laider under úns | |
| er gie./ ,#;vOwe’ sprach er ,vroͮwe min,/ Hie ist der trut geselle din/ Wilhelm her nach dir komen,/ Der dich ze vroͮwen | |
| #;earbaiten,/ Joch hiez ich in swert laiten./ Das tet min trut geselle do./ Sit hat er mir gedienet so/ In rittherschefte das | |
| clagendem pine/ Si sprach ,vil liebes niftellin,/ Wie was der trut geselle din/ An dem lib gestalt?/ In welcher masse was er | |
| tůn ich./ Sol ich leben, ich bringe dich/ Ze dem trut gesellen din.’ –/ ,Das sol vil kurzelichen sin!’/ Sprach die juncvroͮwe | |
| Mich würget niht ein grôzziu gans, so ichs slinde./ herbest, trûtgeselle mîn, noch nim mich ze ingesinde!/ mîn sêle ûf eime | |
| dich $s nu nieman kan erwenden,/ So wache, vriunt, mîn trûtgeselle,/ trœste mich vil senedez wîb!/ ich vürhte des, der tag, | |
| wol vil lîhte am ende wirt ein wê.’/ //‘Nu hœre trûtgeselle,’/ so sprach daz wunnecliche wîp,/ ‘wie nâhe mir daz wekken | |
| wille min,/ daz ich Ritter werden welle./ nu sage mir, traut geselle,/ durch minen willen dinen mut!/ wir haben geburt und gut/ | |
| tr#;uotet/ und in minne und ere b#;uotet,/ der wil ir tr#;uot geselle wesen/ und mach niht ane si genesen./ die chunstlosen nemær | |
| hin und lât mich hie!’/ //In disem clagemære gie/ ir trûtgeselle Riwalîn/ mit weinendem herzen în/ und wolte nemen urloup von | |
| ûf gedienet niht’/ sprach er ‘daʒ ichs iht welle.’/ ‘neinâ, trût geselle:/ durch aller ritter êre/ lœse mich von sêre,/ von huot | |
| unde bete,/ daʒ er in den kempfen lieʒe sîn./ ‘neinâ, trût geselle mîn,’/ sprach Wâlwein zuo sînem gaten,/ ‘ich enmages mit êren | |
| die helde sich dan rusten/ mê ze flühte danne zim./ trût geselle, daʒ vernim,/ durch waʒ ich dir daʒ hân gesaget./ und |