Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lîden stV. (811 Belege) MWB Lexer BMZ BMZ Findeb.
| dorther von oriente./ Du salt nicht wenen, das got hab geliten pin. / die ding, die von materien art gescheiden sin, | |
| wegen nach den speren gat,/ davon sie stören und geberen liden./ tat künftig der naturen scharf/ wart kündig nach der kunst | |
| rouben ist gericht,/ uf ere des, so muß der laster liden./ sint alle ding entworfen sten/ unwendelich und müssen also bliben,/ | |
| ist von naturen grunde./ materien buw, ein ieglich tier muß liden we/ und kumt naturlich in die forme nimmer me./ sin | |
| hie der tier materien han,/ die müssen gar naturen wandel liden./ darumbe dir ein spiegel si $s gotes forcht in allen | |
| groß, doch ich sie selden finde./ durch wib, durch kint lit keine smach, $s den schanden nimmer spare,/ sint golt noch | |
| die kleinen tier gemein und ouch der here sin,/ die liten alle vor im großer forchte pin./ da er des louwen | |
| gerne gab sin brot / und ließ die sinen dicke liden hungers not / und wolde sie doch uf den beren | |
| den fremden han gegeben in milde,/ und ließ die minen liden not./ des muß ich sterben von dem beren wilde.’/ man | |
| veraldet er in sinem dienst, $s so muß er sweres liden./ Ein fuchs, ein esel und ein wolf gieng für den | |
| zu bichte kumen bald, / das uwer sel icht dürfe liden smerzen. / in großen sünden han ich gessen manig hun.’/ | |
| dabi du salt versten, gewalt $s der armen wie sie liden,/ die durch ir güt besweret sint. $s nu merke, kint:/ | |
| ich würd an dem heren min gerochen./ nu ist mins lidens worden me,/ sint mir mit slegen wirt min hut zerbrochen.’/ | |
| Daniel gefangen saß./ mit gote redet er,/ wie hie gerechte liden swer/ und was ein sache si der mer,/ das got | |
| heckte, so must es so ergan, / das menschen bilde lite not./ wer aber ir fug geschen/ in andern zeichen, hör | |
| flügel barg/ und furt sie in sins rifes sarg./ da liten blumen lange swer./ berg, anger, walt da kleiten unde weinten./ | |
| wolfe wilde/ und ließ in hungers macht uf dem gefilde/ liden, zu einem bilde/ Archadia dem lande breit./ Da von Assiria | |
| darin gebirt; / sin ougen timber, swach;/ von süch es lidet ungemach./ der mande ist ein ware sach,/ ab schilende der | |
| escherfar, / stark snel und snelle krank,/ von fluß es lidet vil getwank./ das rich des selben ist nicht lang./ mit | |
| $s sünde/ gar verderre hie,/ so das er dort dürfe liden nimmer./ zwar das ist ein spot./ tummer, wisse: $s misse/ | |
| sach:/ ‘o steg ob alles leides bach,/ an dir noch lidet ungemach/ der buwer aller himel dach/ und wendet menschen fal.’/ | |
| $s da half im hinden uß/ der knecht und wolde liden/ von willen grimmen tot,/ durch das sin her vermiden/ möcht | |
| dan der ſichein her=in, di zu rechte vur un phandungi liedi ſal^. daz ſient alli die die wazzir undi weidi mite | |
| muos$’ ouch Sîvrit, $s daz was der frouwen leit./ er leit ouch von ir minne $s dicke michel arbeit./ Sus wont$’ | |
| liep als iu daz sî,/ daz ir iht arbeite $s lîdet alsam ê.«/ sît getet diu vrouwe $s dem küenen Sîfride | |
