Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ëbennehter stM. (64 Belege) MWB Findeb.
| da wonend under dem kraizze des himels, der haizt der ebennehter – ist daz ieman da gewonen mag, als her nach | |
| leut kraiz, den man haizzet den augenender, der uͤberschrenkt den ebennehter und wirt von im uͤberschrenkt an zwain steten, also, daz | |
| Aber die leut habend ain schilhend rundengrozze, die neben dem ebennehter wonend oder verre daruͤber. Und den leuten wirt alle zeit | |
| selben augenender. Auch der selben leut kunstiger augenender uͤberschrenkt den ebennehter, also, daz von der schrenkung kumen krummeu und ungeleicheu winkellein. | |
| den grozzern zirkelen woͤlle wir von ersten sagen von dem ebennehter. Der ebennehter ist ain zirkel oder ain kraiz, der speram | |
| zirkelen woͤlle wir von ersten sagen von dem ebennehter. Der ebennehter ist ain zirkel oder ain kraiz, der speram in zwai | |
| er gleich abstet von paiden himelspitzen. Und haizzet davon der ebennehter, wanne so in deu sunne begreift – das geschiht zwir | |
| so sint ebenneht auf erden. Davon haizt er auch der ebennehter $t der naht und des tages. Er haizt auch dez | |
| Aber daz stuͤke dez tyrkraizzes, daz sich abnaiget von dem ebennehter gegen dem himelwagen, daz hat die namen, die deu selb | |
| Daz ander stuͤk dez tyrkraizzes, daz sich abnaiget von dem ebennehter gegen mittemtag, daz haizzet daz mittentegleiche stuͤkke. Und deu andern | |
| wirt zwischen dem punct der sumerlichen sunwenden und zwischen dem ebennehter, der haizzet der sunnen groͤsteu derhoͤhung. Und deu derhoͤhung hat | |
| pog des ohsenzagels beslozzen zwischen dem selben punct und dem ebennehter haizzet der sunnen aller groͤsteu abnaigung und ist geleich lank | |
| mer abstet von der sunnen aufgank. Und der pog dez ebennehters, der beslozzen wirt zwischen den zwain mittentagern, haizzet der stet | |
| leut haben den aufgerehten augenender, der haubtpunct ist in dem ebennehter. Und der selben leut augenender get durch di himelspitzzen und | |
| selben leut augenender get durch di himelspitzzen und tailt den ebennehter in aufgerehteu rundengroͤzzigeu winkelein; und daruͤmb haizzet er der aufgereht | |
| ist in verporgen. Und der leut augenender uͤberschrenkt $t den ebennehter, also, daz von dem schrenken komen ungleicheu und schilhendeu winkelein | |
| ist, als groz die lengen unsers haubtpuncts ist von dem ebennehter. Daz vind wir also: seit an iegleichem tag paid ohsenzegel | |
| der da schaitte die sunwenden; daz viertail get von dem ebennehter an die himelspitzze. Und nem wir daz viertail des selben | |
| und daz ander ist die verren dez haubtpunctes von dem ebennehter. @n:DER WENDERKREIS DES KREBSES UND DES STEINBOCKS.@n. Seit nu gesait | |
| POLARKREIS.@n. Seit aber der tyrkraiz $t sich abnaiget von dem ebennehter, so naigent sich auch des tyrkraizzes spitzzen von den himelspitzzen. | |
| sint, so ist daz viertail dez ohsenzagels von dem $f:(15va)$f. ebennehter an die himlspitzzen geleich dem virtail dez ohsenzagels, daz ist | |
| @n:WEITERE BEZEICHNUNGEN DER PARALLELKREISE.@n. Du scholt auch pruͤfen, daz der ebennehter mit den vier klainen kraizzen haizzen die fuͤnf ebenverrer, niht | |
| auch bruͤfen, daz die vir klainen ebenverrer und der $f:(16rb)$f. ebennehter underschaident an dem himel fuͤnf praiten oder funf reich. Und | |
| in der weis niht anders ist, danne ain stuͤk des ebennehters aufgen oder undervallen mit dem himelzaichen, daz uͤber den augenender | |
