Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
vergân V. (113 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| lichamen here/ in mine hende neme?/ daz mac mich wole uirgan./ ich bin ein harte uirworcht man:/ maniger sunden bin ich | |
| dem mer und prüett seineu air siben tag. wenne die vergênt, sô zeuht er seineu kindel auz den airn. dar zuo | |
| umb, welher mensch den stain in seinem mund tregt, dem vergêt der durst. //VON DEM VASANT. /Gallus_silvester haizt ain walthan und | |
| hât, sô verzert si in zehant, alsô daz er zemâl vergêt und verswindet in irm maul. //VON DER SALPEN. /Salpiga haizt | |
| wenn die alten läut vil veigen ezzent und oft, sô vergênt in ir runzeln, wan die veigen ziehent die überflüzzigen fäuhten | |
| machen in einem hafen und an den leip haben, sô vergêt im der smerz. //VON DEM SLATENKRAUT. /Gladiolus haizet slatenkraut und | |
| scham sô vaste dâ mit, daz im der glust zemâl vergieng. daz öl, daz auz dem sâmen des krauts wirt gemacht, | |
| an der stat her auz mit klainen pläterleinn. und sô vergêt der smerz. wem diu augen rôt sein und krank, der | |
| schein. wer den stain in ain wallendez wazzer wirft, sô vergêt der wal und dar nâch wirt daz wazzer kalt. //VON | |
| wan geliten-hân ist verrer und unglîcher lîdenne, wan ez zemâle vergangen $t ist. Daz man aber lîden sol, daz enbenimet niht | |
| werlt, daz er sie noch âne underlâz schepfet. Allez, daz vergangen ist und waz zuokünftic ist, daz ist gote vremde und | |
| als lange solte wern, hât iezent gemachet, und allez, daz vergangen ist manic tûsent jâr, sol noch hiute machen. Waz mac | |
| lâzen genüegen mit einem gedâhten gote, wan, swenne der gedank vergât, sô vergât ouch der got. Mêr: man sol haben einen | |
| mit einem gedâhten gote, wan, swenne der gedank vergât, sô vergât ouch der got. Mêr: man sol haben einen gewesenden got, | |
| obe den gedenken des menschen und aller crêatûre. Dér got envergât niht, der mensche enkêre denne williclîche abe. Der got alsô | |
| meinunge oder swaz er gedenke oder swaz er würke, im envergât doch daz bilde des trankes niht, die wîle der durst | |
| gewalt ze wünschenne, er ensölte niht wellen wünschen, daz im vergienge $t neigunge ze den sünden, wan âne die stüende der | |
| ieglich rîche, daz in im selber geteilet ist, daz muoz vergân’, und als er ouch sprach: ’wer mit mir niht enist, | |
| ‘des [hat si smerze.’/ #.,Jch habe in.#.’ ‘er is]t dir vorgan.’/ #.,noch niet.#.’ ‘so wiltu si irslan?’/ #.,Wa [mit?#.’ ‘daz du | |
| ne sal,/ ir si we oder wal./ Swen iz iar vorgangen is,/ so mach min vroͮwe sin gewis,/ Daz ich nach | |
| er si niet ne wolde sien/ e das iar was vorgien,/ Als er gelobet havete./ Pilose do sagete:/ ‘Here, nu gebut | |
| vroͮwe gewan,/ Niet ne muste gesien,/ e der winter was vorgen./ /Zu han so der mei quam,/ Tristrant grawe cleider nam,/ | |
| erzeiget./ diu sunne hete sich geneiget,/ der mitte tac was vergân,/ dô muose diu frouwe wolgetân/ ze herberge rîten./ getorste sie | |
| uns grozen schaden getan,/ daz selbe ne hat uch nicht vor gan./ nu neme wir des einen vride./ waz danne, al se | |
| mile;/ vil we was sime libe./ svenne ime die nacht virgienc/ unde ime die tach ane vienc,/ so muste die wol geborne/ | |
| Min herze vil vngesunt,/ Verdorret min lunge,/ Zv|clobe1n min zvnge,/ Vergange1n alle min macht."/ Sus klagete er alle die la1nge nacht./ | |
| als er ez rechte gesach,/ Vil zorne im wart./ Des verginc im der zart,/ Den er vo1n mi1nnen hete./ Sin zorn | |
| und rubinen./ Di daten soliches schinen/ Das im das sehen vergieng./ Zehant er die kraft gevie/ Das er horte und sach/ | |
| zellit uon der witehophun . So ſiu alt wirdit ſo uirgent ir diu ougen. daz ſiu geſehen nemach. $t So ir | |
| fröide lâzen, sît daz mich diu welt an fröiden wil vergân?/ nein, ich wil mich sorgen mâzen/ dur die lieben der | |
| tal./ sîn chriegen machet tieres val,/ daz jenen vil lîhte vergât/ der chunst und minren willen hât./ als ist ein ieglîch | |
| umb syn kint das er sin sprach alle verlore, und verging im syn gesuntheyt; da strackt er sich so sere das | |
| jamert mich fast sere, das uwer hoch$/ geschlecht so ser vergangen ist und irselb in uwerm land enmitten gefangen sint in | |
| so we so das im die augen in dem heubt vergingen. Er reit uber yn, das er ein lang wil nit | |
| grase, wann das wetter heiß was. Da die groß hicz verging, er saß uff syn pfert und reyt heynwert $t und | |
| und mit den heubten zusamen, das yn die augen wonden vergeen. Sie wurden vertort und wústen nit wie yn gescheen was, | |
| es im darnach $t fast sere priseten da der stritt vergangen was. Wann er sichselber gut ritter wúst und sicher und | |
| nach nonen. Do vnſer herre verſchiet vnde die viende alle vergiengen, do giengen die heiligen ʒuelfboten aller erſt ʒů dem crúce. | |
| wissen bibos bleter zu berge unde nutze di gesoten: is vorget si. Swelch wip mit einem kinde arbeitet, sudet si den | |
| stosse di wermaten mit wine unde trinke das: is [5r] verget. Si ist ouch gut also genutzet wider allerhand vergift. Di | |
| sich damite behet. Swer si mit wine gesoten nutzet, dem verget das #;ewllen. Swer verirret ist an dem slafe, ruchet her | |
| [7v] der sol den buch mit diser wegebrete behen: is verget. Das selbe saf getrunken, vertribet di spulwurme. Disse wegebreite gestamphet | |
| wines unde stamphe ez mit poley unde nutzet is: iz verget im; oder nutzet is mit wasserigem ezzege. Also selbes genutzet | |
| side poley mit wassere unde wasche sich da mite: is vergeit. Poley mit heisem wine genutzet vertribet den husten. Swer kumerlichen | |
| husten. Swer kumerlichen pisset, der nutze also den poley: is verget. Noch bas hilfet dar zu, ob der poley gesoten ist | |
| mit bestrichet. Ob das houbt we tůt oder hitzet, iz verget, wirt is damit bestrichen. Das selbe olei mit ezzige zutriben | |
| salbe inne gesoten ist unde behe an der stat: is verget. Swer sin har wil swerzen, der twa sin houbt mit | |
| unde lege si uf di citzen: di milch trockent unde vergeit. Swelcher magt di citzen waschen, mit dem saffe dicke se | |
| mit hůner smalze unde mit minzen saffe zusamne gesmelzet: iz verget. Swer des morgens nůchtern sine zene mit der minze weschet, | |
| munt serec ist, der ezse di minze mit brote: is verget. Di minze mit olei gesoten unde gessen, heilet, dem is | |
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