Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gesieden stV. (12 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| siut daz wazer vlîzchlîche zwêne tage. Sô daz wazer danne gesiede, sô giuz dar zuo ein halbez trinchen wînes. Sô der | |
| zuo ein halbez trinchen wînes. Sô der wîn wol danne gesiede $t mit der wurz, sô giuz ez allez zesamen unde | |
| ze stuppe malen unde temper daz mit honecseime, der wol gesiede ân rouch ouf der glüete, unde salbe diu ougen dâ | |
| trinchen, unde siud ez danne allez ensamt, unze driu trinchen gesieden ze éinem. Dise erzenîe nim in den munt unde habe | |
| saf haizt dyameron, und wenn man daz auz gedruckt und geseudt, sô ist ez guot für die kelsuht, diu ze latein | |
| frühten sint, die sint guot zuo erznei, wenn man si geseudet, niht rôch. si sint guot für der lebern verschoppen und | |
| ein eyer schaln vol wines vnd ruͤrez wol, vnz daz ez gesiede. nim ein schuͤn buͤteltůch $t vnd lege ez vf [Bl. | |
| kůchen geworfen in ein milich vnd wol geruͤrt, biz ez gesiede. vnd mengez aber mit eyger totern vnd tů ein smaltz drin | |
| in eynem hafen mit ir eigin bruͤ. vnd swenne sie gesieden, so schuͤt sie vz vnd laz sie kuͤln vnd slahe | |
| wie mans dem herren wol erbutt/ und dis gebriete, daz gesut./ do si Marien sitzen sach,/ si stænte herteclichen sprach:/ ‘herre, | |
| han wart vil schiere tôt./ si beit kûme unz er gesôt./ den az er alterseine/ und behielt daz gebeine./ dô daz | |
| trut/ Dar nach an ainem tage krut:/ Do Maria das gesod/ Und umbe versůchen es zem munde bot,/ Do was bitter |