Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
minniclîche Adv. (45 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| und manigen stolzen recken/ und manic vrouwen klâr/ und reht minneclîch gevar;/ den was der fürst mit triuwen holt/ und si | |
| daz kint got erkant/ und wart Moyses genant./ ez wart minniclîch gevar/ und wart frum ân mâzen gar./ vil dick daz | |
| der hât der werlde lop vil gar,/ wan ich bin minniclîch gevar./ sich, Paris, an mînn rôten munt!/ mir sol der | |
| der wol gezogen man,/ zuo sîner juncfrouwen,/ die wolt er minniclîch schouwen./ er sprach: ‘juncfrou, nû sît frô!/ sît ez ergangen | |
| tuon sol.’/ __Ein tjoppen legt er im an,/ diu was minniclîch getân,/ dar ob ein halsberc wîz,/ diu was geworht mit | |
| daz bürgtor./ daz wart gesagt hern Hector,/ der wâpent sich minniclîch;/ des gezogen was er freudenrîch./ __Priamus und Paris/ wâren des | |
| ir kemnât./ si nam sîn tougenlîchen war/ und gruozt in minneclîchen dar,/ wan si in dô wol erkant,/ dâ von sie | |
| vol./ doch tet der kunic so wol,/ er gruͤst si minnencliche/ und sprach: ‘wert ir icht gerne riche?/ daz sult ir | |
| der sel sy gie;/ Als sy die sel an sach,/ Minnikleich sy sprach:/ ‘Liebe, hastu gesant nach mir/ Das ich sulle | |
| der man,/ die beide hie versuonten sich/ mit rede harte minneclich./ Isôten ande und ange/ doch was, daz sie sô lange/ | |
| enpfienc;/ die küniginne ouch gein im gienc/ mit manger vrouwen minnenclîch./ der hêrre Tristan wart vriuntlîch/ enpfangen von den vrouwen./ man | |
| herzogîn/ und sîn swâger Kâedîn;/ und die wîzgehande Isôt/ gar minnenclîch ez im erbôt:/ die viere gein im giengen/ und in | |
| bî einem Gâlotten,/ vorworcht in einer rotten:/ daz was gar minnenclîch gepflogen/ und hêten feien erzogen/ aldort in Avelunder./ des sol | |
| dâ er lac/ under einem gezelt hêrlichen./ dâ enphienc er minniclichen/ den kunic von Arrogûn./ der sprach: ‘ich wil getrûn/ iu | |
| daz er ûf brach/ und fuor gegen Mistelbach./ sich urloubten minniclich/ die zwêne kunige rîch,/ der von Rôm und kunic Ladizlâ./ | |
| einem süezen zarten wîbe,/ daz er sich an der lîbe/ minniclich erküelen sol,/ wol im hiut und immer wol,/ dem daz | |
| und ouch die von ôsterrîche./ Albreht der furste lobes rîche/ minniclich si enphie,/ und dô daz ergie,/ dô herbergt man si | |
| fúr sih komin/ Pharao der kúnig riche/ und bat in minnincliche/ das in gein im gezeme/ das er si widir neme/ | |
| sprechen ê,/ er reit in valle Save/ und empfienc in minnincliche./ __ Der edil kúnig riche/ Melchisedech von Salem,/ das nu | |
| man,/ so das er einin bettet an,/ und empfie si minnencliche./ der edele seldin riche/ satte si mit vroidin sa/ und | |
| do twanc/ das er an der selbin stat/ den brůdir minnencliche bat/ das er niht virstieze/ und im das ezzen liezze,/ | |
| rilich wirtschaft da bereit,/ die der seldin riche/ Jacob vil minnencliche/ gab sinim liebin swehir do./ si waren mit ein andir | |
| kam./ do der umb sin kunft virnam,/ er empfienc in minninchliche./ .Ysaag der selden riche/ lopte Got, der im tet schin/ | |
| dú si im hatten mit in braht:/ dú empfienc er minnenchliche./ der edil tugenden riche/ Josep der edil Gotis degin/ tet | |
| gahte/ gein im. als er im nahte,/ er empfienc in minnenchliche./ vil manegir vroidin riche/ wurdin si do beide/ nah grozem | |
| rihte und saz/ und empfieng in vaterliche./ er sprah vil minnenchliche:/ ‘dine súne sint minú kint,/ dú dinú kint geheizen sint./ | |
| und saztes fúr sih uf sin schoz./ er sach ez minnenchlichen an:/ vil sere in wundirn began/ wie ez nah wunsche | |
| mere von der schar:/ wie schone si Raab empfie,/ wie minnecliche si si lie,/ wie si dú eine was gewesen/ dú | |
| kint,/ als úns dú mere gewizzen sint,/ und zoch ez minnencliche./ Anna schiet vroidin riche/ von dan und lie das kint | |
| dan/ unde nam sich do des selbin kindis an./ vil minninkliche erez do ziehin hiez./ sinir stiefmůter er liez/ Lavine ir | |
| der bischolf harte vrô./ alsus schieden si sich dô/ harte minniclîche./ nu lôste got der rîche/ den phaffen von der selben | |
| schalle./ der meister vür den sal gienc,/ den künic er minneclîch enphienc/ und sprach: “ir sult her in gân/ und sult | |
| wunnenklicher in, wanne ir vernunft dienet in zů allen dingen minnenklich. #;vOch die ehte sich liessent dieseme, so emver kein blůtes | |
| die sunne und wúrcket in die trúbel und tůt sú minneklichen bluͤgen. Och die blůmen sint von so gůtem edelme gesmacke | |
| do vindet man in der worheit das wore hochgezit Gottes minnenclichen in gegenwertikeit, do sich der mensche Gottes eigen gefuͤlet und | |
| do man eine heilet, und nút růffende noch ungestuͤmeklichen, sunder minneklichen und mit getult. So wo dis nút enist, do ist | |
| dem heilgen sacramente. Wie wolte ich mich bas bereiten und minnenklicher und heiliklicher und goͤttelicher zů enpfohende den selber zů ime | |
| alles lobes prise./ __Ir stim och suͤsse, milte, hel/ Vil minneklichen von ir kel./ Ir aten suͤss und sænfteklich,/ Dem aller | |
| armen/ Und komen uf dis erden,/ Mensche wolte werden:/ So minnekliche wart verkorn/ Sin lang werender grimer zorn./ Da von David | |
| dú liebe můter sin/ Von im hette kain pin./ __Das minneklichen zarte kint/ Von dem dú mære hie sint,/ Wart an | |
| iement kunde gemachen/ Von kainer schlachte sachen./ Also kond es minneklich/ Wol siner můter lieben sich/ Inallen sinen jaren/ Und den | |
| nach wunsches fliss gezalt./ __Dú wangen wunder schoͤne gar/ Und minneklich wol gevar:/ Mit rot wis gemenget,/ Rot uf wis gesprenget,/ | |
| er kam:/ Do lucht als sam der sunnen schin/ Vil minneklich das antlút sin./ Und do er zů dem kúneg kam,/ | |
| Und gab ir dar nach sinen segen/ Und sprach vil minneklichen ze ir:/ ‘Froͤde und fride si mit dir!’/ __Dar nach | |
| von herczen fro,/ Mit kusse und umbevachen sich/ Ainander grůstent minneklich/ Und mit wunder gros war umb sú Got/ Also hette |