Mhd. Gesamtlemmaliste/Belegarchiv
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  Belegarchiv/Konkordanz

Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.

diemüetec Adj. (81 Belege) MWB   Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.  

BdN 106, 31 dinge, sam edel stain und edel gesmeid. alsô ist manig dêmüetiger mensch, der inwendig grôzen schatz behalten hât. daz ertreich ist
BdN 138, 33 hôchvertigen unparmherzicleichen. siht aber ez menschen gegen im gên, die dêmüetig sint, und erkennet ez ir dêmüetichait mit vliehen oder mit
BdN 184, 11 mit ainem andern grôzen tier. alsô geschiht dike, daz von diemüetigen armen läuten ain gar vernünftig witzig kint geporn wirt und
BdN 184, 23 an dem flug, sam Plinius spricht. dâ pei verstê die diemüetigen diser werlt, sô si ie diemüetiger sint, sô si ie
BdN 184, 23 dâ pei verstê die diemüetigen diser werlt, sô si ie diemüetiger sint, sô si ie hœher und sneller vliegent in die
BdN 460, 32 den stain tregt, dem zimt, daz er witzig sei und diemüetig, und spricht man, daz die die pesten under in sein,
HeslApk 22054 disem lebene./ Fiole daz ist ein kranc crut,/ Iz dutet otmutige lut;/ Die rose noch otmutiger,/ Wen einer der ist vrutiger/
HvHürnh Vorr. 23 und weschaidener man./ Ich sein willigeu dienerinn han/ Volzogenn seinenn diemüetigenn willen,/ Nichtt als ich woltt/ Sunder als ich mochtt,/ Wann
HvHürnh 1, 4 geistlichen $t künsten weschauenlich und minnigklich. Darzu was er weschaiden, diemüetig, $t ain minner der gerechtigkait, ain sager der warhait, und
JPhys 11, 29 ſculn unſich reinen. uon allen unſeren ſuntin. unt ſculen mit diemůtiger iouch mit warer pihte. in$/ daz goteſhuſ gan. unt ſculn
Kchr 9243 gevellet die sô nidere,/ daz si niemer choment widere./ die diemuotigen ladet er ze sînem erbe,/ di besizzent sîn rîche./ daz
Konr 21,62 heiligen tugenden errainet. Der ê hochvertich was, der iſt nu diemutic worden, der ê diep vnd rauber was vnd den luͤten
Konr 23,74 Daʒ chiut: #.,Wa ruͤwe ich baʒ, denne da ʒu dem diemutiͤgen vnd ʒuͤ dem ſenften, der mineu wort furhte vnd minev
Lanc 122, 27 hercz senfft wesen und súß wiedder gut lút und wiedder demutig. Er sol im zu allen gůten dingen laßen raten und
Mechth Vorbericht 36 an lip und an geiste. Si dienete gotte andehtekliche in demuͤtiger einvaltekeit, in ellender armůt, in himmelschem contemplierende, in verdrukter versmehte
Mechth 1: 1, 7 zů betwungen, das sú sich alzemale hat gegossen in Marien demuͤtigen magetům.» «Froͮwe kúneginne, das ist úwer ere und vrome.» «Froͮ
Mechth 1: 44, 19 si an ein hemede der sanften demuͤtekeit $t und also demuͤtig, das si under ir nit mag geliden; dar úber ein
Mechth 2: 1, 7 tragent doch ein grimmes herze, wann si hant der heligen diemuͤtigen tugent nit, die die sele in got kan leiten; und
Mechth 3: 1, 39 das mir dis geschiht und dike geschehen ist? In der diemuͤtigen einvaltekeit und in dem ellendigen armuͤte und in der verdrukten
Mechth 3: 13, 6 gotlicher wisheit bringet genuͤgunge und vertribet die unlobliche girheit. diemuͤtigú minne von heliger einvaltekeit gesiget alleine úber die hoffart und
Mechth 3: 15, 11 Do sprach er: «Werlich, gast du mir <FOLIO>(44#’v)</FOLIO> vor mit demuͤtigem jamer und mit heligen vorhten, so můs ich dir volgen
Mechth 3: 21, 117 hoffunge in kristan geloͮben mit heliger gottes liebin und vil manigú diemuͤtigú tugent und getrúwú arbeit. Allein #.[si fůren#.] zů der helle,
Mechth 4: 2, 33 die zwene engel an sach, o, wie sere si in diemuͤtiger amehtikeit erscrak, und leite sich uf die fuͤsse únsers herren
Mechth 4: 2, 53 nit wilt geben, du bist also helig und ich also demuͤtig, ich wil dich doch anbetten.» Do sprach si: «Dir wirt
Mechth 4: 2, 128 wil ich dir geben.» Do gieng ich armú bibende in diemuͤtiger schame zů minem bihter und seite ime dise rede und
