Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêr Adj. (632 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sendez leit verswinden. //Nû waz hilfet swaz ich klage der hêren? sien wil mir enheine fröide mêren./ süeze Minne, maht du | |
| êre,/ dâ bî reinen muot,/ diz gewant treit diu vil hêre;/ daz ir edelem herzen sanfte tuot./ bî den kleiden lât | |
| wird ich an fröiden wol gesunt./ süeze Minne, bit die hêren/ daz si trœste mich vil senden man./ //Ez fuor ein | |
| Minne, dar zuo sprich./ //Minne, hilf daz $s mir diu hêre, diu mir in mîn herze tougen mit ir liehten ougen | |
| hât geleit an reiniu wîp!/ ir nam der ist sô hêre/ daz keiner crêatiure geschaft/ mac wesen ir gelîch./ wâ wart | |
| dîn kint geheizen êwiclîch!/ geheilget werde an uns dîn name hêre,/ zuo kum dîn rîch und daz wir nâhen uns ze | |
| pflege:/ sô müez dîn lîp enpfolhen sîn/ Marîen der vil hêren maget,/ diu nie an iemen missetet./ //Wie kanstu, Minne, $s | |
| minne unde meine, $s si reine, $s si sælic, si hêre./ //Sælden ich wære $s vil rîche und an fröiden der | |
| vil reine minneclîchiu wîp,/ ich klage iu allen über mîner hêren frouwen lîp./ diu hât mich sô beroubet fröiden her in | |
| daz dâ minne sî./ //Dâ bî kiuse ich daz diu hêre,/ der ich her gedienet hân/ und gediene ab nimmer mêre,/ | |
| sîst ein reine süeze wîp,/ hôch geborn, gar senfte und hêre,/ guot, in rehter mâze balt:/ ir lîp wîplîchen ist gestalt./ | |
| beſamenent habent in dem nam des almehtigen gotes an diſem heren ſvnnentage, die ſculen wiʒen, wanne das worte ſvnnetage geſprochen ſi | |
| hete.#.’ Dauone hat diͤv heilige criſtenheit die gewoneheit, das der here ſvnetage alſo hin bracht ſchol werden $t mit viere, das | |
| das ſich die ſaligen da ʒů můʒ%:igen, das ſi das here gotes dieniſt emcʒigen, das ſi der ſiechen gewiſen, die toten | |
| heilige opher mit dem almvͦſen ʒe chirchen bringen. An dem heren ſunnetage $t ſcol dehein criſten menniſch choͮfen noch verchoͮfen, niwan ſo | |
| von der mvͦʒicheit des leibes. Dar vmbe ſo iſt der here ſunnetage ʒu eren von allen geloͮbegen meniſchen mit aller andahte | |
| die ewigen genad besezzen $t hat. dise grozze hochzeit des heren marteræres sant Stepfans die suͤln alle christenmenschen vil groͤzlich $t | |
| wiſtu, volliu genade. Got der iſt mit diͤr. Heil wiſtu, heriv kvniginne, wan du piſt ein froͮde vnd ein troſt alles | |
| vnd ſayten im, wie der heilige gotes ſvn von der heren maide geborn w%:urde, wie er gemartyrot wuͤrde, wie er an | |
| ſi fuͤr chomen vnd ſi die chvniginne fragete, wa das here crûce were, da iͤr vorderen den waren gotes ſvn, den | |
| hieʒ vf gen, ob es ſin wille were, das das here crûce eroffent ſolte werden, vnd gehieʒ oͮch dem almehtigen got, | |
| hat. Bittet in, das er vns laʒʒe genieʒʒen ſines vil heren crûces, wande alles das er ye dar an begie, das | |
| das niht ſo wunderlich iſt, noch ſo heiliges, noch ſo here ʒe ſagenne, noch ſo verre ʒe predigen, ſo der heilig | |
| das ſagete das, das alſo erfulte ſolte werden, das der heren maide ſvn ſinen liͤp gebe an das crûce ʒe marteren | |
| allen ſiechtům. O wi, wie ſuͤʒʒiv ſpiͤſe vns von dem heren cr%,uce chomen iſt, wie ſelich der munt iſt, der den | |
