Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
pilgerîm stM. (81 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| unt sprach: "wîse mir vil schiere, war hâst dû mînin bilgerîm getân; wen daz ich vil ungerne iemanne icht leidis tûn, | |
| hetis garnit widir mich den êwigen tôt, wende dû mînen pilgerîm hâst irmordit." dô gienc s$. N$. fur daz hûs unt | |
| zû deme lîchamin unt satzete iz cesamene. alsô wart der pilgerîm lebinde. der schêchêre was irkumin dirre dinge, daz er sich | |
| nicht virwiste. dô hiez in s$. Nic$., daz er deme pilgerîme bettete, als er dâr gelegit was, dô er irmordit was, | |
| ce himele unt der mordêre fûr zû unt weckite den pilgerîn. dô er dô irwachite, dô sprach er: "o wî, wie | |
| geslâfin, wende ich hete dich irmordit." ein zeichin was deme pilgerime an deme halse bilibin alumme als ein rôt sîdîn vadim. | |
| biscof,/ des frůte sich allir der hof:/ ‘wol ir heiligin pilgerime/ nu lat wol schinin/ durch waz ir uz sit komen/ | |
| ie cheim man gesach./ Do sluffen die helede guode./ In pilegrimis gewete./ Der herzoge uon meran./ Vn̄ luppolt der getruue man./ | |
| Nu sage mir truch herre min./ Ich bin ein arin pilegrim./ Vnde uare durch die riche./ Vil gamerliche./ So moz der | |
| man./ Vnde hat uns al lieb getan./ Nu uirnim guote pilegrim./ We ime des gelonit si./ Rother wolde dannin gan./ Do | |
| armekeit/ in einem hemede hærîn/ gân vür in als ein pilgerîn./ des nimt in michel wunder/ und vrâget dich besunder,/ waz | |
| sich in wildiu hol,/ sie liten manige pîne,/ sie wurden pilgerîne/ und ofte unwerde geste/ durch got. ir muot was veste./ | |
| zartheit; nu sich ich nit denne einen armen vertribnen ellenden bilgrin, der stat doͤrt erbermklich geneiget uf sinen stab vor einer | |
| wildú tier in menschlichen bilden. Und da gat der ellend bilgri umb und umbe und lůget, ob im ieman die hand | |
| tier und widerzuckent daz. Also hoͤr ich, daz der ellend bilgri von ingrund ellendklich ersúfzet und sprichet: «o himelrich und ertrich, | |
| din miltes herz erbarmen. Sihe, ich bin der ellend vertriben bilgri, den du sehe; ich waz etwenne in der stat in | |
| es mir verseit wirt; dik wird ich enphangen als ein bilgri, und wird unwirdeklich gehalten und schiere us getriben. Aber ich | |
| himelschen paradyses; du bist hie ein vroͤmder gast, ein ellender bilgri. Und dar umbe, als ein bilgri ilet wider hin in | |
| vroͤmder gast, ein ellender bilgri. Und dar umbe, als ein bilgri ilet wider hin in sin heimůt, da sin die geminten | |
| gar reht gegen Gotte;/ wan da vil m#;eanig rotte/ der pilgerin und waller,/ disich verzerten uf dem mer,/ rittent, giegent in | |
| wurde schîn./ Ich nam ir achte/ in gewande als ein pilgerîn,/ so ich heinlîchste machte,/ do sî gieng von mettîn./ Dô | |
| strâzraup begân wan an drîer hande liuten: an pfaffen, an pilgrîmen, an kaufliuten. Swer die beraubet ûf der strâze, den sol | |
| pfäflîche varnt: reht umbeschorn, pfäflîche gewant, âne aller hande gewæfen; pilgrîme die stap und taschen von ir liutpriester genomen habent; kaufliute | |
| ouch von ubervluziger $t minne entphêhere der geste unde der pilgerîne unde der armen lûte. Sie sint ouch, die von miltekeite | |
| davor geschrieben stat. Der ander ubel strazraup ist, der einen bilgerin uf der strazze beraubet, $t den bilgerin der mit sins | |
| ist, der einen bilgerin uf der strazze beraubet, $t den bilgerin der mit sins liupristers rate unde mit siner bihte unde | |
| dâ rât über rât./ ouch was dâ schœne vederspil,/ valken pilgerîne vil,/ smirlîne und sperwære,/ habeche mûzære/ und ouch in rôten | |
| zuo gevelle./ //Tristan dô er den bîl ersach,/ wider die pilgerîne er sprach/ wîslîche, als er wol kunde:/ ‘ir hêrren, dise | |
| dem stade war./ //Nu diz geschach: Tristan kam dar/ in pilgerînes wæte./ sîn antlütze er hæte/ misseverwet unde geswellet,/ lîp unde | |
| rich./ Sú kament zů dem kastel hin/ Und b#;vatend disen bilgerin/ Das er mit inen kæme,/ Die herberg bi in næme./ | |
| //__Nu hebt sich aber todes pin!/ reht als der edel pilgrin/ stozt under wilde starn,/ sus kom in den strit gevarn/ | |
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