Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
grîs Adj. (40 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| gnant,/ So quam ir ewart zuhant,/ Ein man aldir unde gris,/ Der seginte sie sine wis/ Und gab sie mit wortin,/ | |
| tusunt/ Pruefte ich. secht, in der stunt/ Saz daz gerichte grise,/ Ieclicher buche wise/ Wurden gar im offenbar/ Uf tunde. ich | |
| Vo1n tugende1n mochte wese1n wis,/ So was er gra vn2de gris/ In sime hertze1n binne./ Er was vrum vo1n sine1n,/ Er | |
| Der was kotzott und rauch;/ Payde ruck und pauch/ Waren greyß als ain hunt;/ Er hett ainen weytten munt;/ Sein augen | |
| treit/ den iemer wernden haz./ diu kerge jugent und alter grîs,/ hôch und nider entwirdet unde unêret./ $p/ $p/ diu kerge | |
| crippencnabe/ der hohe wis altherre wart:/ ſin grawer loc, ſin griſer bart/ die wurden im gebriunet./ man vant in umbeʒiunet/ in | |
| ist ein ander schîn bereit./ /Juncherre wîs, $s du wære grîs:/ nu zieret dich ein brûner vahs./ dô menschlich wart $s | |
| allen prîse,/ du bist ein brûner jungelinc und ein altherre grîse,/ der sich zeiner spîse/ gît uns vil armen tegelich!/ fleisch | |
| nam der ritter hôchgemuot/ gerne und williclichen dâ:/ vil schône grîs und aphelgrâ/ sô schein daz ros von sneller art,/ vierschrœtec | |
| muot/ und helfent mir ze prîse./ der tac schœn unde grîse/ sîn lieht beginnet mêren,/ und muoʒ ich hinnen kêren,/ dar | |
| den künic dar,/ der von alter was gevar,/ alsam ein grîsiu tûbe grâ./ vür si wart er gesetzet dâ/ sanft ûf | |
| würd ûf ir vater dâ geleit,/ der von alter wære grîs./ si sprâchen: ‘küniginne wîs/ und ûʒ erweltiu vrouwe guot,/ sît | |
| machet jo gesundes fri/ pyromancien meisterschaft):/ Hermogenes, der hoe meister grise,/ der beste ist in solcher künste wise./ ich fürcht, in | |
| naturen wise./ gebunden ir geferte/ wart in des geistes rise./ gris vor aller ewikeit,/ uß der dri ir wart der jung | |
| selbe hat –/ trucken, kalt –, sagen uns die meister grise./ Sint wir an gestalt / das gemüte, $s güte / | |
| nicht trüget/ mit ires spiegels glas,/ der ist an witze griser,/ vil wiser $s wann David, Salomon./ der menschlich mut/ $s | |
| er zen brusten, $s gemischet was sîn hâr/ mit einer grîsen varwe. $s diu bein wâren im lanc/ und eislîch sîn | |
| jâr$’ ein kint./ daz dô die tumben wâren, $s wie grîse die nu sint!/ nu ist er komen ze witzen $s | |
| vnde czu pfroppin manchirhande boum. Eyn meystir wys,/ an synnen grys,/ Gotfrid genant,/ syn sin was gewant,/ wy man gutir wys/ | |
| Die was frvmic vnde wis/ vnd dar zv vor alter gris./ Die fvze leite sie fvr sich/ vnde sprach: «her kvnic, | |
| wil dir sî hein niht lân,"/ sprach der vil alte grîse./ dô sprach der knappe wîse:/ "des hân ouch ich deheinen | |
| hât./ dû vervluochter alte unwîs,/ in gotes vluoche bist dû grîs./ verworhtiu vruht von Kânâân,/ wer geriet dir den wân,/ daz | |
| ein lutzil kint/ unde was doh wîser,/ dan dihein man grîser./ er quam dicke drâte/ ze sînis vater râte,/ dâ er | |
| offenbar./ Anger, heide von im geselwet lît,/ des waldes hœhe grîse siht man gar./ Diu kleinen vogellîn sint ouch geswigen,/ des | |
| hât wol den prîs:/ si machet mich (_) an jugende grîs./ //Nu wünschent algemeine,/ daz mîn leit zergê,/ Die ich mit | |
| von ir,/ meht ich der blanken/ machen brun ir goten gris./ Si gert des apfels, den Paris/ gap durch minne/ der | |
| sô wol, daz es die wîsen,/ die getageten und die grîsen/ ze grôzen sælden jâhen/ und aber ie baz besâhen/ sîne | |
| guotem râte wol gestalt,/ des lîbes edelîch und alt,/ beidiu grîse unde wîse;/ der bischof von Thamîse/ über sîne crucken leinder | |
| palas./ nu daz si nider gesezzen was,/ der bischof, der grîse,/ der wîse von Thamîse,/ er tet als ime der künec | |
| der was künec ze Genewîs./ von manegen kriegen wart er grîs,/ der pflac er âne mâʒen vil,/ als maneger der mê | |
| ledige levte waren/ si můsten dar gahen./ Do chom ein greiser man,/ harte vorht er den pan;/ der was Josep genant,/ | |
| hende/ daz grvͤne plunde reis,/ sein part was lank vn̄ greis,/ er were gerne entwichen,/ sein sorge waren michel,/ die bewainot | |
| si den heilant,/ der si dar het gesant./ Joseph der greise man/ michel frevde gewan./ do liez div magt mêre/ daz | |
| do kom durh die selben not/ uf den tach ein grise man;/ so harte forhte er den ban./ Joseph was er | |
| enpfieng er daz ris,/ sin bart was im lanch vnd gris./ weinen begunde er durh not,/ %-v als er die gerte | |
| den blic von pardîs./ nû kom ir sweher (der was grîs)/ unt erbeizete vor dem palas,/ mit im der künec von | |
| versach,/ sô der heiden sturm Oransche brach.’/ //‘[V]rouwe’, sprach der grîse man,/ ‘swar an ich mac oder kan,/ dâ sît ir | |
| willen tâten./ Heimrîch sich leite dar an./ Gyburc vür den grîsen man/ nider ûf den teppich saz./ juncvrouwen entschuohten in umbe | |
| ich enversuoche war du sîst getân.’/ sus kom der klagende grîse man/ ûf den marhcrâven gevarn./ der kunde in dâ vor | |
| dem ouch nâch minne/ stuonden sîner vreuden sinne./ Purrel der grîse künec alt/ wart dan getragen mit gewalt/ ze vuoz von | |
| der ieglich het ir amis,/ denne ich den tiuvel also gris/ sæhe mir bekomen./ ich han nie vernomen/ von kainem vorhtsamer |