Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwiclîche Adv. (22 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| meister,/ der ist ouch Prosper geheizen./ her sprichet: wer hie ruwiclichen bichtet/ und sin ding zu gote berichtet,/ den vluhet dort | |
| do dü küngin/ Grüssen do den jungen man/ Mitt wortten rüwenklich began ./ Er schwaig und antwurtt nichtt./ [193#’r] Dü mütter | |
| ungeschiht,/ man muoʒ iht anders tuon dar zuo./ daʒ ieman riuweclichen tuo,/ daʒ lânt verboten werden./ jô zimt eʒ wol ûf | |
| daʒ ich Helênen meinte./ mîn wange ich under leinte/ vil riuweclîche mit der hant,/ ûf trûren was mîn sin gewant/ und | |
| gewan von gote gnad zů im und bihtet im als ruͤweklich, daz sú baide wurden weinende. Der starb kurzlich dur na | |
| land varen/ und lan Marien Got bewarn.’/ do er so rúwenclich gesas/ und maniger lay sich vermaz/ mit haissen trehen, suftzen | |
| dik dinen zorn/ verschuldet han und dich verlorn,/ und brich rúweclich ze dir/ sam er: ‘Got, wis gn#;eadig mir!’/ __Swenn ich | |
| so besessen/ daz si din hat vergessen./ diss ich dir rúwenclich klag/ und man dich, herre, diner sag/ daz du nit | |
| gelogen./ in sorgen er besovet./ zerstrobelt und zeroufet/ dort ainig rúwenclichen saz,/ von frost swarz, von hunger was/ er dúrr, blaich, | |
| er si wolt grúessen,/ daz si ze sinen fúessen/ sich rúwenclich nider lie/ und so vil jamers do begie/ daz ir | |
| mit ir form zierte,/ in bůswirdiger andaht/ si do vil rúwenclich enpflaht/ und von dem hopt nuste,/ uf daz sie ab | |
| intot súnden sint,/ wol haissent arm und blint./ dez schrien rúwenclich/ Jesum an steteclich./ swie vil wir súnd hant getan,/ er | |
| Joachim, und dænnen gieng/ Mit grossem laid mænigvalt,/ Trurig und rúweklich gestalt./ Sin frowe oͮch balde erkante das/ Wie ir man | |
| den lúten verre./ Mit in fůr och der herre/ Inlaide rúweklich/ Und lepte trureklich/ Mit wachende, vastende und gebett,/ Das er | |
| al von siner vart/ Das husgesinde trurig wart/ Und giengent rúweklich mit in/ Und wisden sú die wege hin./ Och battend | |
| sin hercze laides vol,/ Sin schulde erkante er wol:/ Vil rúweklich schiet er von dan./ Súnfczen, wainen er began/ Vil bitterlich | |
| dú schar;/ Des wart si leidig sunderbar/ Und stůnt vil rúweklich also/ Súnfczen, schnopzen, wainen do/ Ingrossem laide bitterlich,/ Ir not | |
| Und och schrigen, wainen, klagen,/ Jamers not mit laide sagen/ Rúweklich inmæniger wise/ Mit aller macht unlise:/ Das wart da klæglichen | |
| fúrchtest du nút dar umb Got?’/ Ze Ihesu sprach er rúweklich:/ ‘Herre, so du komest indin rich,/ So gedenke och min/ | |
| wil ich jechen./ Das wissent baide jung und alt,/ Vil rúweklich ist es gestalt,/ Vil mænig wainen da beschicht/ Von mænigem | |
| in zehelfe doͤchte,/ Und stůnt raichen úbersich/ Mit den henden rúweklich./ Fúnfczehen fuͤsse hoch das crúce was/ %/Uber sich uf: umb | |
| inneklich dú Gottes schar/ Mit laide wart betruͤbet gar/ Und rúweklich gebaren/ Vor allen die da waren:/ Mit klag, mit lob |