Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
erlâʒen stV. (198 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gern syn gefangen sin wo er wolt; und der herre erließ sie ir truwen und reyt hinweg. ‘Wie herre’, sprach der | |
| gebent; enist es nit, so wil ich uch der bethe erlaßen.’ Myn herre Gawan reyt hinweg und Brun mit im und | |
| das wir geuneret sint. Ich wil es uch auch wol erlaßen zu mynem ende; nochdann ist mir lieber das wir allsament | |
| der welt wol selbzwenczigst. Nu wil michs myn frauw nit erlaßen, $t ich múß ritter werden, und bete uch gern durch | |
| gethan hett. ‘Nein’, sprach der ritter, ‘ich wolts uch nöt erlaßen, und wolt irs gerne abe syn.’ ‘So mußen wir vechten!’ | |
| ich myn truwe verliese, und bitt uch das ir michs erlaßent.’ ‘So helff mir gott’, sprach sie, ‘und sagestu mirs nicht | |
| ir uns uwern @@s@namen sagen, das ich yn des vehtens erlaße.’ ‘Neyn’, sprach myn herre Gawan, ‘ich wil nit das ir | |
| ‘Ir mußent nemelichen sagen’, sprach der konig, ‘ich wils uch erlaßen nit!’ ‘Das ist mir werlichen leit’, sprach er, ‘mir geschach | |
| sie fast sere erschracken, und baten yn das er sies erließ, sie hetten synes frumen nit vil daran gesehen noch siner | |
| der stat. ‘Ay herre, durch got, diß solt ir mich erlaßen, wann ich darzu nit gut bin! Myn lant ist cleyn’, | |
| wâge und ouch den lîp./ /Des er mich nu niht erlât,/ daz tuon ich unde tete sîn gerne vil,/ wand ez | |
| /Waz ich boeser handelunge #.[erliten hân#.],/ von den i$’s wol erlâzen mohte sîn,/ die mich vrâgent, wie mîn kumber sî getân/ | |
| ſini banphennigi gebi^. dir ſin vieri, ab her un nicht irlazi in=wil^. Ab ein burgere liet eimi andirin guit^. Liet ein | |
| dâ von geschiht./ nu bedenke dichs bezîte: $s mîn herre erlâzet dich es niht./ Er ist geheizen Gunther $s unt ist | |
| bruoder, $s der vil edel man./ du solt mich des erlâzen, $s daz ich von dir vernomen hân./ Unde nimet mich | |
| vîanden $s in die herberge gân;/ des wil mich niht erlâzen $s daz Etzelen wîp./ dar umbe suln wir helde $s | |
| $s sô lieb iu sî der lîp./ mich enwoldes niht erlâzen $s des künec Etzelen wîp.«/ »Ir widersagt uns nû ze | |
| sîn frouwe mit genist/ einer tohter, die er des niht erliez,/ nâch der stat si Gretze hiez./ unlange zît er dâ | |
| wære./ wand die herren dûhte swære,/ daz er si niht erliez/ der geste, als er in gehiez,/ dô si im wurden | |
| mêr denn zwêne sün ich hân,/ die werden nimmer des erlân,/ ich gebe si iu gevangen.’/ ‘sît des kamphes ist ab | |
| vater,/ den bâbest dicke bat er,/ daz er in sîn erlieze/ und etwen andern hieze/ mit sînen grôzen scharn/ gegen Arrogûn | |
| hiet er sich baz versunnen,/ er solt si leides hân erlâzen,/ wand si beswæret âne mâzen/ wart von ir kindes tôt./ | |
| sint sô hiuze/ und sô gar verdræt,/ daz man si erlæt/ hin ziehens ûf dem acker./ in getrût der kunic Ottacker,/ | |
| sicherheit,/ daz er aller hande leit/ fürbaz wær von in erlâzen./ ouch verwuost ers in der mâzen,/ daz er ir helfe | |
| er gegen dem fursten tet,/ daz er der arbeit in erlieze/ und einen andern herren hieze/ phlegen der selben êrn./ swie | |
| den diez guot hie hânt getân./ ir sult mich nôtrede erlân:/ ez tet hie manec ritter baz./ iwer reht ist gein | |
