Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gedanc stM. (425 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| wîle sî kurz oder lanc./ mich jaget des endes mîn gedanc:/ dâ von gescheide ich nimmer/ mînes lebens immer./ //___Sol ich | |
| "hêr, dâ stêt ein banc:/ ruocht sitzen, lêrtz iuch iwer gedanc/ unt ander unmuoze./ daz ich her ziwerem gruoze/ bin komen, | |
| ledeclîche hân:/ er ist iedoch vor gote mîn man./ ob gedanke wurken sulen diu werc,/ sô trag ich niender den geberc/ | |
| sît,/ der ouch nâch hôher minne ranc./ etswenne ich sündebærn gedanc/ gein der kiusche parrierte./ mîn lebn ich dar ûf zierte,/ | |
| gar bedenken./ ern kan an niemen wenken./ nu lêret iwer gedanke,/ hüet iuch gein im an wanke./ //___Irn megt im ab | |
| schulde,/ der dient nâch werder hulde./ ___die treit der durch gedanke vert./ gedanc sich sunnen blickes wert:/ gedanc ist âne slôz | |
| dient nâch werder hulde./ ___die treit der durch gedanke vert./ gedanc sich sunnen blickes wert:/ gedanc ist âne slôz bespart,/ vor | |
| treit der durch gedanke vert./ gedanc sich sunnen blickes wert:/ gedanc ist âne slôz bespart,/ vor aller crêatiure bewart:/ gedanc ist | |
| wert:/ gedanc ist âne slôz bespart,/ vor aller crêatiure bewart:/ gedanc ist vinster âne schîn./ diu gotheit kan lûter sîn,/ si | |
| noch enklinget,/ sô er vom herzen springet./ ez ist dechein gedanc sô snel,/ ê er vom herzen für dez vel/ küm, | |
| küm, ern sî versuochet:/ des kiuschen got geruochet./ sît got gedanke speht sô wol,/ ôwê der brœden werke dol!/ //Swâ werc | |
| gêt."/ //___Gâwân von dem orse spranc./ dô het er mangen gedanc,/ wie daz ors sîn erbite./ dem brunnen wonte ninder mite/ | |
| daz sîn phärt was sô kranc:/ den wîsen lêrte sîn gedanc/ daz er daz ors mit sporn rite/ unz er versuochte | |
| im doch smæhe erbôt genuoc:/ nâch der jaget in sîn gedanc./ innen des der stolze Lischoys spranc/ da er ligen sach | |
| klage./ si vorhte, der rîter wære tôt:/ des lêrten si gedanke nôt;/ wand er sus ûf dem lewen lac/ unt anders | |
| in iu benennen gar./ Orgelûse kom aldar/ in Gâwâns herzen gedanc,/ der ie was zageheite kranc/ unt gein dem wâren ellen | |
| bette ruowelôs./ einz hât mich versêret,/ untz ander mir gemêret/ gedanke nâch minne./ Orgelûs diu herzoginne/ muoz genâde an mir begên,/ | |
| gar unschuldec an:/ wan sînen lîp hân ich gewert/ mit gedanken swes er an mich gert./ er hete schiere daz vernomn,/ | |
| wîs,/ daz wazzer kum ouch wider von im./ swenne ich gedanke an mich nim/ daz ich ûz freuden bin erborn,/ wirt | |
| komen wol./ swer samnunge warten sol,/ den lêret sûmen den gedanc:/ er fürht sîn helfe werde kranc./ Artûs Gâwâne den zwîvel | |
| und êre:/ gert iemen fürbaz mêre,/ war wil er mit gedanken?/ sô sint die muotes kranken/ gîtes unde hazzes vol./ sô | |
| herze tuot von minnen wanc,/ swenn ez in lêret den gedanc."/ //___Der kinde einz zem künege sprach/ "hêr, swes ir für | |
| har betalle wiͤs/ Zu wisheit haben selten vliͤs./ Rot har gedenke verborgen hat,/ Dez ist auch zwivelich sin tat./ Sin haubet | |
| Ein haubet klein und hinden lank,/ Dem ist gnuk listig gedank./ Ein haubet hoch, flach obene/ Hat tummen sin zu tobene./ | |
| Den tunkel varwe ist an geschriben,/ Die selben stellent irn gedank/ Uf kleine keusch und grozzen drank. / Zwey augen zweyerleye | |
