Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schamelich Adj. (113 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| tac gesehen,/ im würde leit diu missetât,/ daʒ er uns schemelichen hât/ getriben ûʒ dem lande sîn/ und wir doch kômen | |
| gewer,/ daʒ tuot mich hôhes lobes vrî./ nû wol, wie schemelich eʒ sî,/ mîn wille muoʒ an im ergân./ ich mac | |
| begriffen was ir herze./ si twanc der minne smerze/ und schemelîchiu blûcheit./ mit disen beiden si dô streit/ und hete zwîvellichen | |
| und ze kunden/ und clagte in bî den stunden/ die schemelichen smâheit,/ die sîn lîp vor Troye leit,/ dô man in | |
| er im stiure bræhte/ und er durch got bedæhte/ sîn schemelicheʒ ungemach./ mit zühten wider in er sprach:/ ‘herr, ob ir | |
| vremdeʒ mære,/ daʒ dû mir râtest die getât,/ die mannen schemelîche stât.’/ Der muoter was diu rede leit./ beswæret sêre und | |
| tagen,/ war umbe dunket denne dich/ diʒ dinc sô rehte schemelich,/ daʒ man dich sæhe vür ein wîp?/ swenn alsô werder | |
| dich der sache,/ diu wîbes namen swache/ und habe die schemelichen site,/ dâ manic kiusche vrouwe mite/ blüeme ir leben unde | |
| geselleschaft alhie geboten,/ des muoʒ ich glüejen unde roten/ in schemelicher nœte heiʒ./ het ich gewist, daʒ ich nû weiʒ,/ ich | |
| im an sîn herze gân/ und hete gerne widertân/ die schemelichen smâheit./ er wolte rechen sîniu leit/ und mêrte sînen kumber,/ | |
| gezücket und genomen./ die smâheit suln wir überkomen/ mit einer schemelichen tât./ ob mir Gelücke bî gestât,/ daʒ ich Helênen füere | |
| daʒ er möhte sprechen./ ûʒ im begunde brechen/ hitz unde schemelicher sweiʒ./ diu minne tet im alsô heiʒ,/ daʒ er vil | |
| si beswærde truoc./ ir ougen si dâ nider sluoc/ vil schemelichen unde sweic./ daʒ bluot ir in ir varwe seic/ und | |
| daʒ in beswære ûf erden./ des lânt beschirmet werden/ vor schemelicher missetât/ daʒ heil, daʒ mir gegeben hât/ Fortûne diu vil | |
| fremde zungen üeben./ die friunde mîn betrüeben/ mac wol diʒ schemelîche dinc,/ daʒ mich ein fremder jungelinc/ ir lande hât entzücket./ | |
| danne erhœret/ mit zühten unser hôch gebot/ und uns den schemelichen spot/ wil büeʒen, den wir hân geliten,/ sô kêren von | |
| Helêne wider sî gegeben./ alsô muoʒ Prîant denne leben/ in schemelichen schanden,/ ob wir ûʒ disen landen/ den roup vermeʒʒenlichen holn,/ | |
| die werden boten./ man sach si blüejen unde roten/ in schamelicher blûcheit./ daʒ schuof der geste vremdekeit,/ die si mit gruoʒe | |
| er alleʒ dar,/ dô von dem strîte wart geseit./ in schemelicher blûcheit/ sach man dâ sitzen sîn gespiln,/ wan die begunde | |
| zôch./ dur waʒ hâst dû dîn künne hôch/ geleit in schemelichen spot?/ her Jûpiter, der werde got,/ der dîner muoter bruoder | |
| helfe niht enstât,/ daʒ ist ein êwic missetât/ unde ein schemelîchiu nôt./ dû bist an êren iemer tôt,/ swie dû für | |
| mich an den triuwen/ gewîset hânt ze riuwen/ und ze schemelicher nôt./ eʒ muoʒ benamen iuwer tôt/ hie werden oder mîn | |
| haben und des hals, sin stim sol syn cleyn und schamlich als eyner jungfrauwen stymm, sin schultern und sin rucke sollen | |
| so liͤf,/ dů du in also bitterliche/ sterven segs ind schemeliche./ //We is he, de din sterkde sage/ in disem trurgem | |
| Ire lichamen solten reine wesen, wan got geschůf inen nie schemeliche lide, und si waren gekleidet mit engelscher wete. Irú kint | |