| zaichen haizzet gereht aufgen, mit dem ain groͤzzer stuͤkke dez ebennehters aufget. Aber daz haizt schilhend aufgen, daz mit dem ainen | |
| haizt schilhend aufgen, daz mit dem ainen clainen stuͤkke des ebennehters aufget. Der aufgank und der underval der himelzaichen ist zwaierlay, | |
| seinem aufgange, in als grozzer zeit get daz viertail des ebennehters auf, daz dem zuseitig ist. Aber die stuͤkke der viertail | |
| ausgang Kathonis dez Roͤmers in daz lant Libiam gegen dem ebennehter, und sprichet also: ’deu himelzaichen gent niht schelch, noch der | |
| wil Lucanus der poet sprechen, daz den leuten unter dem ebennehter oder nahen dapei die widerkrigenden zaichen geleich aufgeng und geleich | |
| groͤzzer stuͤkke dez tyrkraizzes auf danne von dem viertail des ebennehters, daz im zuendig ist; und volgent doch deu zwai virtail | |
| aufget alle zeit ain grozzer stuͤkke von dem viertail des ebennehters danne von dem virtail des tyrkraizzes, daz im zuendig ist; | |
| daz ende der junkfraun, get auf mit der mittel des ebennehters, deu ir zuendig ist. Ze geleicher weiz deu ander mittel | |
| dez tyrkraizzes hat geleich aufgeng mit dem andern tail des ebennehters. Aber deu stuͤkke der zwaier halptail verandern sich in iren | |
| aufget alle zeit ain groͤzzer stuͤkke des tyrkraizzes wanne dez ebennehters, und volgent doch paideu halptail mit ain ander. Widerwertiges geschiht | |
| der visch, wann alle zeit aufget daz groͤzzer tail des ebennehters wanne des tyrkraizzes, und volgent doch deu zwai halptail $t | |
| ungeleich sint; wanne der naturleich tag ist ain uͤmblauf dez ebennehters mit ainem als grozzen stuͤkke des tyrkraizzes, wie groz ain | |
| In der ebenverrer zal sint di zwen widerkerer und der ebennehter. Und die kraizze beschreibet die sunne mit des sternhimels uͤmbruk, | |
| sint als der neht pogen den leuten, die under dem ebennehter sein, ob ieman da gewonen mag. Und davon sint den | |
| in der genaigten rundengrozze so tailt der schilhend augenender den ebennehter in zwai geleicheu stuͤkke alain und niht mer. Und davon, | |
| also, daz von allen den kraizzen, die sint von dem ebennehter piz an den widerkerer des krebs und auch in dem | |
| Aber in allen den andern kraizzen, di sint zwischen dem ebennehter und dem widerkerer des stainpoks, ist der kraiz under dem | |
| pruͤfe, ob du nimst zwen kraizze geleich abstend von dem ebennehter ze paiden seiten der rundengroͤzze, als groz der pog dez | |
| in allen den kraizzen, die sint von der seiten dez ebennehters gegen dem mittemtag oder gegen dem himelwagen, merent sich oder | |
| auch pruͤfen, daz den leuten, der haubtpunct ist in dem ebennehter, deu sunne zwir in dem jar get durch iren haubtpuncte, | |
| sleht den gehelbten uͤmbkraiz der zaichen.’ Da haizzet Lucanus den ebennehter den kraiz der hohen sunwenden, $t do die zwu hoh | |
| aufgend und nidervallen als etleichen andern leuten, die pei dem ebennehter wonent. Und davon spricht Lucanus: ’daz klain wagenknehtlein scheint in | |
| stern gegen den himelspitzzen den leuten, die wonent unter dem ebennehter und ain aufgereht rundengrozze haben. Aber in unserm wesen, da | |
| Aber daz geschiht den leuten, der haubtpunct ist zwischen dem ebennehter und dez krebs widerkerer, $f:(22vb)$f. daz deu sunne zwir get | |
| bruͤf wir ainen kraiz, der gleich abste von dem selben ebennehter und ge durch der selben leut haubtpuncte. $t Der kraiz | |
| und vir schaten, reht als die leut, die under dem ebennehter wonend. Nu sprechent etleich maister, daz Arabia daz lant da | |
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