| cr%,uce chomen iſt, wie ſelich der munt iſt, der den heren lichnamen vnd das heilige plůt des almehtigen gotes mit riͤwen | |
| illeſus exiuit. Do die heiligen poten vnſeres herren nach ſiner heren vͦfferte ſich teilten in div lant, da iͤr igelichen min | |
| heiligen Chriſt, in diſe werlt ſande, das er von der heren maide, vnſer froͮwen ſant Marien, menniſclich pilde an ſich neme | |
| beſicʒent die himeliſchen genade. Das ander leben, das iſt auer herere; das iſt alſo getan, das die ſaligen meniſchen alle die | |
| wie vnſer herre got von angenge der welt geſchvͦf das here paradiſe.] Paradyſe, $t das ſprichet ein poͮmgarten der wirtſchefte, den | |
| einen engel mit eime viuwerintem ſwerte fur das tor des heren paradyſes, das er deſ hůte. $t Was diſiu rede becʒeichene, | |
| alle, dem dienent ſi alle. Der poͮm der iſt diu here chuniginne, vnſer froͮwe ſant Marie, der tach ir hiute beget. | |
| vil herlich geſecʒet an ſine cʒeſwen vnd gechronet ʒeiner vil heren chvniginne vber himel vnd erde vnd vber alle diſe werlte. | |
| das hinter teil iſt der lip. Div ſele iſt das herer vnd das beʒʒer [teil]. Das hinter teil, das den lip | |
| heiliger ſvn, do er durh aller menſchen not an dem heren crvͦce hieng. Das was ſante Johannes ſin trvͤt, der ir | |
| ſunt iuſticiam, adepti ſunt repromiſſiones. $t Diu groʒʒen vnd diu heren hochʒit der heiligen martyrære, die wir hiut begen, die enmohte | |
| iſt. Die heilige chriſtenhait, diu vnſer herre ſelb mit ſiner hern marter ʒu ſines vater hulden praht vnd ſi ledigot von | |
| praht vnd ſi ledigot von des tiufels gewalt mit ſinem hern plůt, die hat er uch geueſtenot vnd errainet mit der | |
| im ſelben gegeben. Nv wellen wir eu ſagen, was die hern martyrær mit ſo groʒʒen noten verdienet haben. Si waren der | |
| dem gerihte mit dem almehtigen got. Do ſicʒent auch die heren megde ʒe aller nehſte dem almehtigen got. Iʒ ſint auch | |
| ergienc! Wan da můſe der arm Adam [die] ſinen [vil heren] haimvͤde rvmen vnde mvͦſe leider von ſim vil lieben herren | |
| %,vnſer arme altvordern, die verlvren die gots hvlde vnde daz here paradiſ mit ir vngehorſam vnde mit ir vbermvͦte. Daz ſ%,vlt | |
| dem iare, daz ſvlt ir nv allez erfollen in dirre heren zit, daz ir h%>ite da an vahent, vnde ſvlt [h%>ite] | |
| daz d%>i [arme] ſele denne reſte mvͤze haben in dem heren paradiſe. Des helf %>i der ware gots ſvn durch ſiner | |
| wil ich iu benamen sagen,/ daz ich nâch dirre spîse hêr/ dekeiner trahte niemer mêr/ mich fürbaz wil genieten./ got sol | |
| der lande kêre./ sît dû nu bist Gerehtekeit/ genennet, frouwe hêre,/ sô rihte dû diz herzeleit/ dur aller frouwen êre’./ Gerehtekeit | |
| fröuden lêre $s vil bereit!/ prîs und êre/ dir, vil hêre, $s sî geseit/ iemer mêre;/ dîn lop sêre $s werde | |
| ritter spehen/ nie sô wünniclichen mêr./ der künc gewaltic unde hêr/ gienc an sîn gestüele wider/ und saz an daz gerihte | |
| /Waz touc hie langer rede mêr?/ der ritter edel unde hêr/ fuor sîne strâze bî der zît:/ noch quam er wider | |
| recht zu gan, zu den zyten waren alle lút glich herre und glich edel. Da da kranck lút nicht kunden genesen | |
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