| Mere do si assen die verbottenen spise, do wurden si schemlich verschaffen an dem libe als es úns noch an schinet. | |
| nach alle man. Eva und allú wip behielten dis vil schemlich blůt. Dis ist das alleine pinget natúrlich únser vleisch und | |
| misset!):/ Welich mensche der fruchte ißet,/ Daz daz trag ein schemlich masen/ An dem antlutze by der nasen./ Wiße auch daz | |
| zägelîche nôt,/ der muoz an disem wâge $s doch lîden schamelîchen tôt.«/ Si fuorten mit in einen $s ûz Burgonden lant,/ | |
| abir er was gremelîch/ dem loufêre nemelîch/ und den Prûzin schemelîch./ Wî Kungisberc wart angevochtin./ //Darnâch kurzlîch als ich las/ Heinrîch | |
| dâ wolt genesen,/ daz müest mit wer wesen/ oder mit schemlicher fluht./ mit grimmes ungenuht/ //CLIX. nâch kunic Ottackers gebot/ von | |
| vertrîben/ nâch wollust des herzen mîn’./ darzuo gebârt diu kunigin/ schamelich ein teil,/ doch zalt si ir ze heil,/ daz si | |
| mêr von den armen:/ die solten iuch erbarmen./ Si enphiengen schämlîche/ ir gast ellens_rîche./ der dûhtes anders wol sô wert,/ daz | |
| endetage!/ dar zuo was mir ein trûren leit,/ daz alsô schamlîchen reit/ des künges kint von Karnant,/ frou Jeschûte kiusche erkant./ | |
| redegeselle wart:/ ist mîn zuht dar_an bewart,/ und och mîn schamlîcher sin,/ daz gît an freuden mir gewin:/ wan mir mîn | |
| iwer und mîn gegert./ lât ir mich, hêrre, ungewert/ nu schamlîche von iu gên,/ dar umbe muoz ze rehte stên/ iwer | |
| lebenne,/ sît er mir dienst hât geboten?/ sô muoz ich schämeliche roten,/ ob ich im niht ze gebne hân./ nie magede | |
| und verbunden sulchen sin/ mit eiden veste under in./ Des schemelichen betrachtes/ tages unde nachtes/ sie do vil lange pflagen./ zeimal | |
| sprach er: ’ey, nu lit er wol!/ ich dachte in schemelicher dol/ sin leben im verwunden./ nu hat er selber vunden/ | |
| tiefes herzen leide/ stachen sie sich selber tot./ di alzu schemeliche not/ sie durch ir valsch musten haben./ der keiser hete | |
| quam/ so lange, untz er im uf nam/ mit worten schemelich und sprach,/ wi vil im gutes von im geschach,/ wi | |
| schame wolter swîgen./ er getorste in niht gebiten/ von den schamlîchen siten,/ daz er im êre nie gebôt;/ er sweic durch | |
| siten,/ daz er im êre nie gebôt;/ er sweic durch schamlîche nôt./ an ein heil liez er ez dô,/ schamende sprach | |
| got, vür gotes kraft/ minnest menschen geschaft,/ daz ist ein schamelîcher site:/ dâ bejagestû niht mite/ wan der sêle wernde nôt,/ | |
| ez wart getan/ als der hohste Got gebot:/ mit der schamelichen not/ muͤste dú vroͮwe do/ ir schulde buͤzen Gote also./ | |
| ich an daz krúze wart erhangen. Ich wart vúr Pylatus schamlich gestellet, valschlich geruͤget, toͮtlich verdamnet; sú stůnden gegen mir mit | |
| und mit blůte verrunnen; und wart also verteilet ellendklich und schamlich mit minem krúz us gefuͤret in den toͮd. Sú schrúwen | |
| erkosenne! Min sele vallet vúr dich mit blugen oͮgen, mit schamlichem antlúte und mit nidergeworfnen oͮgen. Ach, ein můter aller gnaden, | |
| mit grundlosem herzleide an gesehen. __VI. Du wurd vor Pylato schamlich gestellet, valschlich geruͤget, toͮtlich verdampnet, __VII. Du, Ewigú Wisheit, wurd | |
| blůt waz verrunnen, __X. Du wurd also verteilet ellendklich und schamlich mit dinem krúze us in den toͮt gefuͤret. __Ach, min | |
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