| man die geste sach./ die kunden unt die vremden $s liten ungemach,/ unz daz si kômen $s z$’einer bürge wît,/ diu | |
| $s zen kameræren sprach:/ »si suln durch mîne liebe $s lîden ungemach,/ die im iht guotes günnen $s und mir wesen | |
| wold$’ er verdienen $s daz Hagenen golt sô rôt;/ des leit er von dem degene $s den swertgrimmigen tôt./ Der verge | |
| dô in Hagen sach,/ der gotes arme priester $s muose lîden ungemach./ Er swang in ûz dem schiffe, $s dar zuo | |
| helfe niht ensach,/ dô kêrt$’ er wider übere: $s des leid er ungemach./ swie er niht swimmen kunde, $s im half | |
| durch zägelîche nôt,/ der muoz an disem wâge $s doch lîden schamelîchen tôt.«/ Si fuorten mit in einen $s ûz Burgonden | |
| sît ir sô rôt?/ ich wæne ir von wunden $s lîdet grôze nôt./ ist er inder ime lande, $s derz iu | |
| $s lâzet für den sal:/ sô müesen iuwer mâge $s lîden den tœtlîchen val./ Ob ir nu niemen lebte $s wan | |
| sweher tôt,/ die dô dar inne wâren, $s die muosen lîden nôt./ der tôt der suochte sêre, $s dâ sîn gesinde | |
| gebunden $s von Dietrîches hant,/ swie künege niene solden $s lîden solhiu bant./ er dâht$’, ob er si lieze, $s den | |
| kund in niemen des erbitten,/ daz er die frouwen hiet geliten/ in der stat die einen naht,/ daz si vor dem | |
| enkeine./ sîn rüemen daz was kleine,/ grôz êre er lîdenlîchen leit,/ der lôse wille in gar vermeit./ doch wânde der gefüege,/ | |
| der hiez Gandîn:/ der lac an rîterschefte tôt./ des vater leit die selben nôt:/ der was geheizen Addanz:/ sîn schilt beleip | |
| und manlîchen rât/ gap er mit stæte’n friunden sîn:/ er leit durch wîp vil schärpfen pîn./ er truoc den touf und | |
| daz diu sî ze nihte guot./ swer die durch triwe lîdet,/ hellefiwer die sêle mîdet./ die dolte ein wîp durch triuwe:/ | |
| bôt,/ und frâgte se, op si sæhen nôt/ eine juncfrouwen lîden./ sine kunden niht vermîden,/ swes er vrâgt daz wart gesagt./ | |
| hebt iuch enwec: wan kumt mîn man,/ ir müezet zürnen lîden,/ daz ir gerner möhtet mîden."/ ___dô sprach der knappe wol_geborn/ | |
| se inne reit/ (ir kiusche unde ir wîpheit/ Sîn hazzen lîden muosten):/ mit bästînen buosten/ bant ern aber wider zuo./ ir | |
| diu herzoginne al_eine saz,/ diu sît vil kumbers durch in leit./ mêr danne ein ganzez jâr si meit/ gruoz von ir | |
| ze Bertâne/ dîn ritterlîche sicherheit/ einer magt, diu durch mich leit/ des si niht lîden solde,/ der fuoge erkennen wolde./ und | |
| sicherheit/ einer magt, diu durch mich leit/ des si niht lîden solde,/ der fuoge erkennen wolde./ und sag ir, swaz halt | |
| ze Brandigân/ müezens immer jâmer hân./ mîns vetern sun Mâbonagrîn/ leit och dâ ze langen pîn./ nu bin ich, künec Artûs,/ | |
| wünschn im heils: wan ez muoz sîn/ daz er nu lîdet hôhen pîn,/ etswenne ouch freude und êre./ ein dinc in | |
| soum,/ dervor mit maneger tjoste rîch./ von rabbîne hurteclîch/ er leit in slâfe etslîche nôt./ möhter drîzecstunt sîn tôt,/ daz heter | |
| ist diz getân?/ deiswâr ich sol mich wâpen drîn./ ich leit in slâfe alsölhen pîn,/ daz mir wachende arbeit/ noch hiute | |
Ergebnis-Seite: << 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 >> |