Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sac stMN. (63 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| daz der pauch, daz wir haizen den magen oder den sack, dâ daz ezzen des êrsten eingêt. iedoch nimpt Plinius den | |
| Plinius den pauch für den magen und für die andern seck, die under dem magen sint, dar ein daz ezzen gêt | |
| nemen sô haizt der pauch die ganz samnung auz den secken allen mit der haut bedackt, die oben her ab gêt | |
| vogel hungert, sô zeuht er daz ezzen wider auz dem sack und izt ez anderwaid, und dar umb muoz er haben | |
| nâch in den rehten leib schieb. wan er hât zwên säck: den ainen an dem drüzzel, und den andern in dem | |
| mich hinder den umbehanc,/ dâ lig ich reht als ein sac./ waz ieglîcher gegeben mac,/ daz sag ich iu schier und | |
| fules fleisch, du unseliger vras,/ du wurme spise, du horwiger sack,/ ver vluht si naht und tag/ do ich ie zu | |
| von des gelust/ unreine wart erde unde luft!/ du geschanter sack, wo ist din guft,/ wo ist din unrehter gewalt?/ we | |
| er doch daz wizzen wol/ daz er horbez ist ein sack vol./ die rede merket und verstet:/ allez daz uz dem | |
| wunt,/ da beginnet er stinken sazestunt./ sint der stinkent har sack/ sin hochvart niht lazzen mack,/ wer er gesunt und reine/ | |
| gesihte $s tet ern in die veste./ //Er hiez die secche alle $s tuon weizes folle,/ hiez iegliches scatz $s legen | |
| jouch mit gnâden.’/ /Duo si die rede feranten $s ire secche si inbunten./ manniglich fant sînen chouf $s als er den | |
| sprâchen:/ ‘durch den scatz, $s der unseres unwizzenes in den sechen lach,/ sô wâne man uns armen $s hie in nôt | |
| nâhest hie chouften $s unte heim fuoren/ unt sâhen zunseren secchen, $s duo funte wir unseren scatz licken./ daz scol got | |
| Joseph $s sînem amptmane gebôt,/ er fulte des weizes die secche $s sô der meiste in mahte,/ unt leget ir iegliches | |
| wâren:/ ‘den scatz den wir funten $s duo wir unsere secche enbunten,/ den brâhte wir widere $s ze mînes hêrren chamere./ | |
| $s daz wir dâ widere buten solich lôn?/ /In swes sacche $s der selbe chopf stecche/ den slahe oder hâch, $s | |
| $s die anderen faren dare si wellen.’/ //Duo man die secche enbant $s in des jungesten sacche man in fant./ er | |
| wellen.’/ //Duo man die secche enbant $s in des jungesten sacche man in fant./ er fîen bî der hant, $s iedoch | |
| Unde des libes genenden./ __Die sunne swarz wart als ein sac/ In den nicht liechtes komen mac,/ [92#’v#’b] Wen her allez | |
| sie zur werlde quamen,/ Daz hir vil wol des geistes sac/ Heizen an dem gedute mac./ Diz ist gesprochen also,/ Sam | |
| das land gedienen̄ mag,/ Das legt er nicht in seinen sack:/ Er zert es freylich/ Und gab reichlich./ Diener, knappen hett | |
| Wan wer den anderen über mag,/ Der schewbt in in den sagk./ Do drang her das edel panthyr,/ Dem volgten di anderen | |
| und an zucht:/ Si was zesamme gedrucht/ Als ain aichender sack,/ Da man ir zu eren pflagk;/ Da gegen was Tharsia,/ | |
| nit enluͤge:/ Ez sint dri gezuͤge/ Die dich bezugen, armer sag!/ Der helle fuͤre! der selden slag!/ Der erste gezug ist | |
| verruchte/ ’Ach verflůcht si der tag/ Do mins verfluchten fleisches sag/ Dem ewigen dode wart geborn,/ Da lip und sele ist | |
| Sach sie natern und slangen;/ Ir oren wit als ein sak:/ In den oren eiter lag/ Wol als ein boße_kogel groz,/ | |
| mite wart ouch er gesant/ ûz dem satel als ein sac,/ daz ern weste wâ er lac./ done wolder im niht | |
| iuwer muot./ ir strîtent unde vehtent/ niht wan in iuwern sac./ wie pflegent ir der fürsten?/ war kumt der herren guot?/ | |
| gebriten!/ nein, sîn roc der was gesniten/ ûʒ einem groben sacke/ und hienc an sînem nacke/ ein grâwer mantel niht ze | |
| da redent si vil von liebe. Owe ich unseliger antphrasis sak, #.[das ich da#.] nit gesterben mag! <FOLIO>(84#’v)</FOLIO> <KAP><N>XIV</N>. Von boͤser | |
| danne der wagen vür diu rinder gênde,/ treit danne der sac den esel zuo der müln,/ wirt danne ein eltiu gurre | |
| esel, woldstu mich betriegen?’/ er bant im wider uf den sack./ da must er sich in großen schanden smiegen./ kint, gere | |
| das ich das gras han bi der ban/ genagen unde secke vil getragen.’/ ‘ein straßrouber ist er gewesen,’/ so sprach der | |
| sprach: ‘dafür so lob ich stengel me,/ wann ich mit secken durch des müllers garten ge./ doch würd ich solcher künste | |
| die man heit, di diz corn ſnitit unde in mi ſacki dar=heim vurit^. Sui iz tuit die het eini dubi bigen^. | |
| daz ſelbi recht^. daz gine heit di iz in deme ſacki vurit^. Nimit och ein man demi andirin ſien corn bi | |
| kranc, als er dâ lac,/ und hîngin in sam einin sac/ ubir ein pfert dî twere/ und in mit drabe swêre/ | |
| mîn hant:/ ûf den snê du wirst geleit./ der den sac von der müle treit,/ wolt man in sô bliuwen,/ in | |
| hêr, vor iwern hulden mac./ ûz schildes ambt in einen sac/ wolt ich mich ê ziehen,/ sô verre ûz arde fliehen/ | |
| der man in siner einvalt/ uf sinen rucke nam den sac,/ da der richtum inne lac,/ den di werlt nicht vergulde./ | |
| wir sulen siu billîchen ebenmâzzen,/ si sint als ein durcheler sac/ - vil wol ich siu alsô häizzen mac! -,/ dâ | |
| linin,/ vnd slof san dar in./ Er nam eines artztes sak -/ nieman vch gezelen mac/ Reinhartes kvndikeit -/ er gienc | |
| daz ich grozes hungers pflac./ nu wirt erfuͤllet hie min sac/ und so wol gar gemezzen/ daz ich nit me mag | |
| zu stunde wern.’/ da mit hiez er dar bringen/ einn sag mit pfenningen/ und bat den meister selbe nemen,/ als kuͤnde | |
| daz ich gehaben mag./ ez ist ein seil und ein sag/ vil shier uf gebunden./ doch bin ich des unerwunden,/ ich | |
| daz ez weich werde. Dar nach drucke ze durch den sak. vnde nim daz durch den sak get. vnde lege ez | |
| drucke ze durch den sak. vnde nim daz durch den sak get. vnde lege ez in daz zucker. Du salt aber | |
| //Minner herze vicht $s ze ganzer stæte/ als in einem sake ein swîn,/ daz vert unde kirret./ Doch klegte ich ez | |
| süezzen/ hiure unnâher danne vern./ //Als ein swîn in einem sake/ vert mîn herze hin und dar./ Wildeklîcher danne ein trake/ | |
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