Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ungevuoge stF. (25 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| under juncfroun mit sorgen/ und treit an der frouwen kleit;/ ungefuog ist im leit.’/ dô der künic dô erhôrt/ des wîssagen | |
| sô dûhtez si alle gelîche,/ arme unde rîche,/ ein michel ungevuoge./ ouch wizzenz im genuoge/ under sîniu ougen:/ die andern redtenz | |
| oder vil/ gert des daz ander niht wil,/ daz diu ungevuoge geschiht,/ des enist under uns zwein niht./ von hiute über | |
| Durch sine valschen mine trüg./ Aiax er sach wa er ungefüg/ Er stalte mit der werden fruchtt:/ Doch waz ir raine | |
| man dâ phenninge/ vil unde wunder slüege./ dâ wart ein ungefüege/ unde ein griuwelicher schal,/ daz in den wolken widerhal/ der | |
| so sie große wunne hetten,/ Daz dann der wirt durch ungefuͤg/ Sin lieben frunt zu tot sluͤg,/ So er by im | |
| dînem wîbe, $s der mînen tuon ich sam./ ir grôzen ungefüege $s ich mich wærlîche scham.«/ Mit rede was gescheiden $s | |
| in sît./ Er hetez widerrâten, $s wan daz Gêrnôt/ mit ungefuoge $s im alsô missebôt:/ er mant$’ in Sîfrides, $s vroun | |
| ein vreislîchiu nôt./ Hie muget ir hœren wunder $s bî ungefüege sagen:/ niun tûsent knehte $s die lâgen tôt erslagen,/ dar | |
| der Scherre,/ der was des prinzen verchmâc,/ an dem diu ungefuoge lac,/ daz er ouch hete phliht/ an der übelen geschiht,/ | |
| Tiutschen het gerouwen:/ si wânden, daz ûf si gebrouwen/ ein ungefüege wære./ und mit dem selben mære/ kom ein Unger gerant,/ | |
| êren, der ir habt genuoc,/ sô daz die Bêheim ir ungefuoc/ iht begên an uns ellenden./ in iwerm geleit geruocht uns | |
| Krein,/ kêrt der liut an in genuoc./ wolt ir die ungefuoc/ und daz dine understân,/ daz müeste schier ergân,/ die wîl | |
| beiden wâren holt,/ der herren was genuoc,/ die wanden die ungefuog,/ der dem kunic was gedâht./ zeinem fride man ez brâht,/ | |
| er dem kunic verweiz/ sîner missetât genuoc./ der flôch die ungefuog/ unde gie von im dan./ dem bischolf enpôt er sân,/ | |
| geschach,/ des dûht in dannoch niht genuoc./ dô er grôz ungefuoc/ mit wüesten dâ begangen hât,/ dô besaz er eine stat,/ | |
| der niht ganz beleip./ des selben jârs ouch treip/ grôz ungefuoc der wint./ die noch lebentic sint/ und die sîn gedenken,/ | |
| des er ouch selbe weste/ mêr denne genuoc,/ waz grôzer ungefuog,/ darzuo schaden unde smæhe/ an im teglich geschæhe./ darnâch er | |
| Ruodolf/ ûf den selben bischolf:/ der kunic in übertruoc/ maniger ungefuoc,/ die er begie envollen/ mit unrehten zollen,/ die er nam | |
| houbte sîn/ unser herre selbe truoc./ dô man ims mit ungefuoc/ in sîn houbet dranc,/ ei, waz bluotes her ûz spranc,/ | |
| begunden sis unêren./ ach got, daz dû vertrüege/ die grôzen ungefüege,/ diu an den frouwen dâ geschach!/ den jâmer und den | |
| ein eberswîn,/ daz er den willen sîn/ mohte niht volfüeren./ ungefüeg begund in rüeren/ umb die, die er dâ het verlorn;/ | |
| wârn:/ Abel, Adâmes barn,/ Kayn sîn bruoder sluoc./ der selben ungefuoc/ verhengt got umbe daz,/ daz Abel besaz/ umb den unschuldigen | |
| einen kûme ze îser hân:/ des wart ir lieht anschouwen/ ungevuoge verhouwen./ si wâren ir lebens milte:/ swâ mans âne schilte/ | |
| heim gevarn,/ sône wæren si mit sô manegen scharn/ sô ungevuoge niht getrett./ dâ wart Ehmereiz errett,/ und sîn vater Tybalt |