Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lîden stV. (811 Belege) MWB Lexer BMZ BMZ Findeb.
| was gar ein bittercheit,/ dů din sun dat bitter krüze leit./ //Nu schöne můder ind maget reine,/ din gewonheit mir erscheine!/ | |
| kind genasen van Even ziden;/ si můsten r#;iu ind pine liden./ //Wand wes sin wart iͤ so wis,/ de dat begrifen | |
| ouch besiͤn <diͤ> zal der wunden,/ diͤ din trurich herze leit,/ dů din sun leit so manich leit./ <de diͤ> zal | |
| der wunden,/ diͤ din trurich herze leit,/ dů din sun leit so manich leit./ <de diͤ> zal der körner wiʒʒen mach,/ | |
| al diͤ arebeit,/ diͤ ich iͤ bit dir ümb dich geleit./ //Swanne kümt de liͤfste dach,/ dan salt du mir, liͤf, | |
| diͤ, damit uns wart gebůt/ des dodes, den wir můsten liden/ van unses vader Adams geziden./ //Den vrölichen vriden brechtes du,/ | |
| stedicheit,/ he můst in siner menscheit ziden/ vil manich wandelunge liden./ dis wandel begund in dinem live,/ gebenedide aller wive!/ //Dů | |
| diͤ werlt, diͤ van Adames ziden/ gewalt des d#;iuvels můste liden,/ si is nu ledich van siner gewalt,/ ind sin gewalt | |
| diͤ pinen niͤt vermiden,/ diͤ diͤ sünder ze rechte sulen liden./ //De hamer $’s armůds he slůch dich,/ du wers durstich | |
| live/ ind in disen jamerziden,/ darin du $’n dot můstes liden,/ so groʒe vröude inde macht,/ dat vröud ind wisheit wart | |
| des heilgen Abrams kint./ //Du has den, diͤ hunger willent liden/ ind otmuͤdcheit in disen ziden,/ sadung gelovet bit der eren,/ | |
| wist ouch din wisheit,/ dů din liͤve sun dat krüze leit./ wiͤ wislich drůch din wise guͤde/ dat vile groʒe widermuͤde!/ | |
| sere, wiͤ in dem stride/ din minsam herz diͤ not lide,/ dat du bit groʒer wisheide/ din herze halds in groʒem | |
| muͤstes ouch in beiden siden/ smaheit ind vlůch der gewonheit liden./ //Druͤgs du ouch kint al ane man,/ des niͤ vrowe | |
| du wers an unk#;iusch sünde?/ du muͤsts der jüden steine liden,/ als man dů plach in den geziden;/ du muͤsts dot | |
| van etslichen heilgen vrowen,/ diͤ der vreiselicher l#;iude drowen/ gerne liden ind manich not/ ind menlich striden bitz an $’n dot/ | |
| den herzlichen smerze/ dat si vünf ir süne sach/ sunderlich liden manch ungemach!/ si sach si villen, si sach si braden,/ | |
| //Dů ich dis ind andre vrowen sach,/ diͤ durch got liden manich ungemach,/ als man schrift van alden ziden,/ it ducht | |
| alden ziden,/ it ducht mich ein niͤt, swat ich möcht liden./ damit erlacht ich diͤ gewonheit,/ diͤ bit den l#;iuden wider | |
| $’n sold ewlich sin,/ ind ich wolde gern den vlůch liden/ der l#;iude in den kurten ziden,/ dat ich alein möcht | |
| engestade, dat ich nider glide,/ hilp mir, dat ich völlich lide/ din arebeit, diͤ ich han begunnen,/ schön můder der ewelicher | |
| beider sin./ ei, wiͤ bitter wart dir sin dot,/ du lids bit im des dodes not,/ du stürves levend, din herz | |
| smerze/ ind ouch de lif bitz an den dot/ völlich lit der martiljen not./ dit sint diͤ overste martelere,/ diͤ willich | |
| niͤt $’n wirt gewert,/ als de mensche den natürlichen dot/ lidet an des vindes not./ wan it sint recht ind gůde | |
| in werden erhaven,/ wand si durch got gern alle not/ geliden hedden ind ouch den dot./ //Under disen martelern bis du,/ | |
