Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
behalten stV. (1057 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| peter din geselle hat,/ daz ir sunderin ire missetat/ mugit behalden unde uerlan./ ir sult daz beziste began/ uon vͥweren undertanen./ | |
| mite machete si sih deme tuuele fremede./ mit wiblicher stete/ behilt si ir magitheit/ vnde uon der gotis gnedicheit/ ein starkiz | |
| vil meri./ der des himilis walti/ undi daz luit suli bihaltin,/ der ruchi uns di gnadi zi gebin,/ daz wir immir | |
| die goteſ craft vnde erkanten do, in welen eren ſi got behalten hete. Da uon viengen ſi do ʒů der ſtetin gotiſ minne. | |
| dinc von heiser nature ist, swi kalt is si, is beheldet doch siner nature craft. So tut das von kalder nature | |
| di heise sunnen. Dar nach drinc di rosen uz und behald das olei, das ist gůt zu vil dinges. // Lylien | |
| unde di milch, di dar abe geit unde daz saf beheldet man. Daz ist gůt zu mancher artzteie unde zu vil | |
| milch unde saffe unde trockent daz an der sunnen unde behaldent daz. Di rosenrot ist dar nach di beste. Da von | |
| stosse di bleter mit wine unde ringe iz ůz unde behalde iz. Swenne du den tranc geben wilt, so gip dem, | |
| unde schůmez wol. So denne der saf versoten sin, so behalde manz schone, unde wisset, daz wider schimen nicht kein besser | |
| Noch besser ist daz crůt mit milch getempert, da mit beheldet man di swerme. Swo di bine stichet, oder wefse, oder | |
| weren dot./ we möcht an dat himelsch leven/ in erden behalden siner selen leven?/ //Dat himelsch leven is dit brot,/ dat | |
| in erdrich mügen gewinnen,/ diͤ wir niͤt stedlich $’n mügen behalden,/ dar is in der minnen vort bewalden./ //Wiͤ sere wund$’ | |
| so waleveile:/ den doden licham gif mir,/ dat heilich blůt behald du dir!/ so sin wir beide riche./ ////Laʒ mich al | |
| entfiͤnc,/ damit de küninc ze stride giͤnc./ in deme roc behiͤlt he $’n sigen/ ind ded den bösen vürsten erligen./ //Din | |
| al diͤ werc darin bewiͤldes/ ind al diͤ wort darin behiͤldes,/ diͤ du vernemes, diͤ du seges,/ sint du dins liͤven | |
| geschiͤt,/ dat din sun gůt, wis ind riche/ dich hed behalden sunderliche/ in merer vröud ind merer eren,/ dan diͤ heilge | |
| manne kumen,/ wolds du nemen ein brüdegumen,/ wiͤ wolds du behalden din k#;iusche leven,/ dat gode genzlich hads gegeven?/ //Mir is, | |
| had erlost;/ an den nam min herze groʒen trost./ //Wiͤ behiͤlt Judith ir reinicheit,/ wiͤ menlich si wider Holofernem streit,/ zů | |
| dů he vlo,/ dů in diͤ unk#;iusch vrowe zo,/ si behiͤlt aleine Josephs kleit,/ den michel baʒ kleid diͤ reinicheit:/ //De | |
| ind wif,/ diͤ am wiʒd sint ein lif,/ diͤ doch behaldent ir reinicheit,/ als si in zů behalden steit,/ diͤ böser | |
| lif,/ diͤ doch behaldent ir reinicheit,/ als si in zů behalden steit,/ diͤ böser gelüste widerstent/ ind al irn willen niͤt | |
| diͤ de vient niͤt enmocht bedriͤgen,/ dat he an in behiͤlde eingen sigen,/ an irn seln of an irn lichamen./ //Dis | |
| lilje wiʒet,/ ir iͤweder sich sere vliʒet,/ dat si müg behalden $’n sigen,/ ir enweder $’n wilt niͤt erligen./ //Diͤ rose | |
| de sich wiʒʒ$’ so wis,/ dat he sage, wilch ir behald den pris?/ //Ich enweiʒ noch niͤt, we mich bescheide,/ of | |
| fure,/ bluode der din mageduom in der geburte./ der busch behielt du sine sconecheit;/ so dede din heilig lif du sine | |