| ouch niht durch roup getân:/ des hât mîn krône mich erlân./ //friunt, nu sage der künegîn,/ ich begüzzes ân den willen | |
| in derbarmt sîn nôt./ sînen gast des namn er niht erliez,/ den rôten ritter er in hiez./ ___Dô man den tisch | |
| tumpheit âne wart,/ done wolt in Gahmuretes art/ denkens niht erlâzen/ nâch der schœnen Lîâzen,/ der meide sælden rîche,/ diu im | |
| nâch:/ hin ze Clâmidê er sprach/ "ine wil dich niht erlâzen,/ ir vater, Lîâzen,/ dune bringest im dîn sicherheit."/ "nein, hêr, | |
| ich wandel, hân ich iht getân."/ "ir sult wandels sîn erlân,"/ sprach diu maget. "mirst wol bekant,/ ze Munsalvæsche an iu | |
| dir, dîn prîslîcher ruom/ //hât werdekeit an mir bezalt./ nu erlâz mich, küener degen balt,/ suone gein disem wîbe,/ und gebiut | |
| sît ir selb sô wol getân,/ es solt iuch friwent erlâzen hân./ wan iwer minneclîcher blic/ behielt den prîs ze Kanedic:/ | |
| Cundwîr_âmûrs,/ dem glîchet sich dîn bêâ curs:/ des enbistu niht erlâzen."/ des heldes ougen mâzen,/ als ez dort was ergangen,/ zwên | |
| kampf gelegt./ sîn velschen mich unsanfte regt:/ welt irs niht erlâzen in,/ habt iuch an mich: sîn pfant ich pin,/ ich | |
| er mich niht gevangen hât,/ sît in sîn zürnen niht erlât/ eren well mich hie besitzen./ nu râtet mir mit witzen,"/ | |
| gemuot,/ swenn er hie ritterschaft getuot,/ er sol uns nôt erlâzen/ und al sîn zürnen mâzen./ veltstrîts sol uns doch baz | |
| vienc./ dennoch dâ mêr von im ergienc./ sicherheit er niht erliez/ den herzogen Marangliez./ die wârn des ortes herte./ ir volc | |
| kunt/ daz er im wurde undertân:/ man müese’in langer hân erlân./ //___Lyppaut der fürste, des landes wirt,/ sîn manlîch ellen niht | |
| fürste Lyppaut?/ sîn hêrre der alte künec Schaut/ hetes in erlâzen gar./ do begunde müeden ouch diu schar:/ ___dennoch streit vaste | |
| als tet der herzog Marangliez./ Gâwânn man kuss ouch niht erliez,/ und daz er næm sîn frouwen dar./ er dructez kint | |
| sol si iuch immer gerne hân./ ine wils iuch dwederhalp erlân."/ ___got ûz ir jungen munde sprach:/ ir bete bêdenthalp geschach./ | |
| sô liebe nie geschach./ sît got der êrn in niht erliez,/ sîn tohter er dô frouwe hiez./ ___wie diu hôchzît ergienc,/ | |
| sie./ doch hânt mich grôze frouwen ie/ ir werden handelunge erlân."/ sus sprach der stolze Gâwân./ der künec sande ein ritter | |
| sus./ Kyôt la schantiure hiez,/ den sîn kunst des niht erliez,/ er ensunge und spræche sô/ dês noch genuoge werdent frô./ | |
| ich prüeven solt ir wât,/ ir liehter blic mich des erlât./ ___dô Gâwân zuo der frouwen gienc,/ ir süezer munt in | |
| "hêrre, in wart nie koufman:/ ir megt mich zolles wol erlân."/ des schiffes hêrre wider sprach/ "hêr, sô manec frouwe sach/ | |
| Gâwân künnes ie gewan,/ frou minn, die wolt ir niht erlân,/ //sine müesen dienst gein iu tragen:/ nu welt ir prîs | |
| fruo,/ sol ich kampfes grîfen zuo./ wolt michs der künec erlâzen,/ des jæhe ich im gein mâzen."/ ___daz her reit în | |
| herze und ougen künste hât/ an mir, diu beidiu niht erlât/ iwer prîs sagt vor, si volgent nâch./ daz nie von | |
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