Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schamen swV. (360 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der menigi: Agite p%;enitentiam. ‘Bvͦzzit iwer unreht’, die ſich ê ſchamtin ir ſûnti begêhin, die begvndin do ze bvͦzzin ir unreht. | |
| der unſer allir herri iſt, daz unſer dehein ſich deſ ſchame, daz wir einen andirn durch dîemot die ůzze dwahen. Wande | |
| ê iz ergê, ſuntir dar umbe daz wir unſ hie ſchâmin uor den menniſchin, ê daz wir in enir werelt uor | |
| got, bechert ivch enzît, offinit iwer wndin den gotiſ êwartin, ſchamit $t ivch niht iwerri ſuntin ze beclagin, wan alſo $.s$. | |
| getan vnde wie ſi ir lip bewollen $t hete, unde ſchâmte ſich deſ unde begunde iz clâgin unde begunde iz ze | |
| ‘ſo der ſundare in die tieffe der ſunden chumet, ſone ſcamet er ſich der ſunden niht unde enroͮchet, waz man reit.’ | |
| sæh ez als wol benamen.”/ dô sprâchen die sich wolten schamen:/ “wir hœren wol, dû bist sô blint/ daz dû niht | |
| engalt/ alsô daz er den lôn gap,/ des er sich schamt in sîn grap./ //Dô der phaffe Amîs ze Kriechen/ den | |
| han/ danne die Ritter benamen./ si muͤzzen sich der dinge schamen,/ die uns ein schande niht ensint./ beideu unser wip und | |
| behalten wellen christen namen./ die suln sich des gegen got schamen,/ daz der mensch deheinen tach/ vor sunden sich behuten mach./ | |
| oder consciencie. Und solt sich ein geistlich mensche billichen des schamen das er sine werk als unordenlichen getan hette und als | |
| wolte also ze núte werden fur sine armen creature; und schame dich, du toͤtlich húndin mensche, das du ie ere und | |
| der worheit enist. Wie múgen wir des so gruntlichen uns schamen und wie das so strenge sol geurteilt werden! Als geschriben | |
| wirst du noch tieffer in din nút versoͤift, und des enscham dich nút: so du echt do mit tieffer in din | |
| er hat selber gelitten. Sit das hoͮbet hat gelitten, so schemen sich die lidere ob si nút enlident. Wer lidet noch | |
| êren wænen sol/ und sol ich mich der rede niht schamen/ durch mînen magetlîchen namen,/ sô dunket mich, diu herzeclage,/ die | |
| ich mich ritterlîches namen/ noch er sich mîn niht dörfte schamen/ und ritterlîchiu werdekeit/ an mir niht würde nider geleit,/ sô | |
| namen genamet,/ die hie ze lôze loufent,/ ir edelkeit verkoufent,/ schamt ir iuch der schanden niht,/ diu disem lande an iu | |
| crœnet/ wîp unde wîplîchen namen;/ desn sol sich ir dekeiniu schamen.’/ //Als Tristan hæte gesaget/ von sîner vrouwen der maget,/ der | |
| sich doch beide,/ und tet daz zwîvel unde scham:/ si schamte sich, er tet alsam;/ si zwîvelt an im, er an | |
| alsô verwortet und vernamet,/ daz sich diu müede ir namen schamet/ und ir daz wort unmæret;/ si swachet unde swæret/ ir | |
| stimme ist uirnomin daz kît: diu chûske ist inphangen, niemin schamet sich sînis magetůmmes noͮch sîner u[n]berhaft[icheit]. Der fîchbôm hat fure | |
| die zît hân ich vertriben hin,/ daʒ ich michs innenclîche schamen/ ich enweiʒ niht mînes namen./ wiʒʒent wol, daʒ ist mir | |
| nimer geseit.’/ ‘durch waʒ? wer ist derʒ iu verbôt?’/ ‘mîn schamen und mîn manecvalt nôt.’/ ‘die tuont mir kunt, swie grôʒ | |
| die rede für ein gamen./ des begunde sich diu vrowe schamen./ //Dô der wünnenclîchen maget/ alsus harte wart versaget,/ daʒ tûhte | |
