Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
erzougen, erzöugen swV. (34 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| miltt und ellenthaft,/ Er wolte im sin valsche craft/ Do erzögen, so man saitt,/ Des wartte sich der held gemaitt ./ | |
| were du so gar ein kint/ Daz du dich weich erzeugte/ Und dich in minne vor_neigte?/ Dar umb muͤz ez war | |
| die meiſte ſache, daʒ got ſelbe gemartirt wart, daʒ er erʒógen wolte die groʒe liebe, die er ʒů dem menſchen hete, | |
| den ſunder von erſt uoͮrte in daʒ paradiſ, da mite erʒůgete er, daʒ er durch den ſunder were gemartirt, vnde daʒ | |
| verborgenen wunder miner lustlicheit,/ des du ein wenig heimlich hast erzoͤget,/ und da neige ich dir den hoͤhsten boͮm miner heligen | |
| und in der verdrukten smacheit hat mir got sinú wunder erzoͤget. Da sach ich die schoͤpnisse und die ordenunge des gottes huses | |
| sah in alleine und sin pine mohte er mir nit erzoͤgen. Er was bleicher varwe in einem wissen nebele. Do vragete | |
| niemer saelic man/ umbe die liebe, die si an mir erzöuget hât./ vröid noch trôst ich nie von ir gewan/ wan | |
| ritter wil ich zellen/ dem prise zu eim gesellen;/ daz erzæugte wol sin rittershaft,/ wan er het ellen und kraft./ mit | |
| erstrecket/ und an jaren volle recket,/ groze kraft er danne erzæuget./ swar sich sin ellen æuget,/ dem libe ez an daz | |
| gelassenheit ane allen falsch gern gnůg werin. Dez wart ime erzoͤget, daz dero menschen ingenomenheit in die wiselosen abgrúndkeit nieman moͤhti | |
| hoͤrst, und halte dich allein zů dem, daz sich dir erzoͤget hat. __Flizz dich, daz din vernunft in dinen [69#’r] werken | |
| wisen und worten, ie me zůvellen. __Hab dich inne und erzoͤg dich dem nút glich, anders du wirst lidende. __Etlichú menschen | |
| keiner wúnklicher wise min gerehtkeit moͤhti behalten, min grundlosen erbarmherzkeit erzoͤgen, menschlich natur geedeln, min guͤti entgiessen, himelrich und ertrich versuͤnen, | |
| aller zungen kleglichú wort gesprechen, so woͤlt ich dir hút erzoͤigen, wie nahe mir din ellendes liden lit! __#s+Entwúrt der Ewigen | |
| __Ein ding ist, daz mengem unbekanten menschen an dem tode erzoͤget und im einen strengen tod machet, daz ist: so er | |
| fúr war, daz ich dir nu erst rehte trúwe wil erzoͤgen. Die kint diser welte die hein liep, untz es dar | |
| owe, daz sú daz milte hertze ie erzurnete. Und daz erzoͤgent die grossen abvallenden hitzigen trehen, die inbrúnstigen hitzigen súfzen, daz | |
| himelriches bitten./ du solt dez hertzen ougen/ ir beder lon erzogen:/ ze hell mit dem lingen/ soltu dik zwingen,/ was der | |
| súesser suezzekait/ ain hertze togenlichen trait/ so si sich im erzoget/ und also súess soget/ daz dú sel naiget sich/ uf | |
| mit Joseph sin hůter!/ wilunt der lieben muter/ es minneclich erzog,/ also daz es sog/ und dirs doch bald wider geb./ | |
| der lew erkrallet,/ dan dem er súezeclich/ in gnaden nie erzoget sich./ __So dis kindes muter magt gelag/ bis an den | |
| goltvar loken langen/ bi wunnenclichen ogen:/ Got wil sich in erzogen/ die hie dur in verblichen/ sint und der welt entwichen/ | |
| man gar n#;vawe warnemen, daz man ir zůmole uzge, sol erzoͤuget werden alles gůt das dise geburt in der worheit ist. | |
| und in dem wart ir ir eigen grunt enteket und erzoͤiget und sach den in unwordelicher clorheit und sach den in | |
| mensche ansiht die unsprechenliche guͤte Gotz, die sich groͤsliche hat erzoͤuget an sinen wunderlichen ussflússen und an den menschen selber mit | |
| an/ Mit allen eren, wie ich kan,/ Wan du hast erzoͤget mir/ Gnade, und des danken ich dir/ Von herczen und | |
| die man schribet hie,/ Wan sin gothait ie vil dike/ Erzoͤgte ir werden blike,/ Das si mit wunder vil wart schin/ | |
| boͤsewicht,/ Von dem úns laides vil beschicht!/ Sinen valschen zoͮverlist/ Erzoͤget er úns alle frist/ Vil múrdeklich inmæniger wis,/ Und leit | |
| vatter wil/ Der welt mit zaichen ogen,/ Min gothait ir erzoͤgen’,/ Sprach er ze siner můter do;/ Und si zen dienern | |
| Wan es was do beschechen gar/ Umb das er sich erzoͤgte úncz dar./ __Die juden hettent núwelich/ Gewonet aines sitten glich,/ | |
| gesechen wart fúr war:/ Das under tail ainem swerte gelich/ Erzoͤgte das selbe crúce sich./ Ze dem tempel ain kalb gefuͤret | |
| traip,/ als ez ie vræude gewunne./ daz ander bilde wunne/ erzæugt mit gebærde,/ reht ob ez nie beswærde/ gewunne bi den | |
| bist/ hertzen, sel gewaltic./ din triwe manicvaltic/ an mir hat erzæuget daz.’/ si sprach: ‘hertzenliep, durch waz/ sagestu mir die rede |