| ez zeuget./ Wer beugt den nack und ufreht siht/ Schelklich gedank von im geschiht. / Achseln zun oͤrten niht gebuht/ Und | |
| Der frawen bein mitalle swank,/ Die wil niht loben min gedank./ Enkel sint von der besten kur,/ Die man do niht | |
| Sint slimf die letefuͤzze lank,/ Nach der unkeusche ist ir gedank./ Die fuͤzze spitzelechte,/ Die dunkent mich sten rehte./ Gar spitzige | |
| iſt worden. Daʒ dritte iſt ganʒiv chvſche deſ herʒen, der gedanch vnd deſ willen. Eʒ ſin etliche alſ einer laie ophel, | |
| nider tail des chruͤtzes vast nageln. die fuͤzze betoͤutent unser gedanche und unser gemuͤt. daz nider tail des hiligen chrutzes daz | |
| wir ze allen ziten in unserm můt und in unsern gedanchen tragen, ob wir durch diu minne des almæhtigen gotes die | |
| hilig stætichait. wir suͤlen uns ze allen zeiten vleizzen guter gedanch, rehter werch, und suͤln dann stætich sein. daz wir guter | |
| unser frowen: ‘sin swert daz durchvert din hertze, daz die gedanch maniger hertz eroffent werden.’ $t unser frowe sant Marie die | |
| dar umb chom unser herre in dis werlt, daz die gedanch uz manigem hertzen eroffent wuͤrden. $t vor unsers herren geburt | |
| chunfte het. do er do chom, do wurden ir ieglichs gedanch eroffent. also der chuͤnich Herodes vernam daz er geborn waz, | |
| von diu schullen wir uns umbesniden daz hertze von boͤsen gedanchen, die hent, die fuͤzze, allen unsern lip von allen suͤnten. | |
| den samen des hiligen gotes wortes vernimet, wan der boͤse gedanch hat die sin hertze ze allen ziten durch varent und ez | |
| chomen. wan die boͤsen gaiste, so si den menschen boͤsen gedanch an werffent, so machent si daz er vergizzet des hiligen | |
| und ez mit rechten werchen erfuͤllen, daz uns die boͤsen gedænch die den armen menschen von got schaident unser hertze iht | |
| blinten straft diu bezaichent auch mer, si bezaichent unser boͤse gedanch. so wir den almæchtigen got an ruͤffen und unser gebet | |
| gebet vil andæchtichlichen $t tůn, so choment uns die boͤsen gedænch und irrent uns, daz unser gebet von dem almæchtigen got | |
| swin huͤten. diu swin bezaichent die boͤsen und die unreinen gedænche. er gert auch des boͤsen ezzens, der wurtz die diu | |
| wol, daz ist im alles offen, diu werch und die gedænch. swie er iz allez wizze, iedoch wil er durch unser | |
| ruͤgen mit der hiligen biht. swie er unseriu werch, unser gedænch wizze, so wil er idoch das wir uns hie in | |
| genad vinden, geben uns schuldich, suchen vil tief in den gedanchen wa wir missevarn haben, ruͤgen uns mit worten, bůzzen mit | |
| wir versten diser red nicht.’ unser herre der aller menschen gedænch weiz, der west wol daz si in wolten vragen und | |
| und in vragen wolten, wan got der menschen hertze und gedanch wol erchennet, do west er ir gedænch und sprach zů | |
| menschen hertze und gedanch wol erchennet, do west er ir gedænch und sprach zů in: ‘daz ich zů iu gesprochen han | |
| sæligen, aver die verworfen, $t der girde und aller ir gedanch her zů der werlt stet, die fræuent sich in diser | |
| und vorcht haben ze der jungisten urteil, da wir der gedanche und der werch die wir ie getaten ze rede gesten | |
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