| sî immer mê,/ swer disses strîtes abe gê.’/ //Der rede schamte sich der bote./ er begunde vlêhen gote,/ daʒ er im | |
| oder nu lebet in ritters namen,/ der mac sich unmæʒlîche schamen,/ swenne er disen hof verlît./ ob ir guote liute sît,/ | |
| geschach./ michel was ir ungemach/ als helde die sich lasters schament./ nu sâʒens ûf alle sament/ und riten harte balde/ gerihte | |
| ir ein teil bî namen/ und claget in laster unde schamen/ ‘edel ritter alle,/ daʒ worden sint ze schalle/ mîn vater | |
| zühten und mit sölhen siten,/ der guote liute sich niht schament./ er fuogte in allen sament/ gesellen nâch ir wunsches wale./ | |
| sie hieze daz laster dolen./ er sprach, er mohte sich scamen/ sînes chunichlîches namen,/ daz er in niuht ze helfen chôme,/ | |
| mahelſcaʒ inphî. mit deme wazzer ſi dane gî. uil harte ſcamete ſi ſich do. ſi parch ſich hinder daʒ ſtrô. Do | |
| ich eines valles/ uber uns sunter alle./ der sculdege, der scamt sich/ $p/ idoch sol sich nehein man/ ze harte missetrosten./ | |
| andren si entslaif,/ daz sey der pischof niht begraif./ Do schamten sich die fursten/ der frevel vn̄ der geturste,/ daz si | |
| in uerteilet/ sele unde lip ensamet,/ wan swer sih hie schamet/ ze horen daz gotes wort,/ ez gerivwet in dort,/ so | |
| frow das vernam/ Wa von es was und kam,/ Des schampte sich die here/ Von allem herczen sere,/ Und baten baide | |
| dir ist Got,/ Infroͮwen du gesegenot!’/ Dú magt erschrak und schampte sich,/ Wan si da also haimlich/ Allain an ierm werke | |
| der schar/ Der dakte mitte sinen lip/ Da manne sich schament und wip./ Do wolte Magdalena nút/ Das dú maget blos | |
| marcrâven si dô sprach:/ ‘wæret ir hêrre diss landes,/ ir schamt iuch maneges pfandes/ als iuwer volc dort lîdet./ ob ir | |
| ûf Alischanz in dînem namen,/ sich mac dîn gotheit wol schamen,/ ob wirs werden niht ergetzet,/ daz wir nû sîn geletzet/ | |
| wis dîner worte vester,/ und sage mir gar ân allez schamen/ etswaz dînes geslehtes namen./ Rennewart sprach alsus hin zir:/ ‘man | |
| disen rotten zeln,/ welt ir einen ribalt weln.’/ Rennewart sich schamte sêre:/ ez dûhte in grôz unêre,/ daz der stangen was | |
| niht dannen was gevolget mite./ in sînem herzen wuohs unsite:/ //Schamt er sich gestern sêre,/ des wart hiute zwir mêre./ er | |
| niht wan gein mîner hende./ //Mîner vlust maht dû dich schamen,/ der meide kint! in dîme namen/ was mîn verh, mîn | |
| het ich si von den luͤten/ da ich mich chrieges schamte niht,/ fuͤr war, waz man ir gůtes giht,/ daz muͤste | |
| din,/ die můstu durch sie benamen/ tilgen ab vor rehten schamen./ da von er tor, er giegel,/ der siht in dehainen | |
| berait,/ da sterb in Gotes namen!/ ich muͤst mich ymmer schamen/ daz ich wuͤrd mainaidic./ da von ir wurdet laidic/ in | |
| der tot daz leben im nemen;/ doch begund er sich schemen/ daz er also gelegen was./ __uz dem hage durch daz | |
| der do Aglyen solte nemen./ Wildehelm, des mahtu dich wol schemen!/ schol er sus werdlich vor dir haben,/ so wil ich | |
| der min tohter scholde nemen?/ iur kuͤnclich ere mac sich schemen/ daz si an mir begangen hat!/ hauptet mich, daz ist | |
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