Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
brosem F. (38 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| du hast vil war;/ iedoch chomen ze helfe $s die broseme den welfen,/ die von des herren tiske quement, $s die | |
| stinke, der nem ein gebetez brot ruchines und hol di brosin alle uz und fulle di rinten honges und sprenge si | |
| gekroͤse, nim vier eyer gesoten herte vnd nim dor zvͦ eine brosmen schoͤnes brotes vnd kuͤmel dar zvͦ vnd ein wenic pfeffers vnd | |
| ein tůch mit eyner suͤzzen zamen milich vnd mit einer brosmen semeln brotes, wol gesoten in eyme hafen. vnd gibe smaltz genůc | |
| Do sprach sy: ‘ja herre, dy welfer ezzen von den brosemen dy do vallen von dem tysche irre heren.’_(28) Do antworte | |
| tur vol sweren_(21) Unde begerte sat czu werden von den brosmen dy vylyn von dem tysche des richen mannes, unde nymant | |
| reiche/ Wolte tagleiche/ In grosser wiertschefte leben/ Und wolt der brosem nicht geben/ Dem armen Lassarem fur sein tor,/ Der voller | |
| unde dar abe sere irhitzen, der sol nemen eine wisse brosmen brotes unde ein quiten unde ebrezen unde side das in | |
| trocken in dem dritten grade. Des epfes saf mit wiser brosmen gekneten unde als ein plaster des nachtes uf di swernde | |
| man sust: man nimt gestossen senf samen unde eine wise brosmen von brote unde trockenet vigen unde honig unde ezzig, unde | |
| des honeges deste me; wiltu is crenker, so tu der brosmen unde des ezziges deste me. Vnde salt das wissen, das | |
| corianders same mit ezzige getempert hilfet. Ouch ist gůt ein brosme brotes geweichet von korianderz saffe. Das vertribet bose hitze, swor | |
| iz diu genad ist, so muͤgen doch die huͤndelin der broͤsem ezzen, die da vallent ab ir herren tische. enmuͤg wir | |
| wir daz gantze brot niht erwerven, so ezzen doch die brosem die von der herren tische vallent. unser vodern die hiezzen | |
| habent, die nagent die rint; so ezzen wir die innern brosem, wan wir di hiligen schrift geistlich versten, die hiligen wizzagen | |
| sat waren, do hiez unser herre sein hilig junger die brosem ze samen lesen. die brosem die unser herre ze samen hiez lesen, | |
| unser herre sein hilig junger die brosem ze samen lesen. die brosem die unser herre ze samen hiez lesen, daz ist diu tief | |
| ze dem ewigen leib da mit spisten. mit den selben brosmen fulten si zwelf choͤrbe. die zwelf choͤrbe die bezaichent die | |
| waz ser und voller aize. der selb sich gert der brosem die abe des richen mannes tische vielen, die engab im | |
| da ze der tuͤr waz und da lag und der brosem gert und im sein niemant gap, der da voller ayzze | |
| heidenschaft bechert und irr suͤnt verjahen, do gerten si der brosem von des richen mannes tisch, si gerten der heiligen gotes | |
| rich man versmæcht den arm Lazarum und verzeh in der brosem die man ab dem tisch den hunten warf. den sach | |
| suͤmliche genunch haben, suͤmlich ze vil, daz wir in di brosem geben die ab unserm tisch vallent, so wir genunch und | |
| broten ein so michel menig gesatte $t und dennoch der brosem siben choͤrb uͤber wurden. diu siben brot diu bezaichent diu | |
| do diu menig goz, do losen die heiligen junger die brosem ze same und fuͤlten siben choͤrb. die brosem daz sint diu | |
| heiligen junger die brosem ze same und fuͤlten siben choͤrb. die brosem daz sint diu gebot und der rat unsers herren den | |
| der ewigen $t genaden. die siben choͤrbe die mit den brosem gefuͤlet wurden, daz sint die durnæchtigen læut die mit der | |
| niemer wol./ er hæte vürbaz niht gegert:/ möht er der brosemen sîn gewert,/ die man von jenes tische truoc,/ des dûhtin, | |
| wart im da verzigen,/ wan als er mit unwerden/ die brosem ab der erden/ uf az vil jamerliche./ der arme und | |
| lie/ under mime tische sie/ smah nemen ir lipnar/ von brosemen, die vervielen gar,/ der si muͤste do gezemen/ und si | |
| lutzel den lip. vnde iz machet den getwanc. Di groze broseme di leimic ist beheldit sich in deme libe. Cleine brot | |
| deme libe. Cleine brot werdin wol gebacken. vnde wirt di broseme trucken ab daz korn gut ist gewesen. $t vnde daz | |
| dir klegt ir ungemach:/ ‘nu essent doch dú hundelin/ der brosmen die da risent hin/ denn von ir herren tische.’/ du | |
| gotiſ ſun in dem heiligem êuuangelio ſêit, der Lâzaro ſine broſim uerſêite, do er begrabin wart in der helle, do rûwen | |
| chint mit uiunf broten, unde wrden geuullet zwelf chorbe mit broſmen, die da uber wrden. An diſme tage brach der heilige | |
| ouch das die kleinen húndelin ouch werdent gespiset von den brosemen die do vallent von des herren tische’. Do sprach unser | |
| rauch,/ als er gen dem rayen prangt/ und im die proſem an dem part hangt:/ es hett ein henn ein mal | |
| wirt was sô wîse:/ zwelf korbe hiez er nemen,/ die brosemen dar în legen./ si wurden alle ensamet vol:/ daz geviel |