Mechth 4: 10, 6 got in sin milten hant. Der priester sol es mit diemuͤtigen vorhten und bibendem herzen us gottes henden nemen und sol
Mechth 5: 4, 54 nemen. Alsus sere wirt die arme minnenrich sele mit der diemuͤtigen minne gebunden, das si sich nit voͤrhtet noch sch#;eamet denne
Mechth 5: 4, 64 ist alleine dú sele, dú hie durvlossen ist mit der diemuͤtigen gottes liebe. Als si alsus ufgestigen ist in das hoͤhste, das
Mechth 6: 1, 81 Swenne der mensche bettet in cristanem geloͮben mit einem also demuͤtigem herzen, das er enkein creature beniden im enmag erliden, und
Mechth 6: 1, 136 mit schuldiger schemunge und mit vliessender $t liebi und mit demuͤtiger vorhte, so verswindet der unvlat der súnden vor den goͤtlichen
Mechth 6: 2, 10 sprichet alsus zů mir: «Sin gerunge die ist sinkendig ze diemuͤtigem $t lebenne, und min gabe die ist gros, die ich
Mechth 6: 2, 27 sinem bette ligen und ein bettebloch. Alsus sol er mit demuͤtigem herzen gůt bilde wider geben wider ein boͤse leben. Er
Mechth 6: 12, 2 halten solt an vierzehen dingen</KAP> <VERS>So du bettest, so soltu diemuͤtig sin./ So du bihtest, so soltu warhaft sin./ So du
Mechth 6: 13, 38 uswendigen tugenden und mit inwendiger gerunge soltu si enpfahen; mit demuͤtiger vorhte soltu si behalten in allen noͤten undertan. Gib ir
Mechth 6: 19, 13 Nu wil ich ane gehorsami nit wesen, wan dú helige diemuͤtige gehorsami ist aller tugenden ein ingesigel. Der gůte wille, den
Mechth 6: 19, 24 des lichamen und der sinne trost, die můs man mit demuͤtiger vorhte enpfan, sol man in der ganzen warheit gestan. <KAP><N>XX</N>.
Mechth 6: 23, 9 die sinne das wunnenkliche reden nit vernemen, si werden also diemuͤtig, das si keine creature under in moͤgen erliden. Sol sich
Mechth 6: 32, 13 Also vil als wir kúsch sin mit aller luterkeit, $t diemuͤtig mit aller undertenikeit, diensthaftig mit aller helikeit, unschuldig von aller
Mechth 6: 36, 14 das ist gottes lichame. Den selben gottes sun berůrte Johannes_Baptista mit diemuͤtigen bibenden vorhten in also grosser wirdekeit sines heliges lebennes, das
Mechth 6: 39, 8 froͮwen antlize entstet. Er vlússet noch fúrbas und erfúllet alle diemuͤtigen minnenvas und git inen schin und ere vor den andren
Mechth 7: Reg. 5 gemeinlich <N>III</N>. Wie nútze das si, das ein mensche mit diemuͤtigen worten sin herze besehe ane underlas <N>IV</N>. Von dem besemen
Mechth 7: 3, 1 mine. <KAP><N>III</N>. Wie nútze das si, das ein mensche mit diemuͤtigen vorhten sin herze besehe ane underlas</KAP> Ich enweis nieman also
Mechth 7: 3, 5 diker beschelte sinú werk alle. Dis sol man tůn mit diemuͤtigen vorhten. Dis lerte mich gottes stimme, wan ich nie kein
Mechth 7: 3, 38 gnade.» So soltu in ungnaden den gnedigen got anruͤffen mit diemuͤtigen trehnen und mit stetem gebette in heliger gerunge. So můs
Mechth 7: 7, 13 sin wir aber mit gotte vereinet in annemelicher liebin und demuͤtiger $t dankberkeit. Da mitte soͤllen wir alle gottes gaben in
Mechth 7: 12, 5 zů twingen und sol sich zehant vúr sin herze mit diemuͤtiger vorhte slahen und segen sich mit dem segne des heligen
Mechth 7: 17, 5 woͤrtelin geseit; sweme alle sine werrenisse hagen, der můs ein diemuͤtig herze haben.» Bekentnisse: «Vroͮwe gewissen, ir hant einen so edeln
Mechth 7: 17, 32 drivaltekeit: der vatter die hoͤhi der minne, der sun die diemuͤtigen luteren kúschheit, die hat er allen sinen userwelten mitte geteilet,
Mechth 7: 19, 13 vrowe, liebú Maria,/ das du bist ein wisse lylie der diemuͤtigen juncfroͮwen./ Ich gruͤsse dich vrowe, liebú Maria,</VERS>/ und gedenken, wie
Mechth 7: 36, 25 Die sangmeisterinne das ist die hoffunge, si ervúllet mit heiliger diemuͤtiger andaht, das des herzen unmaht in dem sange vor gotte

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