Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
durch adv_prp (3473 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb. Findeb.
| minnet und würket, durch got, den er dâ minnet und durch den er würket, sunder er minnet und würket ouch durch | |
| durch den er würket, sunder er minnet und würket ouch durch sich selben, der dâ minnet; wan, daz er minnet, daz | |
| sprichet aber unser herre wol: ’sælic sint, die dâ lîdent durch die gerehticheit’. Ouch, daz unser herre, der sun, sprichet: ’verzîhe | |
| daz diz gelit sich selben alzemâle nihtes niht enminnet dan durch daz und in dem, des ez ein gelit ist. Dar | |
| uns reht, daz wir uns selben nihtes niht enminneten dan durch got und in gote. Und wære daz alsô, sô wære | |
| daz sie sich vröuweten, daz sie des wirdic wæren, smâcheit durch got ze lîdenne. Gotes sun von natûre wolte von gnâden | |
| sun von natûre wolte von gnâden mensche werden, daz er durch dich lîden möhte, und dû wilt gotes sun werden und | |
| und niht mensche, daz dû niht enmügest noch endürfest lîden durch got noch durch dich selben. Ouch, wölte der mensche wizzen | |
| daz dû niht enmügest noch endürfest lîden durch got noch durch dich selben. Ouch, wölte der mensche wizzen und gedenken, wie | |
| wizzent und minnent, hânt in gedult des menschen, sô er durch got lîdet leit und schaden, wærlîche, er solte sich durch | |
| durch got lîdet leit und schaden, wærlîche, er solte sich durch daz aleine billîche trœsten. Ein mensche gibet doch sîn guot | |
| sol man aber gedenken: hæte ein mensche einen vriunt, der durch sîn willen in lîdenne wære und in leide und in | |
| dem êrsten, daz sant Augustînus sprichet, daz gedult in lîdenne durch got ist bezzer, tiurer und hœher und edeler dan allez, | |
| wîse ê und unglîche mê dan der dâ lîdet, der durch in lîdet. Nû spriche ich: wil danne got selber lîden, | |
| spriche ich sicherlîche, daz got sô gerne mit uns und durch uns lîdet, sô wir aleine durch got lîden, daz er | |
| gerne mit uns und durch uns lîdet, sô wir aleine durch got lîden, daz er lîdet sunder lîden. Lîden ist im | |
| billîche mit gote lîden, der dâ mit mir lîdet und durch mich lîdet von minne, die er ze mir hât. Ze | |
| got vor lîdet, ê dan ich lîde, und lîde ich durch got, wærlîche, sô wirt mir lîhte trôst und vröude allez | |
| Ez ist natiurlîche wâr: sô der mensche tuot ein werk durch ein anderz, sô ist daz, durch daz er ez tuot, | |
| mensche tuot ein werk durch ein anderz, sô ist daz, durch daz er ez tuot, næher sînem herzen, und daz er | |
| von sînem herzen und enrüeret $t daz herze niemer dan durch daz, dar umbe und durch daz er ez tuot. Der | |
| $t daz herze niemer dan durch daz, dar umbe und durch daz er ez tuot. Der dâ bûwet und houwet daz | |
| houwet daz holz und bicket den stein dar umbe und durch daz, daz er ein hûs mache wider hitze des sumers | |
| und enhouwete niemer den stein, noch entæte die arbeit dan durch daz hûs. Nû sehen wir wol, sô der sieche mensche | |
| mê und wærlîcher, sô der mensche würket alliu sîniu werk durch got, sô ist dâ got daz mittel und daz næheste | |
| sêle und daz herze des menschen rüeren, daz niht enverliese durch got und durch gotes süezicheit und enmüeze von nôt verliesen | |
| herze des menschen rüeren, daz niht enverliese durch got und durch gotes süezicheit und enmüeze von nôt verliesen sîn bitterkeit und | |
| kome. Alsô spriche ich: allez, daz man lîdet und würket durch got, daz wirt allez süeze in gotes süezicheit, ê dan | |
| süezicheit, ê dan ez ze des menschen herzen kome, der durch got würket und lîdet. Wan daz meinet daz wort, daz | |
| und lîdet. Wan daz meinet daz wort, daz man sprichet ’durch got’, wan ez enkumet an daz herze niemer dan durch | |
| ’durch got’, wan ez enkumet an daz herze niemer dan durch gotes süezicheit vliezende, in der ez verliuset sîne bitterkeit. Ouch | |
| und würkenne. Ein wîse ist, ob er lîdet und würket durch got; ein ander wîse, ob er ist in götlîcher minne. | |
| der mensche bekennen und wizzen, ob er alliu sîniu werk durch got würket und ob er sî in gotes minne; wan | |
| und sunder trôst vindet, alsô verre enwas sîn werk niht durch got aleine, sich! und alsô verre enist er niht alles | |
| ist, sô spriche ich: allez, daz der guote mensche lîdet durch got, daz lîdet er in gote, und got ist mit | |
| ouch, noch minner noch mê, sô ich vinde lûter lîden durch got und in gote, dâ vinde ich got mîn lîden. | |
| götlîche wârheit und minniclîche milticheit. Nâch dirre wîse sô lîdet durch got, sît ez sô grœzlîche nütze ist und sælicheit. ’Sælic | |
| und sælicheit. ’Sælic sint’, sprach unser herre, ’die dâ lîdent durch die gerehticheit’. Wie mac der güete-minnende got daz lîden, daz | |
| mensche lîden wölte und bereit ist und begert ze lîdenne durch got, daz lîdet er vor gotes angesiht und durch got | |
| lîdenne durch got, daz lîdet er vor gotes angesiht und durch got in gote. Künic Dâvît sprichet in dem salter: ich | |
| dicke ein gedank în und ein wân, daz ez sî durch ir heimlîchen sünde, und sprechent ouch underwîlen: ach, ich wânde, | |
| ’Sælic’, sprach got, diu wârheit, ’sint alle, die dâ lîdent durch die gerehticheit’. Dar umbe sprichet daz buoch der wîsheit, daz | |
| minnent, sint des unwert, daz sie leit und ungemach lîdent durch got. Dâ von ist geschriben, daz die heiligen aposteln sich | |
| aposteln sich des vröuweten, daz sie wirdic wâren, daz sie durch gotes namen pîn liten. Nû sî der rede genuoc, wan | |
| künic: nein! wan vil lîhte got wil und sol mir durch dise smâcheit mîn bestez tuon. man liset in der veter | |
| machete. Dô sprach der mensche, daz wölte er ungerne tuon durch drî sache: ein was, wan er wölte des gewis sîn, | |
| und ouch der heidenen sint des vol, wie vrome liute durch got und ouch durch natiurlîche tugent ir leben hânt gegeben | |
| sint des vol, wie vrome liute durch got und ouch durch natiurlîche tugent ir leben hânt gegeben und ir selbes williclîche | |
| sie niht erschræken und williclîche lîp und sêle ûfgæben $t durch gotes gerehticheit. Dâ mite sî des buoches ein ende. Doch | |
| iemer leit bewegete, sô wir daz sehen, daz der koufman durch gewin eines kleinen geltes und ouch ûf ein ungewis sô | |
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