Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
güsse stF. (30 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| siner nature/ si Jhesus Cristus der gehure./ sich deser kentnisse gusse/ kumpt von des mundes kusse,/ also ich vorgesprochen han./ __den | |
| kluoc,/ daz er vermacht daz selb luoc./ __Dô wert diu güss und der regen,/ unz in got sant sînen segen,/ vierzic | |
| sach stân/ ûf einem berg wol getân./ dâ hêt diu güss ûf getragen,/ daz mac ich wol für wâr sagen,/ ein | |
| horen./ Ey wie sälig er da was/ Der vor der gusse genaß!/ Si riten und gingen wider:/ Ir kam chainer dar | |
| spricht schiere/ "Bint im alle viere!/ Wirf in mit zornes guͤße/ In die uzzern vinsternisse,/ Da smacheit, weinen ane frist/ Und | |
| sit in troume farbe rot,/ dem offent unde künt naturen güsse,/ das im si künftig süche not,/ went er das nicht, | |
| muoste slîzen/ ân des herzogen verderbnusse,/ daz geschach von der gusse,/ diu kom mit solhen fluzzen,/ daz diu wazzer sich enkuzzen/ | |
| hern in Bêheim wæren/ in herter vencnusse:/ daz gap zahers gusse/ ir friunde ougen unde herzen/ umb den pîn unde smerzen,/ | |
| sîn niht gunde,/ wand er mit dem wazzer kunde/ grôze gusse machen./ mit allen den sachen,/ dâ man den vînden schadet | |
| bî der naht er die ûf brach/ unde macht ein gusse grôz,/ wand daz wazzer mit kreften flôz,/ dâ des kunigs | |
| grôz:/ dâvon gewan er widerstôz/ rehter erkantnusse./ mit sîner ougen gusse/ bat er unser frouwen,/ sît in heten gerouwen/ sîne sunde | |
| dem kunic kunt,/ kæm der legat wol gesunt/ von ungemaches gusse/ her wider ûz der vancnusse,/ dâ er in in stieze,/ | |
| ‘herre, durch iwer werdikeit/ überhebet mich verderbnusse/ in diser urliuges gusse,/ wand ez ist alsô umb mich gewant,/ swaz mir zerbe | |
| ze kêren in den val/ der verdampnusse/ und der helle gusse,/ oder besitzen schôn/ des himelrîches trôn,/ den er dâ hât | |
| wir dort niht vinden/ an der gemein verhengnusse.’/ grôzer sorgen gusse/ ir herze begôz,/ ir sorgen was grôz,/ waz in wær | |
| rîche/ und wil in ergetzen/ mit mînem entsetzen/ maniger untriwen gusse/ und verrætnusse,/ diu ze maniger stunde/ ûz valschem herz und | |
| von armuot schiet,/ die sungen manic klageliet/ mit grôzer zeher gusse/ sînem lop ze gehugnusse/ klagebær unde lobelich,/ Frouwenlop meister Heinrich,/ | |
| man,/ sine müesen jâmers wunder hân/ (ir herzen regen die güsse warp),/ sît an der tjost ir hêrre starp."/ //___der gast | |
| ze mâzen klagn."/ sîn kumber leider was ze grôz:/ ein güsse im von den ougen vlôz./ er schuof den rittern ir | |
| erste jamer groz:/ manic liehtes wange sich begoz/ mit wazzerlichen guͤzzen./ da sie begunden kuͤzzen/ ein ander uf ein sheiden,/ do | |
| wart./ der wol gereinte Rennewart/ begunde Alysen kuͤssen./ mit wazzerlichen guͤssen/ ir wange sie do natzten./ ir herze sie entsatzten/ von | |
| im gevieng/ und begunde sie suͤze kuͤssen./ mit wazzers richen guͤssen/ begunde sie die augen netzen,/ grozen jamer zu herzen setzen./ | |
| ab geweschen/ in alles hor und eschen/ mit haisser trehen gússe,/ vil demuͤtiger kússe/ suftzend do daz mundel rot/ den fúessen | |
| daz ich groz und lanch pin/ und trait mich dew guzz do hin/ und daz ew nicht laid geſchicht?’/ do ſprach | |
| wiͤr chunnen uns auff und nider han/ und lan die guͤzz uͤber uns gan./ dar nach rekch wiͤr uns wider./ du | |
| iſt berait/ dez er gert in ſeinem ſin,/ ſams dw guͤzz trueg an in./ daz gelukch wiͤrt ein ſchad/ wann got | |
| dann in dy erd graben,/ ſo muſſt er vor der guſs peſorgen./ ſolt ers dan eim freunt porgen/ oder eym geſellen | |
| ſo ſchwär/ halben ſummer nichtz nicht regen/ und das ander güß pflegen;/ was vor der hitz iſt beliben,/ das hatt nu | |
| was vor der hitz iſt beliben,/ das hatt nu die güß vertriben./ nun gicht offt ain tummer man,/ unnſer herr tuͤ | |
| verswalte/ und den tam dervon schalte,/ dine gæben sô grôzer güsse niht/ alsô man Terramêre giht:/ er umbevluot ot al daz |