Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîfe swM. (91 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| erbeiten mac,/ sît ich vröude niht enpflac,/ sît der kalte rîfe lac./ /Míchn házzet nieman,/ ob ich bin gemeit./ weiz got, | |
| ir alten dôn./ eteswenne ich kan niuwez singen,/ sô der rîfe liget, guot wîp, noch allez ân dîn lôn./ Die waltsinger | |
| hag nach wunsch erwelt/ Und wolt besehen, wie gequelt/ Der ryffe im hette sine bleter./ [179#’r] Die sach ich daz sie | |
| süche haft verdringet./ in troume wer uf ise stat,/ in rif, in sne, den menschen kelde twinget./ sit er in troume | |
| uß mines herzen gruft./ Mins tichtes stam besnit, / den rifen grober sprüche wit / von im, der mir gewaldig lit | |
| viol in sin flügel barg/ und furt sie in sins rifes sarg./ da liten blumen lange swer./ berg, anger, walt da | |
| zit/ strit, $s nit $s in kreften hat gewit/ des rifen, der in ouwen lag./ hag $s smack $s nu gibet, | |
| und der sumer werde./ Sus hat ein wib verdrungen/ leides rif uß herzen tal –/ darumb min freude jungen/ immer durch | |
| Unger ouch seiten,/ waz in daz swærist was,/ daz der rîf daz gras/ het nû gederret sô sêre,/ ‘daz sîn diu | |
| syn beste mistunge. Das selbe ist ouch gut widir den rifin. Andir sprechin, das man yn dicke sulle begisin mit gesotin | |
| liebiu vrawe./ ez wil uz mins meyen tawe/ ein starker rife werden nu,/ als wir, vrawe, ich und du/ von ein | |
| strengen gerehtikeit mit menger sweren burdi úberladen. Sú vúrchtent den rifen und vallent in den schne. __#s+Der diener:#s- Eya, zartú, erbarmherzigú | |
| bilde verwiset. Und daz ich es kúrze: als der kalt rife in dem meien die wúnklichen blůst terret und veroͤset, also | |
| worden ist, ach, und die heisse summerwunne zů dem kalten riffen geraten ist. Dez sint trurige, ir wolsingenden kleinen voͤgelin, die | |
| beschlossen und sich gegen der vinstern naht, gegen dem kalten riffen, hab uf getan in siner natúrlichen lútselikeit, doch so begert | |
| us rútent! Owe, ir kalten winde úppiger worten, ir starcken riffen zerganklicher minne, ir tiefen sne boͤser unreiner geselleschaft, waz hant | |
| wan leit verswenden, herzen frien, froͤde bringen? Wer den kalten riffen hat #s+erkant#s- und diner suͤssen minne ie #s+bevant,#s- o aller | |
| er wil, das isz mit ordenunge geschee zu may durch ryffe, durch taw und durch maniche wyse und wedder, das dartzu | |
| gît?/ mir sint die bluomen und der klê/ alsam der rîfe und ouch der snê:/ gelîche liebe tuont si mir./ sich, | |
| gemüete:/ des hab ich mich vil gar verwegen./ die kalten rîfen sint gelegen,/ diu haide stât in wunneclicher blüete./ //Jârlang gruonet | |
| mîn gemüete:/ des hân ich mich gar bewegen./ die kalten rîfen sint gelegen,/ diu heide stêt in wunneklicher blüete./ //Ich wil | |
| der trüebt die tage clâr./ Darnach wirt man snêwes und rîfen schier gewar./ winter bringet uns sorge her und anderswar,/ wunnen | |
| râten,/ daz si balde fröwen sich:/ Dâ wir ê den rîfen trâten,/ dâ ist nû gar wunneklich./ Da entspringent bluomen unde | |
| ist nû gar wunneklich./ Da entspringent bluomen unde klê./ kalde rîfen unde snê/ * sint zergangen aber als ê./ //Ich wil | |
| wie heide und ouch der walt/ valwent von den kalden rîfen:/ solhe botten hat der winter für gesant./ Darnâh so kumet | |
| aldâ./ dâvon stên ich junger grâ./ //Swie daz nû die rîfen kalt/ selwent walt, heide und ouwe,/ doch so wil ich | |
| prîse/ vogellîn ir schal./ süezze wîse/ singet nahtegal./ //Swen die rîfen/ twungen und darzuo der snê,/ der sol nû ze fröiden | |
| Frankrîch het den plân,/ den man siht in trüebem schîne:/ rîfe tuont in wê/ bî der Sêne und bî dem mer./ | |
| grüenen walt,/ waz er loubes hât gerêret/ von des ungefüegen rîfen val./ Jârlanc sint die winde kalt,/ winters kraft sich balde | |
| vertrîben,/ wan daz lieb an wîben?/ wîbes güete heizzet leitvertrîb./ //Rîfen unde winde kalt/ roubent ouwe und ouch den walt,/ linde | |
| fröiden was bestalt:/ da mac man inne schouwen/ Vil kalden rîfen, der kan vogel sweigen/ ir süezzen sanges sunder wân./ nu | |
| der walt/ und swîgent vogellîn,/ Daz briuwent beide,/ wint und rîffen grôz./ trûren manigvalt/ mir wachsent ist mit in./ Tuot in | |
| mich vil lüzel sparn.’/ //Sæligiu sumerzît,/ dû bist gar verdrungen:/ Rîfe in den ouwen lît,/ dâ die vogel sungen./ Sît diu | |
| dir, mîn trœsterîn./ jâ fürhte ich, daz wüete/ An uns rîfe und ouch der snê./ muoz ich darzuo trinken bier,/ lieb, | |
| den esten $s rîset ûf die heiden:/ dien leiden $s rîfen bin ich gram/ und der winterzît alsam./ Refr.: Sumer, sumer | |
| wengel liechten schîn./ //Sô der vogel kôsen/ von den kalten rîffen swachet/ und diu heide bar der bluomen lît,/ Dannoch sich | |
| mit willen ist,/ da mag man âne sorge sîn der rîffen,/ das icht schaden boumen ald den blüeten./ Ez wart nie | |
| in dem hertzen nit ensint, denne der kalte sne und riffe, daz sint die leidigen verdorrende und verderbende creaturen, die mit | |
| dô er mit vröuden blüen began,/ dô viel der sorgen rîfe in an,/ der maneger jugent schaden tuot,/ und darte im | |
| christe die sîne locche, die ime daz nahtwether unde der rîffe kalt unde lâ gemachet hât. die [alsô lâ] sint die | |
| si der meie lêret/ ir mûze alsus volrecken,/ nâch den rîfen bluomen stecken./ //Ich diene der künsteclîchen hant/ vür der heiden | |
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