Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
vënje F. (72 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die manicualdin arbeit/ der herre da durch got leit/ in uenien vn̄ in uasten,/ in uroste vn̄ in wache,/ andirs in | |
| eine gewoneheit her habete/ daz her alle tage sůchte/ sine uenie also ofte/ biz ime der sweiz abe ran./ da mite | |
| mit eren,/ vn̄ durch sine hulde/ sich kestigen solden/ in uenien vn̄ in uaste,/ in wachene vn̄ in uroste/ vn̄ in | |
| der heilige man/ in daz munstir quam/ vn̄ her sine uenie hete geleist/ do was der unreine geist/ an eine winkele | |
| die sluogen sich mit gaiseln alsô nakent und vielen ir venie auf ir prust und nâmen ir hundert oder zwaihundert oder | |
| die im der künic gap. //Moyses viel des nahtes ofte venige an sîniu knie ze himel gegen got. Got erhôrte in | |
| kriuze dâ genigen/ und sumelîche des geruochten,/ daz sie ir venje suochten:/ sô was der künec selbe dâ./ des wânden die | |
| $s unt gieng er dâ fure./ / /Er tete siben venje $s ê er sîneme bruodere chôme ingegine./ Sîn bruoder in | |
| ûbet./ do gie du sa zeder dritten stunt/ mit gestrackter venie. uns tût chunt/ diu schrift daz du an der stet/ | |
| niemen kan iu gesagen,/ welh wunder diu frouwe tet/ mit venje unde mit gebet,/ mit herzen jouh mit munde./ si sprach: | |
| dâ wâren sehse unt drîzec man./ $sSancte Pêter viel drîe venje/ mit ander der menige,/ bî daz er sîn gebet vol | |
| gedâhte, ob er iemer erlôset solte werden,/ er viel sîne venie./ duo kom von himele/ der gotes engel erscein im dô,/ | |
| er mir hinne.’/ //‘Waz hilfet iuwer metti gân und iuwer venjen suochen,/ daz ir des armen pilgerîns/ hie inne niht went | |
| der werlte gelebet hete, ſo viel ſi nider an iͤr venie vnd ſůchte vnſer froͮwen ſante Marien hilfe, diu half iͤr | |
| si aller meiste mahten./ genuoge sich nider strahten/ mit maniger venje für sie./ die andern stuonden ûf ir chnie/ mit armen | |
| iunger: Waʒ betútet, daʒ wir ʒů iegelicheme gebete důnt die venie ane fúr die iuden? Der meiſter ſprach: Da bi gedenke | |
| wir ir vntruwen, daʒ ſi vnſerſ herren ſpotetent mit irre venia, do er hienc an dem crúce. //Do ſprach der iunger: | |
| Do sprach er: «Der mir ein jar alle tage hundert venien und zwoͤlf disciplinen und vil trehnen mit rúwigem herzen us | |
| das hoͤhste bekort. So solt du mit grosser demuͤtekeit dine venie machen und gan denne zehant an din gebet und lassen | |
| einem male sol das sin gebette sin an siner langen venie alsus: «Herre, ewiger vatter, got von himmelriche, ich unwirdiger mensche, | |
| Sigûne doschesse/ hôrte selten messe:/ ir leben was doch ein venje gar./ ir dicker munt heiz rôt gevar/ was dô erblichen | |
| dar./ diu juncfrouwe bleich gevar/ mit zuht ûf von ir venje stuont./ dennoch was im hart unkuont/ wer si wære od | |
| der wunden sîn:/ diu gewan der arzet beidiu wider./ mîne venje viel ich nider:/ dâ lobet ich der gotes kraft,/ daz | |
| edel hôch geslehte/ kom uns dâ für niht rehte./ ___unser venje viel wir für den grâl./ dar_an gesâh wir zeinem mâl/ | |
| greif er zuo./ diu künegîn zer kappeln was,/ an ir venje si den salter las./ der knappe für si kniete,/ er | |
| helme brast,/ sô daz der küene rîche gast/ mit strûche venje suochte./ got des niht langer ruochte,/ daz Parzivâl daz rê | |
| an mir gesige,/ des wirt wol innen disiu schar."/ sîn venje er viel des endes dar/ drîstunt zêrn der Trinitât:/ er | |
| für sich drâte/ und funden sâbents spâte/ Sigûnen an ir venje tôt./ dâ sach diu künegîn jâmers nôt./ si brâchen zuo | |
| vasten, si gent ze chirchen, si betent, si vallent manich venige ze der læut gesicht, daz si heilich dunchen, daz si | |
| so were ich an zwiuil/ daz min got růchte.’/ sine uenige er sůchte/ zů des keiseris uůzen./ ‘ich wil gerne’, sprach | |
| dar zů wole erwelt han./ ir habet lůccele gerastet/ mit uenie ioch mit uaste,/ mit anderen gůten werchen./ da můze uch | |
| waren/ di enphal er zu den gotes gnaden./ uon den uenien begonde er můden,/ do wolt er gerne roͮwen;/ der slaf | |
| si fiengen,/ den gotes lichename(n) si enphiengen./ si uielen ir uenie,/ si riefen hin ze$/ himele:/ ze uil manigen stunden/ manten | |
| uf ir hente./ in allen uir ente/ uielen si ir uenie./ sich erfroute elliu himelische menige,/ daz so manc heiliger marterare/ | |
| er im den gewalt hete uerlazen./ der kaiser uiel sine uenie/ mit aller menige/ in allen uier ende der werlte./ uf | |
| gerne den tot,/ sine furchtent nicheine not./ si suche(n)t ir uenie,/ do uiel ouch ich dar ingegene:/ da mit uerhal ich | |
| uon Karlingen/ fluren allen ir gedingen./ der kaiser uiel sine uenie;/ er bat alle di menige,/ daz si got fleten/ daz | |
| was er komen an eine stat,/ dâ er ûf sîner venje lac/ und sprach sînen mitten tac,/ daz wir heizen sexte | |
| man voren in daz capitel vnd svlen vallen an ir venig. So sol der maister sprechen: Waz svchet ir? So sol | |
| daz geschent ist, so svlen die brvder vallen an ir venig vnd beten. Vnd so sie aso ligent, so sol der | |
| wispelne $t oder mit stimme unde ouch mit ungeordenten $t venien den anderen betrûbe, unde sulen ir vlîz legen darane, daz | |
| sô mugen sî an dem Gotes dieneste unde an den venien sich gewert haben der, zu den sî kument, $t unde | |
| /(f) Ein igelich brûder sprichet siben pater noster an sîner venie zu begerunge der gâbe des heiligen geistes, unde sô daz | |
| vesper biz an den mântac ze mettin.] Diz sint die venien der brûdere sente Marîen des Dûschen hûs von Jerusalem. /1. | |
| der octaven des obersten tages niht envenie âne etteliche sunderliche venie, als hernâch underscheiden $t ist. Zu allen mâlen, sô man | |
| unde vor den gecîten, sô sal man sîn an der venien, biz er sprichet: Domine labia mea oder Deus in adiutorium | |
| wege, sô die gecît ûz sint, sô sal man eine venie sûchen, biz ein pater noster unde ein âve Maria ist | |
| âve Maria ist gesprochen, unde sô man placebo anhebet, eine venie, unde nâch magnificat, biz man daz pater noster unde den | |
| unde die collecten gesprochen hat, sal man sîn an der venien. Zu vigilien, sô man sî anehebet, unde zu dem miserêre | |
| dem kyrieleyson unde die collecte sal man sîn an der venie. /5. Zu complêten zu dem pater noster unde confiteor sal | |
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