| ere,/ wand si bit willen ind dem lichamen/ diͤ martilje liden alsamen./ disen martelern bis du gelich,/ můder ind maget süverlich!/ | |
| gůt herze drůch enbinnen/ zů dinem sun, de $’n dot leit./ wiͤ ser sin dot din herze sneit!/ //We was under | |
| gerung werd zů allen ziden,/ dů du dit leven můstes liden./ din meist martilj was al din leven,/ dat du an | |
| gedwungen,/ als de mensch des niͤt $’n begert,/ dat he lide der martiljen swert,/ ind <si> doch diͤ martilje muͤʒen entfen,/ | |
| niͤt $’n gen./ //Dis dri martiljen, diͤ man sus mach liden,/ si sint bezeichent an drien hogeziden,/ diͤ zů middewinter diͤ | |
| hat der erster martiljen ere,/ wand he si willich wolde liden/ ind <bitz> in sin dot menlich striden./ ////Diͤ ander martilje, | |
| er ensal men van #;iuch niͤt scheiden./ ////Diͤ drid martilje liden diͤ kint,/ diͤ an irn willen gemartelt sint,/ wand ir | |
| darümb is ir de dridde dach,/ diͤ am lif alein liden ungemach./ //Dit můst ich al darümbe sagen,/ wand ich der | |
| siͤn zwa blůmen gelustlich striden,/ ir enweder $’n wilt dat liden,/ dat si der ander iͤt entwiche;/ si bluͤnt so schön | |
| virlihin:/ //Unde daz er dur den grimmin tot,/ den er leit dur die menischeit,/ sehe an meniscliche not./ //Unde daz er | |
| got antwúrtet der sele <N>XXV</N>. Von dem wege, pine ze lidende gerne dur got <N>XXVI</N>. In disen weg zúget die sele | |
| lichamen mit keinem orden mag geloben, sunder das ich ellende lide und gegen dem lichamen strite.» So sprichet er: «Eya du | |
| die got minnet. Tůt ir die welt einen stos, davon lidet si kleine not; tůt ir das fleisch einen wank, da | |
| bin und ane aneginne. <KAP><N>XXV</N>. Von dem wege pine ze lidenne gerne dur got</KAP> Got leitet sinú kint, dú er userwelt | |
| helig weg, den got selber gieng, das ein mensche pine lide ane súnde und ane schulde. In disem wege froͤwet sich | |
| nature ze irem herren, der dur sine woltat manige pine gelitten hat. %/Unsir lieber herre, der himelsche vatter, gap sinen allerliebsten | |
| nit vollesagen,/ ob si muͤsten fúr mich clagen,/ wan ich lide unmenschliche not;/ mir were vil sanfter ein menschlich tot./ Ich | |
| golt./ Alles, das du hast dur mich getan, gelassen und gelitten,/ das wil ich dir alles widerwegen,/ und wil dir mich | |
| der martyrer gewete ist lúhtende rosenrot, wan si mit Jhesu litten den blůtigen tot. Der megde schappel ist manigerleie var, der | |
| gottes userwelte frúnde und an ir helige bilde. Dise marter lidet ein ieglich sele, die in heliger temperunge alles irs tůndes | |
| sprach der sun: «Gedenk, was din licham von minen pinen gelitten hat.» Dis sprach der heilig geist: «Gedenk, was du geschriben | |
| dir sint die <FOLIO>(66#’v)</FOLIO> suͤssen trehne vil lieplich bereit; du lidest doch gerne des súndigen meres bitterkeit. Dis tier hat einen | |
| er also soͤlte wesen und eb er dehein vegefúr hette gelitten. Do sprach únser herre: «Er sol alsus sin vierzehen stunde.» | |
| «Ich horte und sach alsus alle die arbeit, die er lidet und das er liset und schribet, das sol alles von | |
| kein eigen wonunge. Si sint in allen stetten geste und lident manigen kumber. Si enhant weder hus noch hof, silber noch | |
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