Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîfe swM. (91 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| den vier elementen, von den winden, von regen, taw, snê, reif, tonr, plitzen und von andern sachen, die in den elementen | |
| regent oder klaineu vischlein. dar zuo siht man taw und reif und wildez hönich her ab vallen. man siht auch mangerlai | |
| dem perg in Kriechenland, der dâ haizt Olympus. //VON DEM REIFEN. /Der reif wirt auz der selben$/ lai dunst, dar auz | |
| in Kriechenland, der dâ haizt Olympus. //VON DEM REIFEN. /Der reif wirt auz der selben$/ lai dunst, dar auz daz taw | |
| wirt, iedoch muoz diu kelten verr grœzer sein, diu den reifen macht, wan diu daz taw macht. wan ze gleicher weis | |
| der snê zuo dem regen hât, alsô hât sich der reif zuo dem tawe, und als daz taw allen frühten nütz | |
| frühten nütz ist und frumen pringet, alsô ist in der reif schad und verderbt die früht auf den paumen und auf | |
| sam si verprant sein. daz ist dar umb, daz der reif von gar behendem dunst ist und gar kalt, und dâ | |
| müezent die fruhtpluomen sterben und swarzen. ez ist auch der reif hertgriffiger dann der snê, dar umb, daz den dunst, dar | |
| der snê, dar umb, daz den dunst, dar auz der reif wirt, diu grôz kelten herticleicher durchgêt und sich tiefer dar | |
| in den snê und machet gar klaineu körnlein in dem reifen und gar herteu; dar umb læt sich der reif niht | |
| dem reifen und gar herteu; dar umb læt sich der reif niht schôn pallen sam der snê. dû scholt auch wizzen, | |
| esten nâtûr gêt, verkêrt sich von der grôzen kelten in reifes gestalt, und seind der dunst klain ist, sô wirt er | |
| an dem griff wan der snê und waicher wan der reif, die koment dâ von, daz diu kelten grœzer ist wan | |
| ist wan zuo dem snê und klainer wan zuo dem reifen, alsô daz si den dunst niht sô gar durchgêt sam | |
| si den dunst niht sô gar durchgêt sam in dem reifen. diu körnlein haizent ze latein granula. //VON DEM SCHAWR. /Der | |
| Er treit zitlich, nicht zu vru,/ Uf daz en der rife nicht/ Twinge, da von werde wicht/ Der trost in sime | |
| des steines not;/ Haynbutten oder hifen/ Heizet sie. von dem rifen/ Wirt betwungen ir rische;/ Welc, in rote doch vrische/ Beheldet | |
| /Sô daz eine zîtgôt $s daz ander stât, bluot./ der rîffe iz nefrôret, $s der wint iz ab netrôret diu hitze | |
| einen ougen/ Und suln vast orlougen/ In regenen und in rifen/ Mit den vreislichen grifen,/ Daz wir den stein irwerben/ Der | |
| si nizin./ da sint inne grife./ vor froste unt vor rifen/ unt vor den starchen gruen/ so lit iz unerbuen./ di | |
| Swen iz ſnelle ſich ir guzet./ #s+Dy#s- doch #s+vorchten#s- des #s+ryefen#s- we,/ #s+Uf dy vellet#s- eyn kalder #s+ſne.#s-/ Daz iſt: dy | |
| Wie der hagel und der schůr,/ Wo der frost, der riffe sur,/ Wo der duͤnre und der blig,/ Wo der regen | |
| von duͤnre slegen strik./ Ez wirt nit wint noch regen,/ Noch rife, noch sturm von duͤnre slegen:/ Ez wirt als senfte gar./ Dez | |
| die der meie uns kunde bringen,/ dâ mac man den rîfen schouwen./ doch klag ich ein ander nôt: von der minnenclîchen | |
