Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tunkel Adj. (89 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Sin miſt der uon ime uert. der iſt ze$/ den tunchelen ougen uile gůt. Mit diſme uogile mach man bechennen. ob | |
| Saturnus oder der satjar. Und der himel hat neur ainen tunkeln stern, dapei man in erkennet. Nach dem ist des andern | |
| daz der luft da neblik ist und dikke oder gar tunkel und der sunnen schein gar krank, und davon hebt die | |
| Und seit der mon an im selber ist dikke und tunkel und ist niht durchscheinig, so bedekt er uns die clarhait | |
| und kuͤmt davon, daz daz scheind leibik dink und daz dunkel leibig dink geleich groz sint. Und haizzet der sauler, davon, | |
| unden groͤzzer ist danne oben und kuͤmt davon, daz daz tunkel dink groͤzzer ist danne daz leuhtend. Und haizzt der koͤrbler, | |
| kuͤmt davon, daz daz leuhtend dink groͤzzer ist danne daz dunkel. Und haizzet der kegler, daruͤmb, daz er geleich ainem kegel | |
| ir lûter friunt kan sîn./ /Der nît sîn vahs vil tunkel verwet als ein bleich gehilwe;/ swen er besitzet, des gemüete | |
| diu sunne liehtebære,/ als ob gegangen wære/ dafür ein wolken tunkel./ smaragden und karvunkel,/ jachande und crisolîten,/ die wurden bî den | |
| alle vinster./ alse di sunne durh daz glase uenster/ irluchtit den tunkelen sal,/ also tete dv di werlt al./ wir zelin dih | |
| is got self ind sine minne),/ so ducht mich Seraphin dunkel sin,/ als durchschön is godes schin,/ wand got is rechte | |
| der herz is reine./ //Dit is diͤ sunn$’, diͤ niͤt dunkel $’n wirt,/ diͤ ires schines niͤmer enbirt,/ diͤ niͤmer $’n | |
| is ein Carbunkel,/ de nachtes schint ind $’s dags is dunkel./ he ziͤret sere din gekleide,/ wand he is zeichen diner | |
| der sunnen geit daz dageliet,/ si newirdet umbe daz du dunkelere niet./ nog bewollen ward din megedlicher lif,/ allein gebære du | |
| vlôch./ vil orse man im widerzôch,/ durchstochen und verhouwen./ manege tunkele frouwen/ sach er bêdenthalben sîn:/ nâch rabens varwe was ir | |
| ich wil dich list ê lêren./ an ungebanten strâzen/ soltu tunkel fürte lâzen:/ die sîhte und lûter sîn,/ dâ solte al | |
| dâ stuonden bluomen unde gras,/ durch daz sîn fluz sô tunkel was,/ der knappe den furt dar_an vermeit./ den tager gar | |
| in dem heizen fiure./ die wâren steine tiure/ lâgen drûf tunkel unde lieht:/ ir art mac ich benennen nieht./ //___Sîn gir | |
| ir gesichte gar./ Augen betalle swartz gestalt,/ Der hat ein dunkel mut, gewalt./ Den swartzen rotfar umb die sehen,/ Bezzers gesichtes | |
| toblich mut besten./ Gra augen, die ein wenig biben,/ Den tunkel varwe ist an geschriben,/ Die selben stellent irn gedank/ Uf | |
| almehtige got unt er sach bî deme grabe stân einin tunkelin schimin einis menschin, der sprach zû ime: "heiligir bischof, daz | |
| schrift der hiligen wissagen verstunden, und swa diu hilig schrift tunchel ist, daz si da nach vragen schuͤln, wie si die | |
| daz iwer froͤude vol sei. dise rede han ich mit tuncheln worten mit iu geredet, iz chuͤmet diu zit daz ich | |
| mit iu geredet, iz chuͤmet diu zit daz ich mit tuncheln worten nicht red mit eu, daz ich eu vil offenlich | |
| die hiligen junger: ‘nu redest du offenlich und sprichest dehein dunchels wort. nu wizzen wir wol daz du elliu dinch weist | |
| diu ich nu mit eu geret han, diu sint eu tunchel. iz chuͤmt diu zit daz ich eu offenlich chunt tůn | |
| goͮt. den lanche we toͮint. Scellewurze ſoch iſt goͮt. den tunchelen oͮgen. obe ſi getempert wirt mit wine. unte mit oleo. | |
| houbte do schein/ ein edel karuunchel:/ des tages was er tunchel,/ er luchte alle die nacht/ sam der sunne umbe mittin | |
| lieue tother sin./ Dar luchte ein carb%-ukil./ Dar newarit nimmir dunkir./ Ouene uz der cronin./ Alciz urowin scone./ Vorde der koninc | |
| di ougin. so wirt im baz. Jtem deme di ougen tunkel sin. der neme hanen galle. vnde zu ribe $t daz mit | |
| dunst in daz houbit ruchet. da uon in di ougen tunkel sint. Si ist gut uor den swindel. vnde uor den | |
| machet den munt wol smecken. vnde uertribet $t der ougen tunkel di da ist uon einem swarzen dunste. Wiltu catarcicum machen. | |
| der da ist uon kalder vuchte. vnde fur der ougen tunkel. Si ist gut fur di apoplexiam. $t vnde fur di | |
| si nicht gut. Si ist ouch gut fur den ougen tunkel der da ist uon dem ruche (@fol._86_a.@) der da get | |
| ist. da uon sint si gut zu den ougen di tunkel sint vnde dicke uergent. Si sint ouch gut fur di | |
| der uarbe hat di da heizet inopos. vnde oben (@fol._93_a.@) tunkel ist. vnde gel. so bezeichent er ein geswer an der | |
| ônix und crisolitus,/ jâchant und karfunkel:/ dâ von wart niener tunkel/ in der kemenâten./ noch was siu baʒ berâten,/ als ich | |
| wi ſhon$/ $t er an deme gezelte ſcein. an deme tunkelen tage. ſo iſt der ſtein aſkeruare. $t ſo der himel | |
| ein gras; / dâ zer winstern hant si was / tunkel rôt als ein bluot. / sin schilt was niuwe unde | |
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