| herzeleit <N>XXVII</N>. Wie du siest wirdig des weges und in behaltest und vollekomen siest <N>XXVIII</N>. Die minne sol sin mortlich ane | |
| diner demuͤtekeit./ Wir loben dich, herre, das du úns hast behalten mit diner barmeherzekeit./ Wir loben dich, herre, das du úns | |
| tůt. <KAP><N>XXVII</N>. Wie du siest wirdig dis weges und in behaltest und vollekomen siest</KAP> Drú ding machent einen menschen des weges | |
| gotte ane alle menschliche meisterschaft und die gottes gnade heliklich behalte und willekliche trage in verzihunge aller dingen nach des menschen | |
| in verzihunge aller dingen nach des menschen willen. Das ander behaltet den menschen <FOLIO>(10#’v)</FOLIO> in dem wege, das im allú ding | |
| gebunden me denne zwenzig jar uf einen grúlichen rost; doch behielt mich got unverbrant und hat mich nu me denne siben | |
| und alle luter geistlichen megde mit im, die sint noch behalten gegen dem ellende. An dem throne ist únser vrowe Sante | |
| wunden, die in selber der gnaden gonden, das si si behalten wolten und konden. Ir sun ist got und si goͤttinne, | |
| gotheit hatte dir, froͮwe, einen schatten gegeben, da du inne behieltist din menschlich leben, also das du pine múhtist liden ane | |
| lert mich vil sanfte, was er wil, und das ander behaltet er mir. Nu sprichet er alsust: «Die wisheit sunder vestenunge | |
| siht./ Der zwivel ist ein grúwelich val,/ die ware hoffen behaltet es al.</ZG>/ <ZG>Der valsche trost wirt niemer vro,/ die ware | |
| únserme geloͮben. Dise selig einunge soͤllen wir mit grosser hůte behalten. <KAP><N>IX</N>. Von vier hande opfer der priesteren</KAP> Hie nach seite | |
| moͤgen noch widerkomen. Got hat sin edel minnende nature gantz behalten, darumbe mohte er sich nit enthalten. Got warf Lucifer zehant | |
| und blibet an ir selben allerinnest; si begriffet allermeist und behaltet allerminst. «O allerseligostú minne, wa sint die, die dich bekennent?» | |
| nit bihten <FOLIO>(71#’r)</FOLIO> mit irem vleischlichen munde. Wie si aber behalten moͤgen werden, das haben wir an einer anderen stat funden. | |
| Si enhant weder hus noch hof, silber noch golt niergen behalten. Ir ieglicher gat mit einem stabe, der ist wis geverwet | |
| cristanem geloͮben in warer rúwe sterbent, das si sunder vegefúr behalten werdent. Dur das dise heligen brůdere mit den lúten also | |
| kinden. So heisset man die man kiesen, weder si lieber behalten in dem ungeloͮben die schoͤnen vroͮwen und ir liebú kint, | |
| ir lichamen nit me zů der erde begraben werden. Adam behielt das saf an ime und da nach alle man. Eva | |
| ime und da nach alle man. Eva und allú wip behielten dis vil schemlich blůt. Dis ist das alleine pinget natúrlich | |
| muͤssen wir im oͮch glich leben oder mit <FOLIO>(85#’v)</FOLIO> rúwe behalten werden. <KAP><N>XVII</N>. Dis ist ein grůs und ein lob und | |
| solte ich mich in dich na miner maht geben, du behieltist nit din mensclich leben. Du sihest wol, ich můs mine | |
| und verbergen mine klarheit, dur das ich dich deste langer behalte in der irdenscher jamerkeit, wante ufgat allú min suͤssekeit in | |
| irdenschú ding und bitte dich, das du mich vor inen behaltist ungemenget; wan swie helig si sint, si wegent mich doch | |
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