| den grüenen walt./ die hât nu betwungen/ unde jæmerlîch verdrungen/ rîfe, snê, dar zuo der winter kalt. des vil manic herze | |
| herze muoz erkrachen,/ machet mich diu liebe in fröiden tôt. //Rîfe und anehanc die heide hât betwungen,/ daz ir liehter schîn/ | |
| dem walde und in den ouwen/ dâ mac man die rîfen schouwen. dar zuo lât diu nahtegal/ ir vil fröiderîchez singen:/ | |
| wîse/ singent kleiniu vogelîn/ meie, daz sî dir ze prîse./ rîfen snê mit kaltem îse/ swindent gen der lüfte dîn./ //Werden | |
| manger wunne./ swære tage und scharfen luft/ machent îs snê rîfen tuft,/ trüeben schîn durh nebel gît diu sunne./ wâ nu | |
| und wilden beiden tet der arge winter wê./ man sach rîfen unde snê/ jâmers vil in briuwen./ wê swaz ir den | |
| hât uns den walt beroubet,/ der sô schône stuont geloubet?/ rîfe und ouch dar zuo der snê./ //Sumerwunne, zît des meien, | |
| winter, hinnen scheide mit dir swaz uns kam ze leide,/ rîfe wint îs unde snê./ lânt walt anger und die heide/ | |
| sol;/ vîol smac tuot sorge slîfen;/ kiesen süeze fruht vür rîfen;/ lieplich werdiu wîp an grîfen/ wende iu wernden senden dol./ | |
| iu wernden senden dol./ //Winter kalt, dîn gewalt/ tuot mit rîfen ungestalt/ anger ouwen heide breit./ snêwes twanc/ machet kranc/ kleiner | |
| fröide ein anevanc/ und aller wunne ein wunder./ //Habt urlup, rîfen unde snê, jârlanc mê:/ dur den klê/ siht man bluomen | |
| leit verschalt,/ trôstes walt,/ sît verstôzen und vervalt/ sint die rîfen kalt./ //Jârlanc sol er sîn gemeit swem ein meit/ minne | |
| meien $s kl%-agen! tr%-agen $s sun wir gen den argen rîfen nît./ ir gewalt $s alt $s machet, $s swachet $s | |
| in grüene stât,/ swie daz man in in snêwe siht/ mit rîfen uberladen./ dem golde glîche ich wol den man/ des herze | |
| stuont gerœset,/ dâ ist fröude erœset;/ von dem anger lœset/ rîfe bluomen unde clê./ /Swer bî liebe læge,/ lîhte er sich | |
| flüete $s wuot,/ danne ich wüete $s fluot $s des rîfen nû mit füezen bar./ mir tuont wê die küelen scharphen | |
| cleide $s nu scheide,/ grüeniu löuber dû versprich!/ des wil rîfe twingen dich/ und der snê mit angestbernden dingen./ lerche, troschel, | |
| orden;/ worden $s ist ir hövescheit/ unbereit,/ wan si neit/ rîfe durch die werdekeit,/ daz man in vermeit,/ unde manger schreit/ | |
| enclage ich niht sô tiure/ sô daz aber hiure/ schanden rîfe kalt/ twinget mangen bœsen,/ der mit tugent rœsen/ solte sich | |
| unde hôchgemüete./ swaʒ wunne drinne blüete,/ diu reis von jâmers rîfen abe./ sîn gelweʒ hâr mit ungehabe/ ûʒ sînem reiden houpte | |
| kunft gewunnen./ als von der heiʒen sunnen/ versmelzen muoʒ der rîfe kalt,/ sus wart dâ sorge manicvalt/ verswendet von ir bilde./ | |
| was,/ daʒ er in möhte ergrîfen./ als von dem kalten rîfen/ sich manic bluome velwet,/ sus wart von im geselwet/ vil | |
| ſprach der iunger: Wa uon comet der tówe vnde der rife? Der meiſter ſprach: So die hiʒʒe deʒ dageſ blibet in | |
| uf der erde. So gefrúret der toͮ vnde wirt ʒe rife. //Do ſprach der iunger: Wie cumet daʒ, daʒ der menſchen | |
| Du wirst von dinem viende dikke betruͤbet also der helle rife uf die himmelblůmen. Ja si bluͤjet doch fúr sich hin | |
Ergebnis-Seite: 1 2 >> |